Energie & Heizen

Strom, Heizung, Photovoltaik, Dämmung und CO2.

Strom 2

Stromverbrauch und -kosten, Geräte.

Heizung & Klima 23

Heizkosten, Heizlast, Wärmepumpe, Gas, Öl, Förderung.

Photovoltaik & Solar 8

PV-Ertrag, Balkonkraftwerk, Speicher, Solarthermie.

Dämmung 5

U-Wert, Dämmstärke, Amortisation.

Energieeffizienz 7

Effizienzklasse, Geräte, LED.

CO2 & Klima 7

CO2-Preis, Fußabdruck, Emissionsfaktoren.

Welche Frage willst du zuerst klären?

Energiefragen wirken oft größer, als sie sind, wenn Verbrauch, Preis und Zeitraum durcheinanderliegen. Starte deshalb mit der Größe, die du sicher kennst: Zählerstand, Jahresabrechnung, Geräteleistung, Wohnfläche, Dachfläche oder Angebot. Für laufende Kosten brauchst du meist Verbrauch und Arbeitspreis. Für Investitionen kommen Nutzungsgrad, Förderung, Ertrag, Eigenverbrauch oder Amortisation dazu.

Bei Strom hilft die Grundformel: Stromverbrauch in kWh = Leistung in Watt × Stunden ÷ 1.000. Bei angenommenen 3.500 kWh im Jahr und einem reinen Arbeitspreis von 37,0 ct/kWh ergeben sich 1.295 € jährlich oder rund 108 € monatlich ohne Grundpreis. Beim Heizen ist die kWh ebenfalls die gemeinsame Vergleichseinheit, egal ob Gas, Öl, Holz, Pellets, Strom oder Solarwärme. Ein Energiepreis lässt sich so einordnen: 1 ct/kWh entspricht 10 €/MWh.

Welcher Rechner passt zu deiner Situation?

Welche Grundbegriffe machen Ergebnisse vergleichbar?

kWh ist die zentrale Einheit für Verbrauch und Wärme. Stromgeräte liefern sie direkt über Leistung und Laufzeit, Gas wird aus m³ über Brennwert und Zustandszahl umgerechnet. 1 m³ Erdgas liefert etwa 10 bis 11 kWh. Bei Heizöl gilt als Hilfswert: 1.000 Liter Heizöl enthalten nach dem Hilfswert der Heizkostenverordnung 10.000 kWh Heizwert.

Nutzungsgrad und Jahresarbeitszahl trennen eingekaufte Energie von nutzbarer Wärme. 1.000 Liter Heizöl enthalten 10.000 kWh Heizwert, bei 80 % Jahresnutzungsgrad bleiben davon 8.000 kWh nutzbare Wärme. Bei Wärmepumpen gilt: Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl ergibt den Strombedarf. Für 15.000 kWh Wärme und eine beispielhafte JAZ von 3,4 sind das rund 4.400 kWh Strom im Jahr.

U-Wert, Heizlast und Vorlauftemperatur bestimmen, ob Sanierung, Heizkörper oder Wärmepumpe zusammenpassen. Der U-Wert ist 1 ÷ (Rsi + Summe aller Dicken ÷ λ + Rse). Ist die Nennleistung eines Heizkörpers für 75/65/20 °C angegeben, bleiben bei 45/35 °C und 20 °C Raumtemperatur im verwendeten Modell rund 30 %. Der tatsächliche Wert hängt vom Heizkörpertyp ab. Darum ist die Heizkurve oft genauso wichtig wie der reine Jahresverbrauch.

Was du vor dem Rechnen bereitlegen solltest

Für Strom- und Geräterechner reichen meist Leistung, Laufzeit, Jahresverbrauch und Arbeitspreis. Bei Heizung brauchst du zusätzlich Brennstoffart, Nutzungsgrad, Wohnfläche, Vorlauf, Warmwasseranteil oder Zählerstände. Für Wärmepumpe und Heizkörper sind Auslegungstemperatur und Vorlauftemperatur entscheidend, weil die Leistung je nach Systemtemperatur stark sinken kann.

Für Photovoltaik brauchst du Dachgröße, Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Stromverbrauch und gewünschte Speichergröße. Im hinterlegten Standortmodell liefert eine nach Süden ausgerichtete PV-Anlage mit 35° Neigung je kWp rund 970 kWh bis 1.160 kWh im Jahr. Das ist eine standortabhängige Schätzung, keine Ertragsgarantie. Für Dämmung sind Fläche, vorhandener Aufbau, Dämmstoff-λ und Kosten pro m² wichtig. Bei CO₂-Rechnern zählt, ob du direkte Verbrennung, Strommix, Vorkette oder CO₂-Äquivalente betrachten willst.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Stromkosten?

Du berechnest Stromkosten aus Jahresverbrauch mal Arbeitspreis plus Grundpreis. Bei angenommenen 3.500 kWh jährlich und einem reinen Arbeitspreis von 37,0 ct/kWh sind das 1.295 € im Jahr oder rund 108 € monatlich ohne Grundpreis. Durchschnittspreise können bereits Grundkostenanteile enthalten und sind dann kein reiner Arbeitspreis.

Wie kann ich meinen Heizbedarf grob einschätzen?

Du kannst den Heizbedarf über Verbrauchswerte, Wohnfläche oder Heizlast annähern. Beachte dabei Warmwasser, Nutzungsgrad und Witterung. Für die Auslegung einer neuen Heizung brauchst du eine Heizlastberechnung; die alte Brennstoffrechnung allein beschreibt keine benötigte Spitzenleistung.

Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?

Bei den laufenden Energiekosten ist eine Wärmepumpe günstiger als Gas, wenn ihre JAZ über Strompreis × Kesselnutzungsgrad ÷ Gaspreis liegt. Bei 30 ct/kWh, 90 % und 12 ct/kWh liegt die Schwelle bei 2,25. Investition, Wartung und Grundpreise sind in diesem Vergleich noch nicht enthalten.

Wie viel bringt Photovoltaik auf dem Dach?

Der Ertrag hängt vor allem von Leistung, Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Im hinterlegten Standortmodell liefert eine nach Süden ausgerichtete PV-Anlage mit 35° Neigung je kWp rund 970 kWh bis 1.160 kWh im Jahr. Das ist eine standortabhängige Schätzung, keine Ertragsgarantie. Eine 10-kWp-Anlage liefert damit ungefähr 10.000 kWh, je nach Standort auch weniger.

Welche Dämmung lohnt sich zuerst?

Einfache Flächen wie oberste Geschossdecke oder Kellerdecke eignen sich oft für einen ersten Vergleich. Entscheidend sind der bisherige U-Wert, Fläche, Klima, neuer Aufbau und Energiepreis. Vergleiche die berechnete jährliche Einsparung mit deinen tatsächlichen Kosten und Zuschüssen; eine kurze Amortisation ist keine allgemeine Zusage.

Was kostet der CO₂-Preis bei Gas?

Beim Höchstpreis des Preiskorridors 2026 von 65 €/t CO₂ verteuert der CO₂-Preis Erdgas um 1,40 ct je kWh inkl. 19 % MwSt. Ein Haushalt mit 15.000 kWh Gas zahlt so rund 210 € im Jahr. Der tatsächliche Effekt hängt vom Verbrauch und vom abgerechneten Brennstoff ab.