Wetter & Klima

Gefühlte Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Wind.

Gefühlte Temperatur 3

Windchill, Hitzeindex.

Luftfeuchtigkeit 6

Taupunkt, Schimmelrisiko.

Regen & Schnee 2

Regenmenge, Schneelast.

Wind & Sonne 4

Beaufort, UV-Index, Windenergie.

Unwetter 2

Gewitterentfernung, Tornado.

Welche Wetterfrage willst du zuerst klären?

Wetterwerte wirken oft eindeutig, beschreiben aber unterschiedliche Situationen. Eine gemessene Temperatur sagt wenig darüber aus, wie belastend Hitze bei hoher Feuchte ist oder wie kalt Wind auf der Haut wirkt. Niederschlag wird in einer Höhe gemessen, für Garten, Dach oder Zisterne zählt aber die Fläche. Wind kann als Richtung, Stärke, Beaufort-Stufe oder mögliche Energie betrachtet werden. Bei Gewitter oder Tornado geht es eher um schnelle Einordnung und Schutz.

Diese Kategorie hilft dir, von deiner konkreten Frage zum passenden Rechner zu kommen. Sinnvoll ist zuerst die Unterscheidung: Geht es um den Körper, um Räume und Feuchte, um Wasser- oder Schneemengen, um Wind und Sonne oder um Unwetter? Danach reichen meist wenige Eingaben wie Temperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Fläche oder Zeitabstand zwischen Blitz und Donner.

Welcher Rechner passt zu deiner Situation?

Welche Grundbegriffe helfen beim Einordnen?

Gefühlte Temperatur verbindet Lufttemperatur mit weiteren Belastungen. Wind macht Kälte gefühlt kälter: 0 °C bei 25 km/h Wind wirken wie -5,9 °C, -10 °C bei 40 km/h wie -20,8 °C. Bei Hitze wirkt Feuchte verstärkend: 32 °C bei 70 % Luftfeuchte fühlen sich wie 40 °C an. Der DWD verwendet für Hitzewarnungen ein eigenes Modell der Gefühlten Temperatur mit einer regional und saisonal angepassten Schwelle um 32 °C sowie der nächtlichen Abkühlung. Der NOAA-Hitzeindex ist damit nicht direkt gleichzusetzen.

Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Oberflächenfeuchte beschreiben verschiedene Aspekte derselben Luft. Bei 20 °C entsprechen 50 % relativer Luftfeuchte rund 8,62 g Wasser je Kubikmeter Luft. Der Taupunkt liegt bei 20 °C und 50 % Luftfeuchtigkeit bei 9,3 °C. Jede Fläche, die kälter ist, beschlägt. Länger anhaltende Oberflächenfeuchte um 80 % kann Schimmel schon vorher begünstigen; im Beispiel wird dieser Modellwert unter 12,6 °C Wandtemperatur erreicht. Bei 21 °C und 60 % Raumfeuchte liegt die 80-%-Marke an der Wand bei etwa 16,4 °C.

Niederschlag und Wind werden oft umgerechnet, weil die Rohwerte selten direkt zur Frage passen. 1 mm Niederschlag entspricht genau 1 Liter Wasser pro Quadratmeter. 10 mm Regen bringen einem 100-m²-Garten also 1.000 Liter. Die Beaufort-Skala teilt Wind in 13 Stärken von 0 bis 12. Windstärke 6 sind 39-49 km/h oder 22-27 Knoten, ab Stärke 8 spricht man von stürmischem Wind, ab 9 von Sturm.

Wo liegen die Grenzen der Berechnungen?

Viele Wetterrechner liefern eine gute Einordnung, ersetzen aber keine lokale Beobachtung und keine bauliche Prüfung. Eine Schneelast aus Höhe und Dichte sagt zum Beispiel noch nicht, ob ein Dach tragfähig ist. Auch beim Windenergie-Ertrag reicht der Jahresmittelwind allein nicht, weil Windleistung im idealen Modell mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit wächst und eine Leistungskennlinie nötig ist.

Bei Gefahrensituationen zählt Vorsicht mehr als die berechnete Genauigkeit. Hörbarer Donner bedeutet Blitzgefahr: Suche Schutz, unabhängig vom berechneten Abstand. Auch Hitze und UV-Strahlung hängen von Umgebung, Aktivität und Schutz ab. Der NOAA-Hitzeindex gilt für Schatten und schwachen Wind; Sonne und körperliche Arbeit werden nicht mitgerechnet. Eine modellierte UV-Eigenschutzzeit ist keine sichere Aufenthaltsdauer. Nutze den Lichtschutzfaktor nicht, um einen längeren Aufenthalt in der Sonne zu planen. Schatten, Kleidung und Sonnenschutz bleiben entscheidend; Nachcremen verlängert keine sichere Sonnenzeit.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Temperatur und gefühlter Temperatur?

Die gefühlte Temperatur berücksichtigt zusätzliche Belastungen wie Wind oder Luftfeuchte. Wind macht Kälte auf der Haut kälter, Feuchte macht Hitze heißer. Deshalb können 32 °C bei 70 % Luftfeuchte wie 40 °C wirken, während 0 °C bei 25 km/h Wind wie -5,9 °C wirken.

Ab welcher Luftfeuchtigkeit droht Schimmel?

Länger anhaltende Oberflächenfeuchte um 80 % kann Schimmel begünstigen, auch ohne sichtbares Kondenswasser; Material und Einwirkdauer spielen mit. Bei 20 °C und 50 % Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei 9,3 °C, Schimmel kann aber schon unter 12,6 °C Wandtemperatur begünstigt werden.

Wie viel Liter sind 1 mm Regen?

1 mm Niederschlag entspricht genau 1 Liter Wasser pro Quadratmeter. Für Flächen kannst du die Regenhöhe deshalb direkt als Liter pro Quadratmeter lesen. 10 mm Regen bringen einem 100-m²-Garten 1.000 Liter Wasser.

Wie weit ist ein Gewitter entfernt?

Die Entfernung ergibt sich aus der Zeit zwischen Blitz und Donner. Bei 20 °C entsprechen 3 Sekunden etwa 1,03 km Entfernung. Hörbarer Donner bedeutet aber immer Blitzgefahr, deshalb solltest du Schutz suchen, unabhängig vom berechneten Abstand.

Was bedeutet Windstärke 6 auf der Beaufort-Skala?

Windstärke 6 bedeutet starker Wind. Das entspricht 39-49 km/h oder 22-27 Knoten. Die Beaufort-Skala reicht von 0 bis 12; ab Stärke 8 spricht man von stürmischem Wind, ab 9 von Sturm.