Vermessungskosten

Einfamilienhaus 200 m² BGF: Gebäudeeinmessung 1.380,40 € inkl. USt. Lageplan, Grenz- und Teilungsvermessung exakt nach dem amtlichen Kostentarif 2026.

Stand 23.09.2026Quelle: Land Nordrhein-WestfalenVon Sebastian Wiercinski

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Art der Vermessung

Gerechnet wird nach dem Kostentarif NRW. Andere Länder haben eigene Gebührenordnungen - dort ist das Ergebnis eine Orientierung.

Wer vermisst?

Gleiche Gebühren; Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure berechnen zusätzlich 19 % Umsatzsteuer.

Summe aller Grundrissebenen mit Außenmaßen inkl. Keller (DIN 277) - deutlich mehr als die Wohnfläche. Steht in den Bauantragsunterlagen.

Wird zusammen mit dem Haus eingemessen und mit 485 €/m² (NHK 2010, massive Garage) angesetzt.

Vermessungskosten gesamt1.380,40 €
Gebühren der Vermessungsstelle (netto)
1.160,00 €
Umsatzsteuer 19 %
220,40 €
Gebühr der Katasterbehörde (Fortführung)
0,00 €
Normalherstellungskosten (Gebührenbasis)
201.000,00 €
  • Die Gebäudeeinmessung ist Pflicht: Nach Fertigstellung musst du sie beantragen (in NRW § 16 VermKatG), sonst veranlasst sie das Katasteramt auf deine Kosten.
Gebühren im Einzelnen
LeistungTarifstelleWerGebühr
Grundaufwandspauschale1.2Vermessungsstelle380,00 €
Gebäude, Normalherstellungskosten 201.000 €1.4.1Vermessungsstelle780,00 €
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. NHK = 200 m² × 1.005 €/m² = 201.000,00 €
  2. Gebühren netto 1.160,00 € + USt 220,40 € = 1.380,40 €

Was bedeutet vermessung kosten bei Hausbau, Grenze und Teilung?

Vermessungskosten sind bei amtlichen Vermessungen keine frei verhandelbaren Preise. Für Nordrhein-Westfalen werden sie nach dem Kostentarif berechnet. Das macht die Rechnung vergleichsweise klar: Je nach Vermessungsart zählen andere Merkmale, etwa Brutto-Grundfläche, Gebäudeart, Bodenrichtwert, Grenzpunkte oder neue Flurstücke.

Wenn du ein anderes Bundesland auswählst, liefert die Rechnung eine Orientierung nach dem NRW-Tarif. Das passt gut, um Größenordnungen zu vergleichen. Für die verbindliche Rechnung gilt aber die Gebührenordnung des jeweiligen Bundeslands.

Ein weiterer Punkt ist, wer die Vermessung ausführt. Beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur kommt 19 % Umsatzsteuer hinzu. Beim Katasteramt wird diese Umsatzsteuer in der Rechnung nicht in gleicher Weise ausgewiesen. Die zugrunde liegenden Gebührenpositionen sind aber tariflich geregelt.

Du wählst oben die Vermessungsart und gibst die passenden Daten wie BGF, Grenzpunkte, Flächen oder Bodenrichtwert ein.

Wie werden Gebäudeeinmessung Kosten berechnet?

Bei der Gebäudeeinmessung geht es um das fertig errichtete Gebäude. Die Behörde übernimmt die Lage und Geometrie ins Liegenschaftskataster. Maßgeblich ist nicht die Wohnfläche, sondern die Brutto-Grundfläche. Die ist oft deutlich größer, weil sie nach Außenmaßen und über alle Grundrissebenen ermittelt wird.

Die Rechnung läuft in Worten so: Zuerst wird aus Brutto-Grundfläche und Normalherstellungskosten je m² eine Gebührenbasis gebildet. Dazu kommt bei Bedarf die Garage mit einem eigenen Ansatz. Aus dieser Gebührenbasis ergibt sich die Gebäudestufe im Tarif. Dazu kommt die Grundaufwandspauschale.

Beispiel Einfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen: Für ein Einfamilienhaus mit Keller, EG und ausgebautem Dach werden 200 m² BGF und 1.005 €/m² angesetzt. Daraus ergeben sich Normalherstellungskosten von 201.000,00 €. Die Gebühren der Vermessungsstelle betragen netto 1.160,00 €. Beim ÖbVI kommen 220,40 € Umsatzsteuer hinzu. Damit liegt die Rechnung bei 1.380,40 €.

Dass verschiedene Häuser denselben Betrag ergeben können, liegt an den Stufen im Tarif. Ein Einfamilienhaus mit 180 m² BGF und 20 m² Garage kommt bei 190.600,00 € Gebührenbasis ebenfalls auf 1.380,40 €. Auch eine Doppelhaushälfte mit 110 m² BGF und 15 m² Garage liegt bei 121.675,00 € Gebührenbasis bei 1.380,40 €.

Amtlicher Lageplan Kosten: warum BGF, Grundstück und Grenzpunkte zählen

Der amtliche Lageplan wird meist für den Bauantrag gebraucht. Er ist umfangreicher als eine einfache Skizze, weil er das Grundstück, das geplante Bauvorhaben und je nach Fall untersuchte Grenzen verbindet. Deshalb wirken hier mehrere Eingaben zusammen.

Ein Beispiel zeigt die Größenordnung: Bei 650 m² Grundstück, 220 m² BGF, 110 m² überbauter Fläche, 4 Grenzpunkten und 320 €/m² Bodenrichtwert entstehen 5.291,93 € Gesamtkosten. Die Gebühren der Vermessungsstelle betragen netto 4.447,00 €, die Umsatzsteuer 844,93 €. Der Wertfaktor liegt bei 1,6, die Normalherstellungskosten bei 243.100,00 €.

Bei einem Mehrfamilienhaus mit 300 m² BGF, 800 m² Grundstück, 180 m² überbauter Fläche und 6 Grenzpunkten ergibt die Rechnung 6.243,93 €. Hier liegen die Gebühren netto bei 5.247,00 €, die Umsatzsteuer bei 996,93 €. Die Normalherstellungskosten betragen 295.500,00 €.

Du siehst daran: Beim Lageplan kann ein zusätzlicher Grenzpunkt spürbar sein, weil untersuchte Grenzpunkte gesondert berücksichtigt werden. Gleichzeitig zählt die Gebäudeart über die Normalherstellungskosten. Ein Reihenmittelhaus mit 160 m² BGF, 500 m² Grundstück, 95 m² überbauter Fläche und 3 Grenzpunkten liegt im Beispiel bei 4.481,78 €.

Grenzvermessung Kosten: Grenzpunkte und Bodenrichtwert richtig einordnen

Bei einer Grenzvermessung wird die Grenze amtlich festgestellt oder abgemarkt. Die Anzahl der Grenzpunkte ist deshalb ein zentraler Kostentreiber. Ein rechteckiges Grundstück hat typischerweise 4 Eckpunkte. Kommen Knicke oder zusätzliche Grenzpunkte hinzu, steigt die Gebühr.

Auch der Bodenrichtwert wirkt über den Wertfaktor. Die Stufen sind im Rechner hinterlegt: bis 80 €/m² gilt 1,0, bis 200 €/m² gilt 1,3, bis 500 €/m² gilt 1,6, darüber gilt 1,9. Bei 250 €/m² ergibt sich also der Wertfaktor 1,6.

Für eine Grenzvermessung zur Abmarkung von 4 Grenzpunkten bei 250 €/m² zeigt die Rechnung 2.951,20 €. Davon entfallen 2.480,00 € auf die Gebühren der Vermessungsstelle und 471,20 € auf Umsatzsteuer.

Eine Grenzanzeige ist etwas anderes als eine Grenzvermessung. Dabei werden vorhandene Grenzpunkte nur gezeigt, ohne Grenztermin und ohne Katasteränderung. Für 6 Grenzpunkte bei 400 €/m² ergeben sich im Beispiel 3.308,20 €, mit 2.780,00 € netto und 528,20 € Umsatzsteuer.

Grenzpunkte BRW 60 €/m² BRW 150 €/m² BRW 300 €/m² BRW 600 €/m²
4 2.237 € 2.594 € 2.951 € 3.308 €
6 2.832 € 3.368 € 3.903 € 4.439 €
8 3.427 € 4.141 € 4.855 € 5.569 €

Teilungsvermessung Kosten: das größte neue Flurstück wird anders behandelt

Bei der Teilungsvermessung entstehen neue Flurstücke. Die Rechnung unterscheidet dabei die neuen Flächen. Das größte neue Flurstück bleibt bei der Flurstücksgebühr gebührenfrei, die übrigen neuen Flurstücke werden berechnet. Zusätzlich fällt die Katasterfortführung an.

Ein Beispiel: Ein Grundstück wird in 650 m² und 450 m² geteilt. Bei 180 €/m² Bodenrichtwert beträgt der Wertfaktor 1,3. Die Vermessungsstelle berechnet netto 2.869,00 €, die Umsatzsteuer beträgt 545,11 €, die Katasterfortführung 824,70 €. Insgesamt ergeben sich 4.238,81 €.

Wenn aus einem Grundstück zwei Flurstücke mit 600 m² und 400 m² entstehen und 2 zusätzliche Grenzpunkte beantragt werden, steigt die Rechnung auf 5.874,72 €. Die Gebühren der Vermessungsstelle betragen netto 4.128,00 €, die Umsatzsteuer 784,32 € und die Katasterfortführung 962,40 €. Der Wertfaktor liegt bei 1,6.

Bei drei neuen Flurstücken mit 500 m², 300 m² und 200 m² ergibt sich im Beispiel 7.202,42 €. Das zeigt: Mehr neue Flurstücke können stärker ins Gewicht fallen als eine einzelne Abtrennung.

Typische Fehler bei vermessung kosten vermeiden

Viele falsche Ergebnisse entstehen nicht durch die Formel, sondern durch unpassende Eingaben. Prüfe vor allem diese Punkte:

  • Wohnfläche statt BGF: Für die Gebäudeeinmessung zählt die Brutto-Grundfläche, nicht die Wohnfläche. Keller, Geschosse und Außenmaße können die BGF deutlich erhöhen.
  • Garage vergessen: Wird die Garage zusammen mit dem Haus eingemessen, gehört ihre BGF in die Rechnung.
  • Grenzanzeige mit Grenzvermessung verwechselt: Eine Grenzanzeige zeigt vorhandene Punkte. Eine Grenzvermessung mit Abmarkung ist amtlich weitergehend.
  • Grenzpunkte zu niedrig geschätzt: Ein Grundstück mit Knicken hat mehr relevante Punkte als ein einfaches Rechteck.
  • Bodenrichtwert falsch eingegeben: Der Wert beeinflusst den Wertfaktor. Wenn kein Bodenrichtwert vorhanden ist, ist im Rechner 0 vorgesehen.
  • Bundesland überbewertet: Die Rechnung orientiert sich am NRW-Tarif. Andere Länder können eigene Gebührenordnungen verwenden.

Praktisch ist: Für eine erste Kostenschätzung reichen oft die Bauunterlagen, der Lageplanentwurf und die geplante Teilungsfläche. Für die spätere Abrechnung zählen aber die tatsächlich beauftragte Leistung und die amtlich maßgeblichen Daten.

Tabellen zum Nachschlagen

Gebäudeeinmessung Kosten nach Brutto-Grundfläche (NRW 2026)

Wohngebäude mit Keller und ausgebautem Dach (1.005 €/m² NHK), ÖbVI inkl. 19 % USt - die Gebühr steigt in Stufen
BGFNHKKosten inkl. USt
90 m²90.450 €1.071,00 €
100 m²100.500 €1.380,40 €
150 m²150.750 €1.380,40 €
250 m²251.250 €1.380,40 €
340 m²341.700 €1.380,40 €
350 m²351.750 €1.999,20 €
500 m²502.500 €1.999,20 €
600 m²603.000 €2.927,40 €
800 m²804.000 €2.927,40 €
1000 m²1.005.000 €5.093,20 €

Grenzvermessung Kosten nach Grenzpunkten und Bodenrichtwert

Grenzvermessung mit Grenztermin, ÖbVI inkl. 19 % USt (Katasterfortführung gebührenfrei)
GrenzpunkteBRW 60 €/m²BRW 150 €/m²BRW 300 €/m²BRW 600 €/m²
11.345 €1.434 €1.523 €1.612 €
21.642 €1.821 €1.999 €2.178 €
31.940 €2.207 €2.475 €2.743 €
42.237 €2.594 €2.951 €3.308 €
62.832 €3.368 €3.903 €4.439 €
83.427 €4.141 €4.855 €5.569 €
104.022 €4.915 €5.807 €6.700 €

Teilungsvermessung Kosten: ein neues Baugrundstück abteilen

Abgeteilte Fläche (kleineres Flurstück), ÖbVI inkl. USt plus Katasterfortführung
Abgeteilte FlächeBRW 60 €/m²BRW 150 €/m²BRW 300 €/m²BRW 600 €/m²
80 m²3.019 €3.541 €4.064 €4.587 €
300 m²3.555 €4.239 €4.923 €5.607 €
450 m²3.555 €4.239 €4.923 €5.607 €
800 m²3.957 €4.762 €5.566 €6.371 €
2.000 m²4.360 €5.285 €6.210 €7.135 €

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Vermessungskosten: Die Gebühren für amtliche Vermessungen sind gesetzlich festgelegt: In NRW kostet die Gebäudeeinmessung eines Einfamilienhauses mit 200 m² Brutto-Grundfläche 1.160 € plus 19 % USt, also 1.380,40 €. Eine Grenzvermessung mit 4 Grenzpunkten bei 250 €/m² Bodenrichtwert kostet 2.480 € plus USt, also 2.951,20 €.
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Gebäudeeinmessung Kosten nach Brutto-Grundfläche (NRW 2026) (Tabelle)
Gebäudeeinmessung Kosten nach Brutto-Grundfläche (NRW 2026)
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Häufige Fragen

Was kostet eine Gebäudeeinmessung für ein Einfamilienhaus?

Eine Gebäudeeinmessung für ein Einfamilienhaus mit 200 m² BGF kostet im Beispiel 1.380,40 €. Darin stecken 1.160,00 € Gebühren der Vermessungsstelle und 220,40 € Umsatzsteuer. Grundlage sind Normalherstellungskosten von 201.000,00 €.

Was kostet eine Gebäudeeinmessung mit Garage?

Eine Gebäudeeinmessung mit 180 m² BGF und 20 m² Garage kostet im Beispiel 1.380,40 €. Die Gebührenbasis liegt bei 190.600,00 €. Die Garage wird also berücksichtigt, führt hier aber nicht zu einer höheren Gebührenstufe.

Wie teuer ist ein amtlicher Lageplan für den Bauantrag?

Ein amtlicher Lageplan kostet im Beispiel 5.291,93 €. Gerechnet wurde mit 650 m² Grundstück, 220 m² BGF, 110 m² überbauter Fläche, 4 Grenzpunkten und 320 €/m² Bodenrichtwert. Der Wertfaktor beträgt dabei 1,6.

Was kostet eine Grenzvermessung mit 4 Grenzpunkten?

Eine Grenzvermessung mit 4 Grenzpunkten kostet bei 250 €/m² Bodenrichtwert 2.951,20 €. Die Gebühren der Vermessungsstelle betragen 2.480,00 € netto, dazu kommen 471,20 € Umsatzsteuer beim ÖbVI.

Was kostet eine Grenzanzeige mit 6 Grenzpunkten?

Eine Grenzanzeige mit 6 Grenzpunkten kostet bei 400 €/m² Bodenrichtwert 3.308,20 €. Sie unterscheidet sich von der Grenzvermessung, weil vorhandene Grenzpunkte nur angezeigt werden und keine Katasteränderung erfolgt.

Was kostet eine Teilungsvermessung in zwei Flurstücke?

Eine Teilungsvermessung in 650 m² und 450 m² kostet bei 180 €/m² Bodenrichtwert 4.238,81 €. Enthalten sind 2.869,00 € netto für die Vermessungsstelle, 545,11 € Umsatzsteuer und 824,70 € Katasterfortführung.

Warum ist die Brutto-Grundfläche bei der Gebäudeeinmessung höher als die Wohnfläche?

Die Brutto-Grundfläche wird nach den Grundrissebenen und Außenmaßen angesetzt, nicht nach der Wohnfläche. Deshalb können Keller, Außenwände und weitere Ebenen mitzählen. Im Beispiel mit 200 m² BGF und 1.005 €/m² entstehen Normalherstellungskosten von 201.000,00 €.

Gelten die berechneten Vermessungskosten in jedem Bundesland?

Die berechneten Vermessungskosten orientieren sich am NRW-Kostentarif. Für andere Bundesländer sind die Werte eine Orientierung, weil dort eigene Gebührenordnungen gelten können. Ein Beispiel in Bayern mit 140 m² BGF zeigt trotzdem 1.380,40 € nach dieser Rechenlogik.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026, Werte gültig ab 01.01.2026
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Vermessungskosten. Rechner-info.de, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/immobilien/vermessungskosten-rechner