Recht & Gebühren

Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, Familien- und Erbrecht, Schulden, Verbraucherrechte.

Gericht & Anwalt 5

Gerichtskosten, RVG, Prozesskostenhilfe, Steuerberater.

Notar & Erbe 4

Notarkosten, Erbschein, Pflichtteil, Erbfolge.

Familienrecht 6

Scheidung, Zugewinn, Versorgungsausgleich, Ehegatten- und Elternunterhalt.

Schulden & Pfändung 7

Pfändung, P-Konto, Inkasso, Mahnbescheid, Verzugszinsen.

Verbraucherrechte 7

Fluggastrechte, Mietminderung, Schmerzensgeld, Verjährung.

Welche Kostenfrage willst du zuerst klären?

Rechtliche Rechner helfen dir vor allem dann, wenn du eine Entscheidung vorbereitest: Klage einreichen, Forderung prüfen, Scheidung planen, Erbe einschätzen oder eine Entschädigung berechnen. Der passende Rechner hängt weniger vom Rechtsgebiet als von deiner konkreten Frage ab. Geht es um ein Kostenrisiko, brauchst du Streitwert, Gegenstandswert oder Geschäftswert. Geht es um Unterhalt, Pfändung oder Entschädigung, zählen Einkommen, Abzüge, Fristen und die konkreten Umstände.

Wichtig ist die Trennung zwischen rechnerischem Ergebnis und rechtlichem Anspruch. Ein Rechner kann Gebühren nach Tabellen, Quoten oder gesetzlichen Schwellen abbilden. Ob du zahlen musst oder etwas verlangen kannst, hängt zusätzlich von Verträgen, Nachweisen, Fristen und dem Einzelfall ab. Nutze die Ergebnisse deshalb als Orientierung für Gespräche, Vergleiche, Anträge oder die Prüfung einer Forderung.

Welcher Rechner passt zu deiner Situation?

Diese Grundbegriffe bestimmen viele Ergebnisse

Bei Gerichts- und Anwaltskosten ist der Streitwert oder Gegenstandswert zentral. In einer Zivilklage betragen die Gerichtskosten in der 1. Instanz drei einfache Gebühren nach GKG: bei 5.000 € Streitwert 511,50 €, bei 10.000 € 849 €. Verlierst du bei 5.000 € Streitwert vollständig, kann das Prozesskostenrisiko rund 2.668 € betragen, weil Gerichtskosten sowie eigener und gegnerischer Anwalt zusammenkommen.

Bei Notar und Erbe kommt es auf Kaufpreis, Geschäftswert oder Nachlass an. Beim Hauskauf liegen Notar und Grundbuch zusammen etwa bei 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Im üblichen Fall fallen für Erbschein und eidesstattliche Versicherung zwei volle Gebühren nach GNotKG Tabelle B an; Auslagen können hinzukommen. Beim Pflichtteil zählt zuerst die gesetzliche Quote: Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Im Familienrecht arbeiten viele Rechner mit bereinigten Einkommen und Quoten. Beim Ehegattenunterhalt beträgt der rechnerische Ansatz nach Düsseldorfer Tabelle und Leitlinien NRW 2026 45 % der bereinigten Erwerbseinkommensdifferenz plus die Hälfte der Differenz sonstiger Einkünfte. Beim Zugewinnausgleich ist grundsätzlich die Hälfte des Unterschieds zwischen den positiven Zugewinnen maßgeblich.

Bei Pfändung und Schulden sind Freibeträge entscheidend. Seit dem 1. Juli 2026 sind 1.587,40 € netto im Monat unpfändbar. Beim P-Konto schützt der Grundbetrag ab 1. Juli 2026 monatlich 1.590 €. Bei Verbraucheransprüchen hängen Ergebnisse oft an festen Schwellen: Bahn-Entschädigung beginnt ab 60 Minuten Verspätung am Ziel, Fluggastentschädigung ab mindestens 3 Stunden.

Welche Angaben solltest du vor dem Rechnen bereitlegen?

Für Gebührenrechner brauchst du meistens einen Wert: Streitwert, Gegenstandswert, Geschäftswert, Nachlass, Kaufpreis oder Hauptforderung. Prüfe dabei, ob Auslagen, Umsatzsteuer, Gericht, Anwalt, Notar oder Grundbuch einzeln oder zusammen betrachtet werden sollen. Sonst vergleichst du unterschiedliche Kostenblöcke.

Für Unterhalt, Pfändung und Prozesskostenhilfe sind Nettoeinkommen, Abzüge, Wohnkosten, Unterhaltspflichten und berücksichtigte Personen wichtig. Beim Sozialhilferegress wegen Elternunterhalts ist zusätzlich die Grenze von 100.000 € jährlichem Gesamteinkommen relevant. Für Verbraucherrechte brauchst du Datum, Dauer, Preis, Strecke, Mangel, Schadenstage oder Fristbeginn. Bei Verjährung ist vor allem wichtig, wann die Forderung entstanden und bekannt geworden ist.

Wenn du das Ergebnis verwenden willst, speichere die Eingaben und notiere die Annahmen. Kleine Änderungen bei Einkommen, Quote, Frist oder Wert können das Ergebnis deutlich verschieben. Bei strittigen Ansprüchen ersetzt die Rechnung nicht die Prüfung, ob die Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind.

Häufige Fragen

Welcher Rechner hilft bei Gerichtskosten und Anwaltskosten?

Für reine Gerichtskosten passt der Gerichtskosten-Rechner. Das gesamte Prozessrisiko zeigt der Prozesskostenrechner, weil er Gericht, eigenen Anwalt und gegnerischen Anwalt zusammen betrachtet. Für einzelne Anwaltsgebühren nach RVG ist der RVG-Rechner geeigneter.

Was kostet ein Zivilprozess bei 5.000 € Streitwert?

Bei vollständigem Unterliegen in der 1. Instanz liegt das Kostenrisiko rund bei 2.668 €. Darin stecken 511,50 € Gerichtskosten sowie zweimal 1.078,44 € Anwaltskosten für eigenen und gegnerischen Anwalt.

Wie hoch ist der Pflichtteil beim Erbe?

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Bei 400.000 € bereinigtem Nachlass, einem erbenden Ehegatten in Zugewinngemeinschaft und 2 Kindern liegt der Pflichtteil je enterbtem Kind bei 1/8 oder 50.000 €.

Wie viel Einkommen ist bei einer Pfändung geschützt?

Seit dem 1. Juli 2026 sind 1.587,40 € netto im Monat unpfändbar. Der tatsächlich pfändbare Betrag hängt zusätzlich vom Nettoeinkommen und Unterhaltspflichten ab. Bei 2.500 € netto ohne Unterhaltspflicht sind 638,82 € pfändbar.

Wann bekomme ich Entschädigung bei Flugverspätung?

Ab mindestens 3 Stunden Verspätung am Ziel kann eine pauschale Entschädigung entstehen. Die Pauschalen nach EU-Verordnung 261/2004 betragen je nach Strecke und Anwendungsbereich 250 €, 400 € oder 600 €. Für innergemeinschaftliche Flüge über 1.500 km gelten 400 €; außergewöhnliche Umstände und mögliche Kürzungen sind gesondert zu prüfen.

Wann verjährt eine normale Zahlungsforderung aus 2026?

Eine im Jahr 2026 entstandene und bekannte normale Zahlungsforderung verjährt regelmäßig mit Ablauf des 31.12.2029. Fällt das Fristende auf Samstag, Sonntag oder einen gesetzlichen Feiertag, tritt grundsätzlich der nächste Werktag an seine Stelle.