U-Wert-Rechner
U-Wert berechnen nach DIN EN ISO 6946 für Wand, Dach und Boden: bis 6 Schichten, λ-Werte gängiger Baustoffe, GEG-Höchstwert 0,24 und nötige Dämmstärke.
- GEG-Sanierung (Anlage 7)
- Erfüllt: 0,213 ≤ 0,24 W/(m²K) (Außenwand)
- GEG-Höchstwert für dieses Bauteil
- 0,24 W/(m²K)
- Neubau-Referenz (GEG Anlage 1)
- Erfüllt: 0,213 ≤ 0,28 W/(m²K) (Referenzgebäude)
- Passivhaus-Niveau (0,15)
- Nicht erfüllt: 0,213 > 0,15 W/(m²K) - es fehlen 6,9 cm Dämmung mit λ 0,035
- Zusatzdämmung bis GEG-Wert
- 0,0 cm
- Zusatzdämmung bis 0,15 W/(m²K)
- 6,9 cm
- Wärmedurchlasswiderstand R der Schichten
- 4,521 m²K/W
- Wärmedurchgangswiderstand R_T (mit Rsi + Rse)
- 4,691 m²K/W
- Gesamtdicke
- 41,5 cm
- Wärmeverlust bei 30 K Temperaturdifferenz
- 6,4 W/m²
Schichtaufbau
| Schicht | Dicke | λ | R = d/λ | Anteil am Wärmeschutz |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kalkgipsputz innen | 1,5 cm | 0,700 W/(m·K) | 0,021 m²K/W | 1 % |
| 2. Hochlochziegel (1.200 kg/m³) | 24,0 cm | 0,500 W/(m·K) | 0,480 m²K/W | 11 % |
| 3. Mineralwolle WLS 035 | 14,0 cm | 0,035 W/(m·K) | 4,000 m²K/W | 89 % |
| 4. Kalkzementputz außen | 2,0 cm | 1,000 W/(m·K) | 0,020 m²K/W | 0 % |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Schichten: R = 0,015/0,7 + 0,24/0,5 + 0,14/0,035 + 0,02/1 = 4,521 m²K/W
- Mit Übergängen: R_T = 0,13 + 4,521 + 0,04 = 4,691 m²K/W
- U = 1 ÷ 4,691 = 0,213 W/(m²K)
- Dämmung bis GEG 0,24: λ × (1/0,24 − R_T) = 0,0 cm
Was sagt der U-Wert über ein Bauteil aus?
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil nach außen wandert. Je niedriger der Wert, desto besser hält die Konstruktion Wärme zurück. Er passt deshalb gut, wenn du Wand, Dach, Kellerdecke oder Bodenplatte energetisch vergleichen willst.
Ein Beispiel zeigt die Größenordnung: Eine Außenwand mit Hochlochziegel, Mineralwolle WLS 035 und Putz kommt auf 0,213 W/(m²K). Bei 30 K Temperaturdifferenz entspricht das einem Wärmeverlust von 6,4 W/m². Eine ungedämmte Außenwand aus 30 cm Vollziegel liegt dagegen bei 1,719 W/(m²K) und 51,6 W/m². Der Unterschied kommt nicht durch den Putz, sondern vor allem durch die Dämmschicht.
Wichtig ist: Der U-Wert ist ein Bauteilwert. Er sagt nichts über Luftundichtigkeiten, Wärmebrücken, Feuchteverhalten oder die Qualität der Ausführung auf der Baustelle. Für einen schnellen Vergleich des Schichtaufbaus ist er aber sehr hilfreich.
Wie funktioniert der U-Wert-Rechner?
Du wählst das Bauteil, trägst die Schichten von innen nach außen mit Dicke und Wärmeleitfähigkeit λ ein und der Rechner ermittelt daraus U-Wert, Widerstände und fehlende Dämmstärke.
Die Rechnung läuft über den Wärmewiderstand. Jede Schicht bekommt einen eigenen Widerstand: Dicke geteilt durch λ. Gute Dämmstoffe haben meist einen kleinen λ-Wert und liefern bei gleicher Dicke einen größeren Widerstand. Danach werden die Widerstände der Schichten addiert. Dazu kommen die inneren und äußeren Oberflächenwiderstände, bei einer Außenwand Rsi 0,13 und Rse 0,04 m²K/W. Aus dem gesamten Widerstand entsteht der U-Wert: U ist der Kehrwert des Gesamtwiderstands.
Durchgerechnetes Beispiel für eine Außenwand: Kalkgipsputz innen 1,5 cm mit λ 0,7, Hochlochziegel 24 cm mit λ 0,5, Mineralwolle WLS 035 mit 14 cm und Kalkzementputz außen 2 cm mit λ 1. Die Schichten ergeben zusammen R 4,521 m²K/W. Mit Rsi 0,13 und Rse 0,04 wird daraus R_T 4,691 m²K/W. Der U-Wert liegt bei 0,213 W/(m²K). Die Gesamtdicke beträgt 41,5 cm.
Du siehst an diesem Beispiel auch, welche Schicht den größten Beitrag liefert: Die Mineralwolle hat R 4 und trägt 88,5 zum Schichtwiderstand bei. Der Hochlochziegel liegt bei R 0,48, der Innenputz bei R 0,0214 und der Außenputz bei R 0,02. Deshalb verändert zusätzliche Dämmung den U-Wert viel stärker als eine kleine Putzänderung.
Welche U-Werte fordert das GEG bei Sanierung und Neubau?
Für die Einordnung vergleicht der Rechner den berechneten Wert mit passenden Höchstwerten. Bei einer Außenwand gilt für die Sanierung 0,24 W/(m²K), beim Referenzgebäude im Neubau 0,28 W/(m²K). Für Steildach oder oberste Geschossdecke liegt der Sanierungswert ebenfalls bei 0,24 W/(m²K), der Neubau-Referenzwert bei 0,20 W/(m²K). Beim Flachdach sind 0,20 W/(m²K) angesetzt. Kellerdecke und Bodenplatte gegen Erdreich werden mit 0,30 W/(m²K) in der Sanierung und 0,35 W/(m²K) beim Referenzgebäude verglichen.
Kleine Tabelle zur Orientierung:
| Bauteil | GEG Sanierung | GEG Referenz Neubau | Passivhaus |
|---|---|---|---|
| Außenwand | 0,24 | 0,28 | 0,15 |
| Steildach / oberste Geschossdecke | 0,24 | 0,20 | 0,15 |
| Flachdach mit Abdichtung | 0,20 | 0,20 | 0,15 |
| Kellerdecke zum unbeheizten Keller | 0,30 | 0,35 | 0,15 |
| Bodenplatte / Wand gegen Erdreich | 0,30 | 0,35 | 0,15 |
| Fenster, Fenstertüren (Uw) | 1,30 | 1,30 | 0,80 |
Ein gedämmtes Steildach mit 20 cm Mineralwolle WLS 035, 2 cm Gipskarton, 2 cm Holzfaser und 2 cm Kalkzementputz erreicht 0,155 W/(m²K). Damit erfüllt es den Sanierungswert 0,24 W/(m²K) und den Neubau-Referenzwert 0,2 W/(m²K). Für 0,15 W/(m²K) fehlen rechnerisch 0,7 cm Dämmung mit λ 0,035.
Wie viel Dämmung brauchst du für einen Ziel-U-Wert?
Die nötige Dämmstärke hängt von zwei Dingen ab: vom vorhandenen Bauteil und vom λ-Wert der Zusatzdämmung. Deshalb reicht eine pauschale Aussage wie “mehr Dämmung ist besser” nicht aus. Ein massives Bauteil mit schwacher Dämmwirkung braucht deutlich mehr Zusatzdämmung als ein bereits wärmedämmender Stein.
Bei einer ungedämmten Außenwand aus 30 cm Vollziegel mit Innenputz und Außenputz liegt der U-Wert bei 1,719 W/(m²K). Für den Sanierungswert 0,24 W/(m²K) fehlen 12,6 cm Dämmung mit λ 0,035. Für 0,15 W/(m²K) wären es 21,3 cm. Die Gesamtdicke des ungedämmten Aufbaus liegt bei 33,5 cm, der Wärmeverlust bei 30 K Temperaturdifferenz bei 51,6 W/m².
Anders sieht es bei 36,5 cm Porenbeton aus. Mit Innenputz und Außenputz erreicht die Wand 0,259 W/(m²K). Der Neubau-Referenzwert 0,28 W/(m²K) ist damit erfüllt, der Sanierungswert 0,24 W/(m²K) noch nicht. Es fehlen 1,1 cm Dämmung mit λ 0,035. Für 0,15 W/(m²K) fehlen 9,8 cm.
Auch bei anderen Bauteilen ist der Zielwert entscheidend. Eine Kellerdecke mit 16 cm EPS grau WLS 032 und 1,5 cm Kalkgipsputz kommt auf 0,187 W/(m²K). Der GEG-Wert 0,30 W/(m²K) ist erfüllt, für 0,15 W/(m²K) fehlen 4,6 cm Dämmung mit λ 0,035. Eine Bodenplatte gegen Erdreich aus 20 cm Stahlbeton und 12 cm XPS erreicht 0,271 W/(m²K). Auch das erfüllt 0,30 W/(m²K), bleibt aber klar über 0,15 W/(m²K).
Welche Fehler solltest du beim U-Wert berechnen vermeiden?
Der häufigste Fehler ist ein falscher λ-Wert. WLS 035 bedeutet λ 0,035 W/(m·K), nicht 35 W/(m·K). Wenn du hier die falsche Größenordnung einträgst, wird die berechnete Zusatzdämmung unsinnig. Das sieht man an einer Rechnung mit 30 cm Vollziegel und 14 cm Mineralwolle: Der U-Wert des Schichtaufbaus liegt bei 0,218 W/(m²K), aber eine falsch eingetragene Zusatzdämmung mit λ 35 führt zu einer rechnerischen Zusatzdämmung von 7.297,0 cm bis 0,15 W/(m²K). Das ist ein Eingabefehler, kein sinnvoller Planungswert.
Achte außerdem darauf, die Dicken in cm einzutragen, aber λ in W/(m·K). Die Rechenwege arbeiten intern mit Metern, deshalb ist die Einheit wichtig. Die Reihenfolge der Schichten sollte von innen nach außen stimmen, weil der Rechner passende Übergangswiderstände für das Bauteil berücksichtigt.
Noch ein Praxispunkt: Der U-Wert-Rechner bewertet den idealisierten, ebenen Schichtaufbau. Sparrenanteile im Dach, Dübel, Anschlüsse, Rollladenkästen, Fensterlaibungen und Wärmebrücken können den realen Wärmeverlust erhöhen. Nutze das Ergebnis deshalb als belastbare Näherung für den Schichtaufbau, nicht als vollständigen energetischen Nachweis für ein ganzes Gebäude.
Tabellen zum Nachschlagen
U-Wert Außenwand nach Dämmstärke (WLS 035)
| Wand | ohne | 6 cm | 8 cm | 10 cm | 12 cm | 14 cm | 16 cm | 20 cm | 24 cm |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vollziegel 24 cm | 1,97 | 0,45 | 0,36 | 0,30 | 0,25 | 0,22 | 0,20 | 0,16 | 0,14 |
| Hochlochziegel 24 cm | 1,45 | 0,42 | 0,34 | 0,28 | 0,24 | 0,21 | 0,19 | 0,16 | 0,13 |
| Kalksandstein 17,5 cm | 2,58 | 0,48 | 0,37 | 0,31 | 0,26 | 0,23 | 0,20 | 0,16 | 0,14 |
| Stahlbeton 20 cm | 3,35 | 0,50 | 0,39 | 0,32 | 0,27 | 0,23 | 0,21 | 0,17 | 0,14 |
| Porenbeton 30 cm | 0,31 | 0,20 | 0,18 | 0,16 | 0,15 | 0,14 | 0,13 | 0,11 | 0,10 |
Wie viel Dämmung für U-Wert 0,24, 0,20 oder 0,15? Dämmdicke in cm
| Ziel-U-Wert | λ 0,024 | λ 0,032 | λ 0,035 | λ 0,04 | λ 0,045 |
|---|---|---|---|---|---|
| 0,30 W/(m²K) | 7,6 cm | 10,1 cm | 11,1 cm | 12,7 cm | 14,2 cm |
| 0,24 W/(m²K) | 9,6 cm | 12,8 cm | 14,0 cm | 16,0 cm | 18,0 cm |
| 0,20 W/(m²K) | 11,6 cm | 15,5 cm | 16,9 cm | 19,3 cm | 21,7 cm |
| 0,15 W/(m²K) | 15,6 cm | 20,8 cm | 22,7 cm | 26,0 cm | 29,2 cm |
| 0,14 W/(m²K) | 16,7 cm | 22,3 cm | 24,4 cm | 27,9 cm | 31,4 cm |
| 0,12 W/(m²K) | 19,6 cm | 26,1 cm | 28,6 cm | 32,7 cm | 36,7 cm |
| 0,10 W/(m²K) | 23,6 cm | 31,5 cm | 34,4 cm | 39,3 cm | 44,2 cm |
U-Wert Höchstwerte nach GEG und Passivhaus
| Bauteil | GEG Sanierung | GEG Referenz Neubau | Passivhaus |
|---|---|---|---|
| Außenwand | 0,24 | 0,28 | 0,15 |
| Steildach / oberste Geschossdecke | 0,24 | 0,20 | 0,15 |
| Flachdach mit Abdichtung | 0,20 | 0,20 | 0,15 |
| Kellerdecke zum unbeheizten Keller | 0,30 | 0,35 | 0,15 |
| Bodenplatte / Wand gegen Erdreich | 0,30 | 0,35 | 0,15 |
| Fenster, Fenstertüren (Uw) | 1,30 | 1,30 | 0,80 |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Wie berechnet man den U-Wert einer Wand?
Du berechnest den U-Wert über den Kehrwert des gesamten Wärmewiderstands. Für jede Schicht gilt: Dicke geteilt durch λ. Bei einer Außenwand kommen Rsi 0,13 und Rse 0,04 m²K/W hinzu. Im Beispiel mit 24 cm Hochlochziegel und 14 cm Mineralwolle ergibt das R_T 4,691 m²K/W und 0,213 W/(m²K).
Was ist ein guter U-Wert für eine Außenwand?
Ein guter U-Wert für eine sanierte Außenwand liegt bei höchstens 0,24 W/(m²K) nach GEG. Für Passivhaus-Niveau wird 0,15 W/(m²K) angesetzt. Eine Wand aus Kalksandstein mit 20 cm EPS grau erreicht 0,151 W/(m²K) und liegt damit sehr nah an diesem Niveau.
Welchen U-Wert hat 24 cm Hochlochziegel mit 8 cm EPS?
Der U-Wert liegt bei 0,338 W/(m²K), wenn 1,5 cm Kalkgipsputz, 24 cm Hochlochziegel und 8 cm EPS weiß WLS 035 angesetzt werden. Der GEG-Sanierungswert 0,24 W/(m²K) wird damit nicht erreicht. Rechnerisch fehlen 4,2 cm Dämmung mit λ 0,035.
Wie viel Dämmung fehlt bis 0,15 W/(m²K)?
Das hängt vom vorhandenen Aufbau ab. Bei der Außenwand mit 24 cm Hochlochziegel, 14 cm Mineralwolle WLS 035 und Putz fehlen 6,9 cm Dämmung mit λ 0,035. Bei 30 cm Vollziegel ungedämmt fehlen 21,3 cm, bei 36,5 cm Porenbeton ohne Zusatzdämmung 9,8 cm.
Erfüllt eine Kellerdecke mit 16 cm EPS grau das GEG?
Ja, eine Kellerdecke mit 16 cm EPS grau WLS 032 erreicht 0,187 W/(m²K). Der GEG-Höchstwert für die Kellerdecke zum unbeheizten Keller liegt bei 0,30 W/(m²K). Für Passivhaus-Niveau 0,15 W/(m²K) fehlen in dieser Rechnung 4,6 cm Dämmung mit λ 0,035.
Welchen U-Wert hat ein Dach mit 24 cm Zellulose?
Ein Dach mit 24 cm Zellulose WLS 040 und 2 cm Gipskarton erreicht 0,161 W/(m²K). Der Sanierungswert 0,24 W/(m²K) und der Neubau-Referenzwert 0,2 W/(m²K) werden erfüllt. Für 0,15 W/(m²K) fehlen rechnerisch 1,6 cm Dämmung mit λ 0,035.
Welchen U-Wert müssen Fenster nach GEG haben?
Fenster und Fenstertüren werden mit Uw 1,30 W/(m²K) angesetzt, sowohl bei GEG Sanierung als auch beim GEG Referenz Neubau. Für Passivhaus wird 0,80 W/(m²K) genannt. Fenster werden anders bewertet als opake Bauteile wie Wand, Dach oder Kellerdecke.
Wie genau ist ein U-Wert-Rechner?
Der Rechner ist so genau wie deine Eingaben zu Dicke, Material und λ-Wert. Er bildet den ebenen Schichtaufbau ab und nutzt die passenden Oberflächenwiderstände. Nicht enthalten sind zum Beispiel Wärmebrücken, Anschlüsse, Durchdringungen oder Ausführungsfehler. Für den Vergleich von Dämmvarianten ist das Ergebnis gut nutzbar.
Quellen und Prüfung
- GEG Anlage 7: Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei Änderung bestehender Gebäude - Bundesministerium der Justiz
- GEG Anlage 1: Technische Ausführung des Referenzgebäudes (Wohngebäude) - Bundesministerium der Justiz
- Wärmeschutz im Gesamtkonzept: U-Werte 0,10-0,15 W/(m²K) - Passivhaus Institut (Passipedia)
- Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert - Passivhaus Institut (Passipedia)
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U-Wert-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/energie/u-wert-rechner

