Kaufpreisfaktor-Rechner

350.000 € Kaufpreis bei 1.200 € Kaltmiete: Faktor 24,3 = 4,11 % Bruttorendite. Mit Nebenkosten, Nettorendite, Maximalpreis und Zielmiete.

Stand 23.09.2026Quelle: Bundesministerium der JustizVon Sebastian Wiercinski

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Ohne Nebenkosten, ohne Stellplatzmiete, wenn die separat vermietet wird. Ist-Miete, nicht Wunschmiete.

Grunderwerbsteuer 3,5-6,5 % + Notar/Grundbuch ~1,5 % + ggf. Makler 3,57 %.

Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall. Richtwert 70 m²: 372 € Verwaltung + 70 × 14,58 € Instandhaltung + 2 % Mietausfall = 1.681 € (II. BV 2026).

Kaufpreisfaktor24,31 Jahresmieten
Bruttomietrendite
4,11 %
Faktor inkl. Kaufnebenkosten
26,74
Bruttorendite inkl. Nebenkosten
3,74 %
Nettomietrendite?
3,3 %
Jahresnettokaltmiete
14.400,00 €
Einordnung (Faustregel)
marktüblich
Faktor und Rendite bei anderen Mieten
Kaltmiete/MonatFaktorBruttorenditeNettorendite
960 €30,43,29 %2,56 %
1.080 €27,03,7 %2,93 %
1.200 €24,34,11 %3,3 %
1.320 €22,14,53 %3,68 %
1.440 €20,34,94 %4,05 %
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Jahresmiete: 1.200,00 € × 12 = 14.400,00 €
  2. Faktor: 350.000 € ÷ 14.400,00 € = 24,31; Bruttorendite 100 ÷ 24,31 = 4,11 %
  3. Mit 10 % Nebenkosten: 385.000 € ÷ 14.400,00 € = 26,74
  4. Nettorendite: (14.400,00 € − 1.681 €) ÷ 385.000 € = 3,3 %

Was bedeutet der Kaufpreisfaktor bei einer Immobilie?

Der Kaufpreisfaktor zeigt, wie viele Jahresnettokaltmieten im Kaufpreis stecken. Er wird auch Vervielfältiger oder Mietmultiplikator genannt. Gemeint ist die Kaltmiete ohne umlagefähige Nebenkosten. Separat vermietete Stellplätze solltest du nur einbeziehen, wenn die Einnahme wirklich dauerhaft zur Immobilie gehört.

Der Faktor ist praktisch, weil du damit Angebote schnell vergleichbar machst. Eine Wohnung mit höherer Miete kann bei gleichem Kaufpreis besser aussehen als eine ähnlich teure Wohnung mit niedrigerer Miete. Umgekehrt kann ein sehr niedriger Faktor auf ein gutes Verhältnis von Preis zu Miete hindeuten, aber auch auf Risiken wie Sanierungsbedarf, schwierige Vermietbarkeit oder eine weniger gefragte Lage.

Als grobe Einordnung gelten niedrige Faktoren als renditestärker. In der Tabelle wird ein Kaufpreisfaktor von 20 als günstig eingeordnet, ein Faktor von 25 als marktüblich und ein Faktor von 30 als teuer. Noch höhere Faktoren können bedeuten, dass die Rechnung stärker auf Wertsteigerung als auf laufende Mieteinnahmen angewiesen ist. Diese Faustregel ersetzt aber keine Prüfung von Lage, Zustand, Mietvertrag, Rücklagen und Finanzierung.

So kannst du den Kaufpreisfaktor berechnen

Wähle im Rechner aus, ob du den Kaufpreisfaktor, einen maximalen Kaufpreis oder die nötige Miete berechnen möchtest, und trage die passenden Werte ein.

Die Rechnung ist einfach: Du bildest zuerst die Jahresnettokaltmiete aus der monatlichen Nettokaltmiete mal 12. Danach teilst du den Kaufpreis durch diese Jahresmiete. Die Bruttomietrendite ist die umgekehrte Sicht auf dieselbe Beziehung: Je niedriger der Faktor, desto höher die Bruttorendite.

Beispiel: Bei 350.000 € Kaufpreis und 1.200,00 € Nettokaltmiete pro Monat beträgt die Jahresnettokaltmiete 14.400,00 €. Daraus ergibt sich:

  • Jahresmiete: 1.200,00 € × 12 = 14.400,00 €
  • Faktor: 350.000 € ÷ 14.400,00 € = 24,31
  • Bruttomietrendite: 4,11 %

Sobald Kaufnebenkosten einbezogen werden, verschiebt sich die Betrachtung. Bei 10 % Kaufnebenkosten steigt die eingesetzte Summe auf 385.000 €. Damit liegt der Faktor inkl. Kaufnebenkosten bei 26,74 und die Bruttorendite inkl. Nebenkosten bei 3,74 %. Wenn zusätzlich nicht umlagefähige Kosten von 1.681 € pro Jahr berücksichtigt werden, ergibt sich in diesem Beispiel eine Nettomietrendite von 3,3 %.

Kaufpreisfaktor und Mietrendite richtig einordnen

Der Kaufpreisfaktor und die Bruttomietrendite beschreiben denselben Zusammenhang aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ein Faktor von 20 entspricht in der Tabelle einer Bruttorendite von 5 %. Ein Faktor von 25 entspricht 4 %. Bei Faktor 30 sind es 3,33 %. Mit 10 % Kaufnebenkosten sinkt die Rendite in diesen Beispielen auf 4,55 %, 3,64 % und 3,03 %.

Kaufpreisfaktor Bruttorendite inkl. 10 % Nebenkosten Einordnung
20 5 % 4,55 % günstig
25 4 % 3,64 % marktüblich
30 3,33 % 3,03 % teuer
35 2,86 % 2,6 % sehr teuer

Diese Werte helfen dir vor allem beim ersten Vergleich. Für die Kaufentscheidung reicht der Bruttowert aber nicht aus. Er sagt nichts darüber, ob die Finanzierung tragfähig ist, wann größere Instandhaltung ansteht oder ob die Miete rechtlich und marktseitig stabil ist.

Auch die Nebenkosten machen einen spürbaren Unterschied. Ein Objekt mit 500.000 € Kaufpreis, 2.000 € Monatsmiete und 8 % Kaufnebenkosten hat einen Kaufpreisfaktor von 20,83 Jahresmieten. Die Bruttomietrendite liegt bei 4,8 %. Inklusive Nebenkosten ergibt sich ein Faktor von 22,50 und eine Bruttorendite inkl. Nebenkosten von 4,44 %. Die Nettomietrendite liegt bei 4,13 %, wenn 1.681 € nicht umlagefähige Kosten pro Jahr angesetzt werden.

Maximaler Kaufpreis oder nötige Miete: so nutzt du den Faktor rückwärts

Du kannst die Rechnung auch umdrehen. Wenn du eine Zielrendite vorgibst, lässt sich ein maximaler Kaufpreis ableiten. Oder du startest mit einem Kaufpreis und fragst, welche Nettokaltmiete dafür nötig wäre.

Bei 1.500 € Nettokaltmiete pro Monat und 4 % gewünschter Bruttomietrendite ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von 450.000 €. Die Jahresnettokaltmiete beträgt 18.000,00 €. Wenn die Rendite auch die Kaufnebenkosten tragen soll, liegt der maximale Kaufpreis bei 409.090 €. Das zeigt, warum du Nebenkosten nicht erst nach dem Angebot prüfen solltest.

Ein anderes Beispiel: Bei 2.000 € Monatsmiete und 5 % gewünschter Bruttomietrendite ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von 480.000 €. Wenn die Nebenkosten in die Renditebetrachtung einfließen sollen, sind es 436.363 €. Der entsprechende Kaufpreisfaktor beträgt 20,00.

Andersherum kannst du die nötige Miete bestimmen. Kostet eine Immobilie 300.000 € und du möchtest 4,5 % Bruttomietrendite erreichen, ergibt sich eine nötige Kaltmiete pro Monat von 1.125,00 €. Bei 450.000 € Kaufpreis und 3,5 % Zielrendite wären 1.312,50 € nötig. Ob eine solche Miete realistisch und zulässig ist, musst du separat prüfen.

Typische Fehler beim Kaufpreisfaktor berechnen

Der häufigste Fehler ist die falsche Miete. Verwende die Nettokaltmiete, nicht die Warmmiete. Betriebskosten, die du nur für Mieter einsammelst und weiterleitest, verbessern deine Rendite nicht. Auch Wunschmieten sind riskant. Rechne erst mit der Ist-Miete und prüfe mögliche Anpassungen getrennt.

Ein zweiter Fehler ist der Vergleich ohne Kaufnebenkosten. Der reine Kaufpreisfaktor kann noch ordentlich aussehen, während der Faktor inkl. Nebenkosten deutlich höher liegt. Beim Beispiel mit 350.000 € Kaufpreis und 1.200 € Miete steigt der Faktor von 24,31 auf 26,74, wenn 10 % Kaufnebenkosten berücksichtigt werden.

Drittens solltest du den Faktor nicht mit Cashflow verwechseln. Die Nettomietrendite berücksichtigt nicht umlagefähige Kosten, aber noch nicht automatisch deine konkrete Finanzierung, Tilgung, Steuern oder geplante Modernisierungen. Bei 350.000 € Kaufpreis, 1.200 € Miete und 2.500 € nicht umlagefähigen Kosten pro Jahr bleibt der Kaufpreisfaktor bei 24,31, die Nettomietrendite sinkt aber auf 3,09 %. Der Faktor selbst merkt also nicht, ob laufende Kosten höher ausfallen.

Nutze den Kaufpreisfaktor deshalb als Schnellfilter. Wenn mehrere Angebote ähnlich wirken, sortiere sie nach Faktor, Rendite inkl. Nebenkosten und Nettomietrendite. Danach kommen die Detailfragen: Zustand des Gebäudes, Leerstandsrisiko, Mietvertrag, Rücklagen, Finanzierung und steuerliche Folgen.

Tabellen zum Nachschlagen

Kaufpreisfaktor in Mietrendite umrechnen

Bruttomietrendite = 100 ÷ Faktor; mit 10 % Nebenkosten = 100 ÷ (Faktor × 1,1)
KaufpreisfaktorBruttorenditeinkl. 10 % NebenkostenFaustregel
1010 %9,09 %günstig (hohe Mietrendite)
128,33 %7,58 %günstig (hohe Mietrendite)
156,67 %6,06 %günstig (hohe Mietrendite)
185,56 %5,05 %günstig (hohe Mietrendite)
205 %4,55 %günstig (hohe Mietrendite)
224,55 %4,13 %marktüblich
254 %3,64 %marktüblich
283,57 %3,25 %teuer
303,33 %3,03 %teuer
333,03 %2,75 %sehr teuer (Rendite nur über Wertsteigerung)
352,86 %2,6 %sehr teuer (Rendite nur über Wertsteigerung)
402,5 %2,27 %sehr teuer (Rendite nur über Wertsteigerung)

Angemessener Kaufpreis nach Monatsmiete und Faktor

Kaufpreis = Monatskaltmiete × 12 × Faktor
Kaltmiete/MonatFaktor 20Faktor 25Faktor 30
500 €120.000 €150.000 €180.000 €
750 €180.000 €225.000 €270.000 €
1.000 €240.000 €300.000 €360.000 €
1.200 €288.000 €360.000 €432.000 €
1.500 €360.000 €450.000 €540.000 €
2.000 €480.000 €600.000 €720.000 €
2.500 €600.000 €750.000 €900.000 €
3.000 €720.000 €900.000 €1.080.000 €

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

Du darfst die Grafiken kostenlos in Blogs, Artikeln, Präsentationen oder im Unterricht verwenden - einzige Bedingung ist ein Link auf diese Seite als Quelle (Lizenz CC BY 4.0).

Kaufpreisfaktor-Rechner: Der Kaufpreisfaktor ist Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete: 350.000 € ÷ 14.400 € = 24,3. Die Bruttomietrendite ist sein Kehrwert (100 ÷ 24,3 = 4,11 %); als Faustregel gilt ein Faktor bis 20 als günstig und über 30 als teuer.
Auf einen Blick
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Kaufpreisfaktor in Mietrendite umrechnen (Tabelle)
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Häufige Fragen

Wie berechnet man den Kaufpreisfaktor einer Immobilie?

Du berechnest den Kaufpreisfaktor, indem du den Kaufpreis durch die Jahresnettokaltmiete teilst. Bei 350.000 € Kaufpreis und 14.400,00 € Jahresnettokaltmiete ergibt sich 24,31. Die Jahresnettokaltmiete entsteht aus der monatlichen Nettokaltmiete mal 12.

Was ist ein guter Kaufpreisfaktor bei Immobilien?

Ein Kaufpreisfaktor von 20 wird in der Einordnung als günstig bewertet, 25 als marktüblich und 30 als teuer. Das ist nur eine grobe Orientierung. Eine Immobilie mit gutem Faktor kann trotzdem unattraktiv sein, wenn Instandhaltung, Leerstand, Finanzierung oder Lage nicht passen.

Welche Bruttomietrendite entspricht Faktor 25?

Faktor 25 entspricht 4 % Bruttomietrendite. Werden 10 % Kaufnebenkosten einbezogen, liegt die Rendite in der Tabelle bei 3,64 %. Deshalb solltest du beim Vergleich immer prüfen, ob du nur den Kaufpreis oder den gesamten Kapitaleinsatz betrachtest.

Wie hoch ist der Kaufpreisfaktor bei 250.000 € Kaufpreis und 1.000 € Miete?

Der Kaufpreisfaktor beträgt 20,83 Jahresmieten. Die Jahresnettokaltmiete liegt bei 12.000,00 €, die Bruttomietrendite bei 4,8 %. Mit 10 % Kaufnebenkosten ergibt sich ein Faktor inkl. Kaufnebenkosten von 22,92 und eine Bruttorendite inkl. Nebenkosten von 4,36 %.

Welcher Kaufpreis passt zu 1.500 € Nettokaltmiete und 4 % Rendite?

Bei 1.500 € Nettokaltmiete und 4 % gewünschter Bruttomietrendite ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von 450.000 €. Wenn die Rendite auch 10 % Kaufnebenkosten tragen soll, liegt der maximale Kaufpreis bei 409.090 €.

Welche Miete brauche ich für 300.000 € Kaufpreis und 4,5 % Rendite?

Du brauchst 1.125,00 € Nettokaltmiete pro Monat. Die Jahresnettokaltmiete beträgt dann 13.500,00 €, und der entsprechende Kaufpreisfaktor liegt bei 22,22. Ob diese Miete am Markt erzielbar und zulässig ist, musst du getrennt prüfen.

Warum unterscheidet sich Bruttomietrendite von Nettomietrendite?

Die Bruttomietrendite nutzt nur Kaufpreis und Nettokaltmiete. Die Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich nicht umlagefähige Kosten und Kaufnebenkosten. Im Beispiel mit 350.000 € Kaufpreis, 1.200 € Miete, 10 % Kaufnebenkosten und 1.681 € Kosten pro Jahr liegt sie bei 3,3 %.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026, Werte gültig ab 01.01.2026

Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.

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Kaufpreisfaktor-Rechner. Rechner-info.de, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/immobilien/kaufpreisfaktor-rechner