Elternunterhalt-Rechner
Elternunterhalt 2026: über 100.000 € Jahreseinkommen. Selbstbehalt 2.650 € plus 70 % des Rests. Bei 5.000 € bereinigtem Netto höchstens 705 € monatlich.
- Ergebnis
- Zahlungspflicht möglich: Dein Einkommen liegt über 100.000 €.
- Dein Jahreseinkommen nach § 16 SGB IV
- 118.770 €
- Nettoeinkommen
- 5.711,97 €
- Bereinigtes Nettoeinkommen
- 5.211,97 €
- Selbstbehalt (Mindestbetrag)
- 2.650,00 €
- Zusätzlich anrechnungsfrei (70 %)
- 1.793,38 €
- Im gewählten Modell für Unterhalt einsetzbar
- 768,59 €
- Ungedeckter Bedarf des Elternteils
- 1.752,01 €
- Dein Haftungsanteil
- 100 %
- Rechnerischer Unterhalt ohne 100.000-€-Grenze
- 768,59 €
- Elternunterhalt pro Jahr
- 9.223,08 €
- Dir bleiben vom bereinigten Netto
- 4.443,38 €
- Netto aus dem Brutto mit gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung (2026, kinderlos) berechnet. Für Selbstständige oder Beamte bitte das Netto selbst eingeben.
- Angemessene Wohnkosten, berücksichtigungsfähige Abzüge, Vermögenseinsatz und Geschwisterquoten müssen im Einzelfall geprüft werden. Die Rechnung erfasst die laufende Einkommensleistungsfähigkeit.
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Jahreseinkommen: 118.770 € > 100.000 € → Anspruchsübergang möglich
- Bereinigtes Netto: 5.711,97 € − Abzüge = 5.211,97 €
- (5.211,97 € − 2.650,00 €) × 30 % = 768,59 € einsetzbar
- Bedarf 1.752,01 € × Haftungsanteil 100,0 %, höchstens einsetzbarer Betrag → 768,59 €
Was prüft der Elternunterhalt-Rechner?
Der Elternunterhalt-Rechner prüft zwei Dinge getrennt: zuerst die Einkommensgrenze nach dem Angehörigen-Entlastungsgesetz, danach deine rechnerische Leistungsfähigkeit. Das ist wichtig, weil ein hohes monatliches Netto allein noch nicht automatisch zu einer Zahlung führt.
Maßgeblich für die erste Prüfung ist dein eigenes Jahreseinkommen. Das Einkommen deines Ehepartners zählt für diese Grenze nicht mit. Im Beispiel mit 85.000 €/Jahr Jahresbruttolohn ergibt sich ein Jahreseinkommen nach § 16 SGB IV von 83.770 €. Obwohl ohne die Grenze rechnerisch 365,62 € einsetzbar wären, liegt der Elternunterhalt gegenüber dem Sozialamt bei 0,00 €.
Du gibst deine Einkünfte, Abzüge, Familiensituation und die Kosten des Elternteils ein; der Rechner zeigt dir daraus eine monatliche Einschätzung.
Wie berechnet man Elternunterhalt?
Die Beispiele nutzen die Standardannahmen für 2026, unter anderem tatsächlich geleistete private Altersvorsorge von 5 % des Bruttolohns und die übrigen eingestellten Abzüge, soweit keine Abweichung genannt ist.
Die Rechnung für Alleinstehende läuft in Worten so: Vom Nettoeinkommen werden anerkannte Abzüge abgezogen. Daraus entsteht das bereinigte Nettoeinkommen. Davon bleibt zuerst der Selbstbehalt frei. Vom darüberliegenden Betrag bleiben zusätzlich 70 % bei dir, nur 30 % sind rechnerisch für Elternunterhalt einsetzbar. Außerdem kann der Unterhalt nie höher sein als der ungedeckte Bedarf des Elternteils und dein Haftungsanteil.
Ein Beispiel: Bei 120.000 €/Jahr Jahresbruttolohn, 1.230 €/Jahr Werbungskosten und 0 €/Jahr weiteren Einkünften liegt das Jahreseinkommen nach § 16 SGB IV bei 118.770 €. Das Nettoeinkommen beträgt 5.711,97 €, das bereinigte Nettoeinkommen 5.211,97 €. Der Selbstbehalt beträgt 2.650,00 €. Zusätzlich bleiben 1.793,38 € anrechnungsfrei. Einsetzbar sind damit 768,59 €.
Auf der anderen Seite stehen 3.000 €/Monat Kosten des Elternteils, 1.400 €/Monat Einkommen des Elternteils und der Barbetrag im Heim. Daraus ergibt sich ein ungedeckter Bedarf von 1.752,01 €. Weil der einsetzbare Betrag niedriger ist, beträgt der rechnerische Elternunterhalt 768,59 € im Monat.
Elternunterhalt und 100.000 €: Wann greift die Grenze?
Die 100.000-€-Grenze entscheidet, ob ein Anspruch des Elternteils auf das Sozialamt übergehen kann. Es geht dabei nicht um dein monatliches Netto, sondern um die Summe deiner Einkünfte. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag kann die Schwelle in der Rechnung beeinflussen.
Die Beispiele zeigen den Unterschied deutlich:
| Jahresbrutto | Einkünfte | Ergebnis |
|---|---|---|
| 100.000,00 € | 98.770,00 € | nein |
| 101.230,00 € | 100.000,00 € | nein |
| 105.000,00 € | 103.770,00 € | ja, Übergang möglich |
| 120.000,00 € | 118.770,00 € | ja, Übergang möglich |
Bei 60.000 €/Jahr Jahresbruttolohn liegt das Jahreseinkommen bei 58.770 €. Der rechnerische Elternunterhalt gegenüber dem Sozialamt beträgt 0,00 €. Auch bei 100.000 €/Jahr Jahresbruttolohn ergibt sich 0,00 €, obwohl ohne die Grenze 530,78 € einsetzbar wären. Die Grenze ist also keine bloße Rechenzeile, sondern kann die Zahlung vollständig ausschließen.
Elternunterhalt verheiratet: Was zählt beim Ehepartner?
Die Familienrechnung ist eine ausdrücklich vereinfachte Modellfortschreibung des Familienbedarfs. Sie ist kein verbindlicher Leitliniensatz für jeden Gerichtsbezirk; individuelle Verhältnisse und Rechtsprechung können abweichen. Wenn du verheiratet bist, wird für die erste Einkommensgrenze weiterhin nur dein eigenes Einkommen betrachtet. Das Einkommen deines Ehepartners wird dort nicht addiert. Für die spätere Leistungsfähigkeit des Haushalts kann es aber eine Rolle spielen, weil der Familienbedarf und dein Anteil daran berechnet werden.
Im Beispiel mit 80.000 €/Jahr Jahresbruttolohn, verheiratet und 2.500 €/Monat bereinigtem Netto des Ehepartners liegt dein Jahreseinkommen bei 78.770 €. Das Ergebnis bleibt 0,00 € Elternunterhalt gegenüber dem Sozialamt. Ohne die Grenze wären 308,31 € rechnerisch einsetzbar.
Anders sieht es bei höherem eigenem Einkommen aus: Bei 150.000 €/Jahr Jahresbruttolohn, Steuerklasse III und 2.500 €/Monat bereinigtem Netto des Ehepartners ergibt sich ein bereinigtes Nettoeinkommen von 7.571,88 €. Der Familienselbstbehalt beträgt 4.770,00 €, zusätzlich bleiben 3.340,18 € frei. Der rechnerische Elternunterhalt liegt in diesem Beispiel bei 1.474,78 € im Monat.
Pflegeheimkosten, Miete und Geschwister verändern den Elternunterhalt
Der Elternunterhalt hängt nicht nur von deinem Einkommen ab. Auch der Bedarf des Elternteils, deine Wohnkosten und Geschwister können das Ergebnis verschieben.
Bei 120.000 €/Jahr Jahresbruttolohn bleibt der rechnerische Elternunterhalt in mehreren Beispielen bei 768,59 €, obwohl sich die Heimdaten ändern. Bei 2.500 €/Monat Heimkosten und 1.100 €/Monat Rente liegt der ungedeckte Bedarf bei 1.552,01 €. Bei 4.000 €/Monat Heimkosten und 1.800 €/Monat Rente liegt er bei 2.352,01 €. In beiden Fällen begrenzt aber deine eigene Leistungsfähigkeit den Betrag auf 768,59 €.
Höhere angemessene Wohnkosten können den Selbstbehalt erhöhen. Bei 3.000 €/Monat Warmmiete steigt der Selbstbehalt im Beispiel auf 4.650,00 €. Dadurch sinkt der rechnerische Elternunterhalt auf 168,59 €.
Bei Geschwistern geht es um Haftungsanteile. Sind deine Geschwister zusammen mit 1.500 €/Monat leistungsfähig, beträgt dein Haftungsanteil 33,9 %. Im Beispiel sinkt dein monatlicher Elternunterhalt dadurch auf 593,57 €.
Typische Fehler beim Elternunterhalt berechnen
Ein häufiger Fehler ist, Brutto, Netto und bereinigtes Netto zu vermischen. Für die 100.000-€-Grenze zählt das Jahreseinkommen nach der gesetzlichen Logik. Für die monatliche Leistungsfähigkeit zählt dagegen dein bereinigtes Nettoeinkommen.
Auch Abzüge solltest du nicht pauschal eintragen. Die private Altersvorsorge von 5 % wirkt nur, wenn du tatsächlich entsprechend vorsorgst. Berufsbedingte Kosten müssen ebenfalls realistisch sein. Im Beispiel mit 400 €/Monat berufsbedingten Kosten sinkt das bereinigte Nettoeinkommen auf 4.811,97 € und der rechnerische Elternunterhalt auf 648,59 €.
Achte außerdem darauf, den Barbetrag im Heim nicht doppelt zu erfassen. Wird er zum Bedarf gerechnet, erhöht er den ungedeckten Bedarf. Der Barbetrag im Heim beträgt 152,01 €.
Die Rechnung ist eine Modellrechnung. In echten Fällen können Nachweise, Unterhaltsansprüche eigener Kinder, berücksichtigungsfähige Schulden, angemessene Wohnkosten und die Auskunft des Sozialamts entscheidend sein. Wenn Beträge streitig sind, solltest du das Ergebnis als Orientierung behandeln und die Unterlagen sauber prüfen.
Tabellen zum Nachschlagen
Elternunterhalt Tabelle 2026: maximaler Unterhalt nach bereinigtem Netto (alleinstehend)
| Bereinigtes Netto | Dir bleiben mindestens | Höchstens Elternunterhalt |
|---|---|---|
| 2.500,00 € | 2.650,00 € | 0,00 € |
| 3.000,00 € | 2.895,00 € | 105,00 € |
| 3.500,00 € | 3.245,00 € | 255,00 € |
| 4.000,00 € | 3.595,00 € | 405,00 € |
| 4.500,00 € | 3.945,00 € | 555,00 € |
| 5.000,00 € | 4.295,00 € | 705,00 € |
| 5.500,00 € | 4.645,00 € | 855,00 € |
| 6.000,00 € | 4.995,00 € | 1.005,00 € |
| 7.000,00 € | 5.695,00 € | 1.305,00 € |
| 8.000,00 € | 6.395,00 € | 1.605,00 € |
| 9.000,00 € | 7.095,00 € | 1.905,00 € |
| 10.000,00 € | 7.795,00 € | 2.205,00 € |
| 12.000,00 € | 9.195,00 € | 2.805,00 € |
| 15.000,00 € | 11.295,00 € | 3.705,00 € |
Elternunterhalt verheiratet: Modell mit Ehepartner-Netto 2.000 €
| Dein bereinigtes Netto | Familieneinkommen | Höchstens Elternunterhalt |
|---|---|---|
| 3.000,00 € | 5.000,00 € | 51,06 € |
| 4.000,00 € | 6.000,00 € | 303,40 € |
| 5.000,00 € | 7.000,00 € | 589,36 € |
| 6.000,00 € | 8.000,00 € | 896,32 € |
| 7.000,00 € | 9.000,00 € | 1.217,30 € |
| 8.000,00 € | 10.000,00 € | 1.548,08 € |
| 10.000,00 € | 12.000,00 € | 2.229,25 € |
| 12.000,00 € | 14.000,00 € | 2.927,23 € |
Ab welchem Bruttogehalt zahlt man Elternunterhalt? 100.000-€-Grenze
| Jahresbrutto | Einkünfte (nach Pauschbetrag) | Über der Grenze? |
|---|---|---|
| 90.000,00 € | 88.770,00 € | nein |
| 100.000,00 € | 98.770,00 € | nein |
| 101.000,00 € | 99.770,00 € | nein |
| 101.230,00 € | 100.000,00 € | nein |
| 105.000,00 € | 103.770,00 € | ja, Übergang möglich |
| 120.000,00 € | 118.770,00 € | ja, Übergang möglich |
| 150.000,00 € | 148.770,00 € | ja, Übergang möglich |
Selbstbehalt beim Elternunterhalt 2026 (Düsseldorfer Tabelle)
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Mindestselbstbehalt des Kindes | 2.650,00 € |
| darin Warmmiete | 1.000,00 € |
| Mindestbedarf des Ehepartners | 2.120,00 € |
| Familienselbstbehalt (Ehepaar) | 4.770,00 € |
| darin Warmmiete Ehepaar | 1.800,00 € |
| Barbetrag im Heim (27 % der Regelbedarfsstufe 1) | 152,01 € |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Muss ich bei 60.000 € Jahresbrutto Elternunterhalt zahlen?
Nein, bei 60.000 €/Jahr Jahresbruttolohn ergibt sich im Beispiel 0,00 € Elternunterhalt gegenüber dem Sozialamt. Das Jahreseinkommen nach § 16 SGB IV liegt bei 58.770 €. Die rechnerische Leistungsfähigkeit ohne Grenze wäre zwar 69,03 €, die Einkommensgrenze verhindert hier aber die Zahlung.
Muss ich bei 100.000 € Jahresbrutto für meine Eltern zahlen?
Nein, bei 100.000 €/Jahr Jahresbruttolohn ergibt sich im Beispiel 0,00 € Elternunterhalt. Das maßgebliche Jahreseinkommen liegt bei 98.770 €. Ohne die Grenze wären 530,78 € rechnerisch einsetzbar, gegenüber dem Sozialamt fällt in dieser Konstellation aber keine Zahlung an.
Wie hoch ist der Elternunterhalt bei 150.000 € Jahresbrutto?
Bei 150.000 €/Jahr Jahresbruttolohn liegt der rechnerische Elternunterhalt im Beispiel für ein alleinstehendes Kind bei 1.138,77 € im Monat. Das bereinigte Nettoeinkommen beträgt 6.445,91 €. Davon bleiben 5.307,14 € beim Kind, der Jahresbetrag des Elternunterhalts liegt bei 13.665,24 €.
Wie hoch ist der Selbstbehalt beim Elternunterhalt 2026?
Nach den im Rechner zugrunde gelegten NRW-Leitlinien 2026 beträgt der Mindestselbstbehalt 2.650,00 € für ein alleinstehendes Kind. Darin ist eine Warmmiete von 1.000,00 € enthalten. Für Ehepaare beträgt der Familienselbstbehalt 4.770,00 €, darin sind 1.800,00 € Warmmiete enthalten. Höhere angemessene Wohnkosten können den geschützten Betrag erhöhen.
Zählt das Einkommen meines Ehepartners beim Elternunterhalt mit?
Für die 100.000-€-Grenze zählt das Einkommen deines Ehepartners nicht mit. Bei der späteren Leistungsfähigkeit kann es aber in die Familienrechnung einfließen. Im gewählten Familienmodell mit 150.000 €/Jahr eigenem Brutto, Steuerklasse III und 2.500 €/Monat Partner-Netto ergibt sich 1.474,78 € Elternunterhalt.
Wie wirken sich hohe Heimkosten auf den Elternunterhalt aus?
Hohe Heimkosten erhöhen den ungedeckten Bedarf, führen aber nicht automatisch zu mehr Elternunterhalt. Bei 4.000 €/Monat Heimkosten und 1.800 €/Monat Rente liegt der ungedeckte Bedarf bei 2.352,01 €. Im Beispiel bleibt der Unterhalt trotzdem bei 768,59 €, weil deine Leistungsfähigkeit niedriger ist.
Was passiert, wenn Geschwister ebenfalls leistungsfähig sind?
Dann wird der Bedarf anteilig verteilt. Im Beispiel sind Geschwister zusammen mit 1.500 €/Monat leistungsfähig. Dein Haftungsanteil sinkt dadurch auf 33,9 %. Statt 768,59 € ergibt sich ein rechnerischer Elternunterhalt von 593,57 € im Monat.
Kann hohe Warmmiete den Elternunterhalt senken?
Ja, angemessene höhere Warmmiete kann den Selbstbehalt erhöhen. Bei 3.000 €/Monat Warmmiete steigt der Selbstbehalt im Beispiel auf 4.650,00 €. Der rechnerische Elternunterhalt sinkt dadurch auf 168,59 € im Monat, obwohl das Jahreseinkommen bei 118.770 € liegt.
Quellen und Prüfung
- § 94 SGB XII - Übergang von Unterhaltsansprüchen (Abs. 1a: 100.000-€-Grenze) - Bundesministerium der Justiz
- Düsseldorfer Tabelle 2026, Anm. D I (Selbstbehalt gegenüber Eltern) - Oberlandesgericht Düsseldorf
- Unterhaltsrechtliche Leitlinien NRW 2026 (Nr. 10.1.2, 19, 21.3.3, 22.3) - Oberlandesgerichte Düsseldorf, Hamm, Köln
- § 1606 BGB - Haftung mehrerer Kinder nach Erwerbs- und Vermögensverhältnissen - Bundesministerium der Justiz
Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.
Diese Seite zitieren
Elternunterhalt-Rechner. Rechner-info.de, Stand 24.09.2026. https://rechner-info.de/recht/elternunterhalt-rechner

