Transformator-Rechner

Trafo berechnen: 230 V mit 1.000 zu 52 Windungen ergeben 11,96 V. Windungszahl für Wunschspannung, Windungen je Volt aus dem Kernquerschnitt, Ströme mit η.

Stand 23.09.2026Quelle: WikipediaVon Sebastian Wiercinski

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Was möchtest du berechnen?

Steckdose in Deutschland: 230 V.

Belastung bekannt als

Große Trafos über 99 %, ein 100-VA-Kleintrafo um 80 %, 1-VA-Trafos kaum 50 %. 100 % = idealer Trafo.

Sekundärspannung U₂11,96 V
Übersetzungsverhältnis ü = N₁ ÷ N₂
19,2308
Art
Abwärtstransformator: Spannung sinkt auf 1/19,23, Strom steigt um das 19,23-Fache
Primärstrom I₁
1,0000 A
Sekundärstrom I₂
17,3077 A
Aufgenommene Leistung P₁
230,00 W
Abgegebene Leistung P₂
207,00 W
Verlustleistung (Wärme)
23,00 W
Lastwiderstand und Wirkung auf der Primärseite?
Die Last hat 0,691 Ω; auf der Primärseite wirkt sie wie 255,6 Ω (× ü² = 369,8).
Spannungsbereich der Sekundärseite
Kleinspannung (bis 50 V Wechselspannung) - als Sicherheitstransformator nach DIN EN 61558 ist das SELV/PELV.
Andere Sekundärspannungen mit dieser Primärwicklung
U₂N₂üI₂ bei gleicher Leistung
3 V13 (13)76,6769 A
5 V22 (21,7)46,0041,4 A
6 V26 (26,1)38,3334,5 A
9 V39 (39,1)25,5623 A
12 V52 (52,2)19,1717,25 A
15 V65 (65,2)15,3313,8 A
18 V78 (78,3)12,7811,5 A
24 V104 (104,3)9,588,625 A
36 V157 (156,5)6,395,75 A
48 V209 (208,7)4,794,313 A
110 V478 (478,3)2,091,882 A
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. U₂ = U₁ · N₂ ÷ N₁ = 230 V · 52 ÷ 1.000 = 11,96 V
  2. ü = 230 ÷ 11,96 = 19,2308
  3. P₂ = η · P₁ = 90 % · 230 W = 207 W; I₂ = P₂ ÷ U₂ = 17,3077 A

Was du beim Transformator berechnen kannst

Ein Transformator verknüpft Spannung, Windungszahl und Strom über dasselbe Übersetzungsverhältnis. Wenn die Sekundärwicklung weniger Windungen hat als die Primärwicklung, sinkt die Spannung und der verfügbare Strom steigt entsprechend. Bei mehr Sekundärwindungen passiert das Gegenteil: Der Trafo arbeitet als Aufwärtstransformator.

Wähle im Rechner, ob du die Sekundärspannung, die Windungszahl oder die Windungen aus dem Kern berechnen möchtest, und trage die bekannten Werte ein. Typische Eingaben sind die Primärspannung U₁, die Primärwindungen N₁, die Sekundärwindungen N₂, die gewünschte Sekundärspannung U₂ und der Wirkungsgrad η.

Der Rechner behandelt den Trafo zunächst als ideales Verhältnis aus Spannungen und Windungen. Zusätzlich berücksichtigt er über den Wirkungsgrad, wie viel Leistung als Wärme verloren geht. So siehst du neben der Ausgangsspannung auch Strom, Leistung, Verlustleistung und den wirksamen Lastwiderstand auf der Primärseite.

Wie funktioniert die Transformator Formel?

Für die Grundrechnung gilt: Das Übersetzungsverhältnis ist Primärwindungszahl geteilt durch Sekundärwindungszahl. Dasselbe Verhältnis findest du bei Primärspannung geteilt durch Sekundärspannung. In Worten: Die Sekundärspannung ergibt sich aus Primärspannung mal Sekundärwindungen geteilt durch Primärwindungen.

Beispiel: Bei U₁ = 230 V, N₁ = 1.000 und N₂ = 52 rechnest du U₂ = 230 V · 52 ÷ 1.000. Das Ergebnis ist 11,96 V. Das Übersetzungsverhältnis liegt bei 19,2308. Der Trafo ist damit ein Abwärtstransformator: Die Spannung sinkt auf 1/19,23, der Strom steigt um das 19,23-Fache.

Wenn zusätzlich ein Primärstrom von 1 A und ein Wirkungsgrad von 90 % angesetzt werden, nimmt der Trafo 230,00 W auf. Abgegeben werden 207,00 W, als Wärme bleiben 23,00 W. Der Sekundärstrom beträgt dann 17,3077 A. Daran siehst du den typischen Zusammenhang: Niedrige Ausgangsspannung bedeutet bei gleicher Leistung einen höheren Ausgangsstrom.

Wie berechnet man die Windungszahl für eine gewünschte Ausgangsspannung?

Die Windungszahl berechnest du mit derselben Verhältnisrechnung, nur nach N₂ umgestellt: Sekundärwindungen sind Primärwindungen mal gewünschte Sekundärspannung geteilt durch Primärspannung. Das Ergebnis muss in der Praxis auf ganze Windungen passen. Dadurch kann die Leerlaufspannung leicht vom Zielwert abweichen.

Bei 230 V Primärspannung, 1.000 Primärwindungen und gewünschter 12 V Sekundärspannung ergibt die Rechnung 52 Sekundärwindungen. Der rechnerische Zwischenwert ist 52,17, die Leerlaufspannung liegt mit der ganzen Windungszahl bei 11,96 V.

Weitere typische Beispiele zeigen, wie stark die Windungszahl von der Primärwicklung abhängt:

  • 24 V bei 230 V und 1.500 Primärwindungen: N₂ = 157, Leerlaufspannung 24,07 V.
  • 5 V bei 230 V und 920 Primärwindungen: N₂ = 20, Leerlaufspannung 5 V.
  • 48 V bei 400 V und 2.500 Primärwindungen: N₂ = 300, Leerlaufspannung 48 V.

Achte dabei darauf, Primär- und Sekundärseite nicht zu vertauschen. Bei N₁ ÷ N₂ entscheidet die Reihenfolge darüber, ob du einen Abwärts- oder Aufwärtstransformator beschreibst.

Windungen pro Volt mit der Transformatorenhauptgleichung bestimmen

Wenn du nicht von einer vorhandenen Primärwicklung ausgehst, brauchst du den Kernquerschnitt, die maximale Flussdichte und die Frequenz. Die Transformatorenhauptgleichung lautet in Worten: Spannung ist ungefähr 4,44 mal Frequenz mal Windungszahl mal maximale Flussdichte mal Kernquerschnitt. Daraus folgt die Anzahl der Windungen pro Volt.

Für einen Eisenkern mit 20 cm², 1,2 T und 50 Hz ergibt sich 1,876 Wdg./V. Daraus werden für 230 V insgesamt 432 Primärwindungen und für 12 V insgesamt 23 Sekundärwindungen im Leerlauf.

Bei kleinerem Kern oder niedrigerer Flussdichte steigt die benötigte Windungszahl. Ein Beispiel: Bei 10 cm², 1,0 T und 50 Hz werden 4,502 Wdg./V benötigt. Für 230 V sind das 1.036 Windungen, für 24 V sind es 109 Windungen. Bei 12 cm², 1,2 T und 50 Hz sind es 3,126 Wdg./V; für 230 V ergeben sich 720 Primärwindungen und für 24 V 76 Sekundärwindungen.

Die Hauptgleichung beschreibt den magnetischen Teil. Sie ersetzt keine Prüfung von Drahtquerschnitt, Erwärmung, Isolierung, Einschaltstrom und Aufbau. Gerade bei Netzspannung gehört der praktische Aufbau in fachkundige Hände.

Trafo berechnen mit Leistung, Strom und Wirkungsgrad

Spannung und Windungszahl sagen noch nicht, ob der Trafo die Last auch liefern kann. Dafür brauchst du die Leistung oder den Strom. Bei 230 V Eingang, 1.000 Primärwindungen, 52 Sekundärwindungen und 3 A Sekundärstrom liegt die Sekundärspannung bei 11,96 V. Die abgegebene Leistung beträgt 35,88 W, aufgenommen werden 39,87 W, die Verlustleistung liegt bei 3,99 W.

Wenn die Last stattdessen über die Leistung angegeben wird, sieht die Rechnung etwas anders aus. Bei 60 W Lastleistung und derselben Wicklung ergeben sich 5,0167 A auf der Sekundärseite und 0,2899 A auf der Primärseite. Aufgenommen werden 66,67 W, als Wärme gehen 6,67 W verloren.

Für die grobe Einordnung helfen VA-Werte. Bei 100 VA fließen bei 230 V primär 0,4348 A. Sekundär wären es 8,333 A bei 12 V oder 4,167 A bei 24 V. Bei 500 VA sind es primär 2,174 A, sekundär 41,67 A bei 12 V oder 20,83 A bei 24 V. Diese Werte beschreiben die elektrische Leistung. Ob der konkrete Trafo sie dauerhaft verträgt, hängt von Baugröße, Wicklung, Kühlung und zulässiger Erwärmung ab.

Typische Fehler beim Transformator berechnen vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Annahme, dass die Spannung unter Last exakt der Leerlaufspannung entspricht. Die Windungsrechnung liefert zunächst den idealen Wert oder den Leerlaufwert. Unter Belastung kommen Wicklungswiderstände, Erwärmung und Streufluss hinzu. Deshalb kann die reale Ausgangsspannung abweichen.

Zweiter Fehler: Wirkungsgrad ignorieren. In der idealen Rechnung bleibt die Leistung erhalten. In der realen Rechnung wird ein Teil zur Verlustleistung. Bei 90 % Wirkungsgrad und 230,00 W Aufnahme werden 207,00 W abgegeben und 23,00 W in Wärme umgesetzt. Bei 98 % im gleichen Wicklungsbeispiel sinkt die Verlustleistung auf 4,60 W.

Dritter Fehler: ganze Windungen übersehen. Eine Wicklung hat keine halbe oder beliebige Dezimalzahl an Windungen. Wird auf eine ganze Windung gerundet, ändert sich die Leerlaufspannung. Das siehst du bei 12 V Zielspannung und 1.000 Primärwindungen: Mit 52 Windungen entstehen 11,96 V im Leerlauf.

Vierter Fehler: Sicherheit mit Rechenergebnis verwechseln. Eine Sekundärspannung bis 50 V Wechselspannung liegt im Bereich Kleinspannung. Als SELV/PELV ist sie nur dann zu bewerten, wenn der Trafo entsprechend als Sicherheitstransformator aufgebaut ist. Die Zahl allein macht den Aufbau nicht automatisch sicher.

Tabellen zum Nachschlagen

Transformator 230 V: Übersetzung und Windungszahl für gängige Sekundärspannungen

Idealer Trafo mit N₁ = 1.000 Windungen; Ströme bei 100 W Ausgangsleistung und η = 100 %
U₂ü = U₁ ÷ U₂N₂ bei N₁ = 1.000I₁I₂
3 V76,67130,4348 A33,33 A
5 V46,00220,4348 A20 A
6 V38,33260,4348 A16,67 A
9 V25,56390,4348 A11,11 A
12 V19,17520,4348 A8,333 A
15 V15,33650,4348 A6,667 A
18 V12,78780,4348 A5,556 A
24 V9,581040,4348 A4,167 A
36 V6,391570,4348 A2,778 A
42 V5,481830,4348 A2,381 A
48 V4,792090,4348 A2,083 A
110 V2,094780,4348 A0,9091 A
400 V0,571.7390,4348 A0,25 A

Windungen pro Volt nach Kernquerschnitt (50 Hz)

Aus der Hauptgleichung U = 4,44 · f · N · B · A; darunter N₁ für 230 V
Kernquerschnitt1,0 T1,2 T1,4 TN₁ für 230 V (1,2 T)
2 cm²22,5118,7616,084.315
4 cm²11,259,388,042.158
6 cm²7,506,255,361.439
8 cm²5,634,694,021.079
10 cm²4,503,753,22863
12 cm²3,753,132,68720
15 cm²3,002,502,14576
20 cm²2,251,881,61432
25 cm²1,801,501,29346
30 cm²1,501,251,07288
40 cm²1,130,940,80216
50 cm²0,900,750,64173

Trafo-Leistung und Ströme: 230 V auf 12 V und 24 V

Nennleistung in VA, Ströme ohne Verluste
LeistungI₁ (230 V)I₂ bei 12 VI₂ bei 24 V
5 VA0,02174 A0,4167 A0,2083 A
10 VA0,04348 A0,8333 A0,4167 A
20 VA0,08696 A1,667 A0,8333 A
50 VA0,2174 A4,167 A2,083 A
60 VA0,2609 A5 A2,5 A
100 VA0,4348 A8,333 A4,167 A
150 VA0,6522 A12,5 A6,25 A
200 VA0,8696 A16,67 A8,333 A
300 VA1,304 A25 A12,5 A
500 VA2,174 A41,67 A20,83 A
1000 VA4,348 A83,33 A41,67 A

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Transformator-Rechner: Beim idealen Transformator gilt U₁ ÷ U₂ = N₁ ÷ N₂ = I₂ ÷ I₁: Mit 1.000 Primär- und 52 Sekundärwindungen werden aus 230 V 11,96 V, der Strom steigt um den Faktor 19,2. Die Windungen je Volt folgen aus der Hauptgleichung U = 4,44 · f · N · B · A - bei 10 cm² Kern, 1,2 T und 50 Hz sind das 3,75 Windungen pro Volt.
Auf einen Blick
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Transformator 230 V: Übersetzung und Windungszahl für gängige Sekundärspannungen (Tabelle)
Transformator 230 V: Übersetzung und Windungszahl für gängige Sekundärspannungen
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Häufige Fragen

Wie berechnet man das Übersetzungsverhältnis beim Transformator?

Das Übersetzungsverhältnis berechnest du mit ü = N₁ ÷ N₂ oder U₁ ÷ U₂. Bei 230 V Eingang und 11,96 V Ausgang ergibt sich ü = 19,2308. Dasselbe Verhältnis entsteht bei 1.000 Primärwindungen und 52 Sekundärwindungen.

Wie viele Windungen braucht ein Trafo für 12 V bei 230 V?

Für 12 V bei 230 V und 1.000 Primärwindungen brauchst du 52 Sekundärwindungen. Der rechnerische Wert liegt bei 52,17, mit der ganzen Windungszahl ergibt sich 11,96 V im Leerlauf. Deshalb ist die reale Zielspannung nicht immer exakt der eingegebene Wunschwert.

Wie berechne ich einen Trafo 230 V auf 12 V bei 3 A?

Bei 230 V, 1.000 Primärwindungen und 52 Sekundärwindungen ergibt sich 11,96 V bei 3,0000 A Sekundärstrom. Die abgegebene Leistung beträgt 35,88 W. Bei 90 % Wirkungsgrad nimmt der Trafo 39,87 W auf, die Verlustleistung beträgt 3,99 W.

Was bedeutet Windungen pro Volt beim Trafo?

Windungen pro Volt geben an, wie viele Wicklungen je Volt Spannung auf den Kern müssen. Bei 20 cm² Kernquerschnitt, 1,2 T und 50 Hz sind es 1,876 Wdg./V. Daraus folgen 432 Primärwindungen für 230 V und 23 Sekundärwindungen für 12 V.

Wie viele Windungen braucht ein Transformator für 24 V?

Für 24 V bei 230 V Eingang und 1.500 Primärwindungen brauchst du 157 Sekundärwindungen. Der rechnerische Wert ist 156,52, die Leerlaufspannung liegt dadurch bei 24,07 V. Bei 1 A Primärstrom und 90 % Wirkungsgrad ergibt sich ein Sekundärstrom von 8,6250 A.

Ist 24 V beim Trafo Kleinspannung?

Ja, 24 V liegt unter 50 V Wechselspannung und damit im Bereich Kleinspannung. Für SELV/PELV reicht die Spannung allein aber nicht aus. Der Trafo muss dafür als Sicherheitstransformator nach DIN EN 61558 ausgeführt sein und passend zum Einsatz aufgebaut werden.

Warum weicht die gemessene Trafo-Spannung von der Rechnung ab?

Die gemessene Spannung kann abweichen, weil die Rechnung zuerst mit idealen Verhältnissen oder Leerlaufwerten arbeitet. Unter Last wirken Wicklungswiderstände, Erwärmung und Streufluss. Außerdem werden Windungszahlen auf ganze Windungen gelegt, zum Beispiel 52 statt 52,17.

Wie berechnet man einen Trafo mit 400 V auf 48 V?

Bei 400 V Primärspannung und 2.500 Primärwindungen brauchst du für 48 V genau 300 Sekundärwindungen. Das Übersetzungsverhältnis beträgt 8,3333. Bei 1,0000 A Primärstrom und 90 % Wirkungsgrad entstehen 360,00 W abgegebene Leistung und 40,00 W Verlustleistung.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
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