Sport & Fitness

Laufen, Radfahren, Krafttraining und Fitness.

Laufen & Ausdauer 3

Pace, Schwimmen, Triathlon.

Radfahren 8

Fahrradgröße, Reifendruck, Übersetzung, E-Bike.

Krafttraining 4

1RM, Kraftwerte, Trainingsvolumen.

Fitness & Puls 3

Schritte, Maximalpuls, Kalorien beim Sport.

Outdoor & weitere 8

Wandern, Ski, Golf, Bogensport.

Welche Frage willst du zuerst klären?

Sportliche Berechnungen sind am hilfreichsten, wenn du mit der passenden Ausgangsgröße startest. Beim Laufen ist das meist eine Zeit-Distanz-Angabe, beim Radfahren eher Übersetzung, Reifendruck, Akku oder Leistung. Im Krafttraining zählen Gewicht, Wiederholungen und Sätze. Bei Outdoor-Fragen geht es oft um Material, Rucksacklast oder Tourdauer.

Wenn du ein Zieltempo planst, nimm den Pace-Rechner. Pace ist die Zeit pro Kilometer: 10 km in 50 Minuten ergeben 5:00 min/km, das sind 12 km/h. Für das Schwimmtraining passt der Schwimm-Pace-Rechner, weil dort die Zeit pro 100 Meter im Mittelpunkt steht. Planst du mehrere Disziplinen gemeinsam, hilft der Triathlon-Rechner, denn die Gesamtzeit entsteht aus Schwimmen, Radfahren, Laufen und den zwei Wechseln.

Wegweiser: welcher Rechner passt zu deiner Situation?

Welche Grundbegriffe helfen beim Einordnen?

Pace beschreibt eine Zeit pro Strecke. Beim Laufen ist das meist min/km: 5:00 min/km entspricht 12 km/h. Beim Schwimmen wird häufig pro 100 Meter gerechnet: 1.000 m in 20 Minuten entsprechen 2:00 min/100 m. Dadurch werden Beckenlängen, Freiwasser und Wettkampfdistanzen besser vergleichbar.

Beim Radfahren trennst du Leistung, Übersetzung und Setup. Die Übersetzung ist Kettenblatt ÷ Ritzel: 50/17 ergibt 2,94, das Hinterrad dreht sich also 2,94-mal pro Kurbelumdrehung. Mit einem 700 × 25C-Reifen und 90 U/min ergeben sich daraus 33,4 km/h. Watt pro kg setzt deine Dauerleistung ins Verhältnis zum Körpergewicht: 220 W bei 75 kg ergeben 2,93 W/kg.

Im Krafttraining ist das geschätzte 1RM ein Richtwert für Belastungsplanung. Wer 80 kg 8-mal bewegt, schafft rechnerisch etwa 100 kg einmal. Das Trainingsvolumen beschreibt dagegen die bewegte Last über Sätze, Wiederholungen und Gewicht: 3 × 10 × 60 kg ergeben 1.800 kg pro Einheit.

Für Puls und Alltag sind Schätzwerte hilfreich, aber nie so genau wie eine Messung. Die maximale Herzfrequenz lässt sich nach Tanaka mit 208 und 0,7 × Alter abschätzen: mit 35 Jahren sind das rund 184 Schläge pro Minute, mit 50 Jahren 173. 10.000 Schritte entsprechen bei 1,70 m Körpergröße etwa 7,1 km, bei 1,80 m rund 7,5 km.

Was du vor dem Rechnen klären solltest

Gute Eingaben machen den Unterschied. Bei Ausdauerwerten brauchst du eine belastbare Strecke und eine realistische Zeit, idealerweise aus einem Lauf, einer Einheit im Becken oder einer geplanten Renndistanz. Beim Triathlon solltest du die Wechselzeiten bewusst eintragen, weil sie zur Gesamtzeit gehören.

Beim Rad hängen Ergebnisse stark vom Material ab: Reifenbreite, Systemgewicht, Radumfang, Kettenblatt, Ritzel und Akkuannahmen verändern die Ausgabe. Beim Reifendruck ist das Zusammenspiel aus Gewicht und Reifenbreite zentral. Im verwendeten Modell ergeben 80 kg Fahrer plus 9 kg Rennrad auf 28-mm-Reifen mit Schlauch etwa 6,2 bar hinten und 5,8 bar vorne, tubeless rund 0,3 bar weniger. Maßgeblich bleiben die Freigaben und Druckgrenzen von Reifen und Felge; diese Modellwerte passen nicht automatisch zu jedem System.

Bei Kraftwerten zählen saubere Technik und vergleichbare Bedingungen. Ein geschätztes 1RM ist kein Testversuch unter Wettkampfbedingungen. Kraftstandards und DOTS helfen beim Einordnen, ersetzen aber keine Trainingssteuerung. Für Touren gilt: Distanz, Höhenmeter, Pausen, Gepäck und Können gemeinsam betrachten. Die verwendete 10-%-Faustregel für Tagesrucksäcke ist ein grober Planungswert, keine individuell sichere Belastungsgrenze.

Häufige Fragen

Welcher Rechner hilft mir beim Laufziel?

Der Pace-Rechner passt, wenn du Strecke, Zeit, Tempo oder Zielpace für einen Lauf bestimmen willst. 10 km in 50 Minuten ergeben 5:00 min/km. Für einen Halbmarathon unter 2 Stunden brauchst du höchstens 5:41 min/km.

Wie berechne ich die richtige Fahrradgröße?

Die Fahrradgröße berechnest du über die Schrittlänge und den Radtyp. Beim Trekking- und Citybike wird mit × 0,66 gerechnet, beim Mountainbike mit × 0,574 und beim Rennrad mit × 0,665. Bei 83 cm Schrittlänge ergibt das Modell rund 55 cm Trekkingrahmenhöhe. Geometrie, Herstellerangaben und eine Probefahrt bleiben entscheidend.

Wie schätze ich mein 1RM im Krafttraining?

Dein 1RM schätzt du aus Gewicht und Wiederholungen. Nach der Epley-Formel gilt: Gewicht × (1 + Wiederholungen ÷ 30). Wer 80 kg 8-mal bewegt, schafft rechnerisch etwa 100 kg einmal.

Wie viele Kilometer sind 10.000 Schritte?

10.000 Schritte entsprechen je nach Körpergröße ungefähr 7,1 km bis 7,5 km. Bei 1,70 m Körpergröße sind es etwa 7,1 km, bei 1,80 m rund 7,5 km. Für 1 km brauchst du je nach Größe 1.300 bis 1.500 Schritte.

Wie schwer darf ein Rucksack beim Wandern sein?

Als grobe Planungswerte verwendet der Rechner beim Tagesrucksack 10 % des Körpergewichts und bei Mehrtagestouren Körpergewicht geteilt durch 5, bei gut Trainierten durch 4. Das sind keine individuell sicheren Belastungsgrenzen. Bei 75 kg sind das 7,5 kg für die Tageswanderung und 15 kg fürs Trekking.