Ohmsches-Gesetz-Rechner

Ohmsches Gesetz Rechner: 100 mA durch 100 Ω ergeben 10 V und 1 W. Aus zwei beliebigen Werten von U, I, R und P alle übrigen berechnen, mit E24-Normwert.

Stand 23.09.2026Quelle: Elektronik-Kompendium.deVon Sebastian Wiercinski

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Einheit I

Achte auf den Präfix: 20 mA sind 0,02 A - ein falscher Präfix verschiebt das Ergebnis um den Faktor 1.000.

Einheit R
ErgebnisU = 10 V
Spannung U
10 V
Stromstärke I
100 mA
Widerstand R
100 Ω
Leistung P (Wärme im Widerstand)
1 W
Leitwert G = 1 ÷ R
10 mS
Belastbarkeit des Widerstands
1 W Verlustleistung: Der Widerstand muss mindestens für 1 W ausgelegt sein - ein Standardwiderstand mit 0,25 W wäre überlastet. Im Dauerbetrieb Reserve einplanen, da Widerstände heiß werden.
Energie pro Stunde
1 Wh = 3,6 kJ
Strom und Leistung bei anderen Spannungen (gleicher Widerstand)
SpannungUIP
25 %2,5 V25 mA62,5 mW
50 %5 V50 mA250 mW
eingegeben10 V100 mA1 W
150 %15 V150 mA2,25 W
200 %20 V200 mA4 W
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. U = R · I = 100 Ω · 100 mA = 10 V
  2. P = I² · R = 1 W

Was berechnet der Ohmsches-Gesetz-Rechner?

Der Ohmsches-Gesetz-Rechner hilft dir, aus bekannten elektrischen Größen die fehlende Größe zu bestimmen: Spannung U, Stromstärke I, Widerstand R oder Leistung P. Dazu gehören auch abgeleitete Werte wie der Leitwert G und die Verlustleistung im Widerstand.

Du wählst aus, welche Werte bekannt sind, gibst Zahl und Einheit ein und liest die berechneten Werte darunter ab.

Typische Fragen sind zum Beispiel: Welche Spannung fällt an einem Widerstand ab? Wie groß muss ein Widerstand sein, wenn eine bestimmte Stromstärke fließen soll? Oder wie viel Leistung wird in Wärme umgesetzt? Genau dafür ist das ohmsche Gesetz gedacht - solange sich das Bauteil annähernd ohmisch verhält. Bei einem einfachen Widerstand passt das gut. Bei LEDs, Motoren, Akkus oder anderen nichtlinearen Bauteilen ist die Rechnung oft nur ein Teil der Auslegung.

Wie funktioniert die Rechnung mit dem ohmschen Gesetz?

Die Grundidee ist einfach: Wenn du die Spannung berechnen willst, multiplizierst du Widerstand und Strom. Wenn du den Strom berechnen willst, teilst du Spannung durch Widerstand. Wenn du den Widerstand berechnen willst, teilst du Spannung durch Strom.

Die Formeln lauten:

  • Spannung berechnen: U = R · I
  • Stromstärke berechnen: I = U ÷ R
  • Widerstand berechnen: R = U ÷ I
  • Leistung berechnen: P = U · I, P = I² · R oder P = U² ÷ R
  • Leitwert berechnen: G = 1 ÷ R

Ein Beispiel: Durch einen Widerstand von 100 Ω fließen 100 mA. Für die Spannung rechnest du R mal I. Daraus ergibt sich U = 10 V. Die Wärmeleistung im Widerstand beträgt P = 1 W. Der Leitwert liegt bei 10 mS.

Diese Nebenwerte sind in der Praxis oft genauso wichtig wie die gesuchte Größe. Ein Widerstand mit 1 W Verlustleistung muss auch für 1 W ausgelegt sein. Ein Standardwiderstand mit 0,25 W wäre in diesem Beispiel überlastet. Für Dauerbetrieb solltest du außerdem Reserve einplanen, weil Widerstände warm werden.

Widerstand berechnen mit U und I

Wenn Spannung und Strom bekannt sind, bekommst du den Widerstand über R = U ÷ I. Das ist die typische Rechnung, wenn du einen passenden Vorwiderstand oder eine Last abschätzen willst.

Beispiele aus typischen Rechnungen:

Gegeben Ergebnis Hinweis
5 V und 20 mA 250 Ω Leistung: 100 mW
24 V und 500 mA 48 Ω Leistung: 12 W
9 V und 300 mA 30 Ω Leistung: 2,7 W

Beim Beispiel mit 5 V und 20 mA ergibt sich R = 250 Ω. Als nächster Normwert wird 270 Ω / 240 Ω angezeigt; mit 240 Ω fließen 20,83 mA. Das zeigt den typischen Praxisfall: Der berechnete Wert ist nicht immer exakt als Bauteil verfügbar. Dann wählst du einen passenden Normwert und prüfst, wie sich Strom und Leistung ändern.

Bei 24 V und 500 mA liegt der Widerstand bei 48 Ω. Als Normwert wird 47 Ω / 47 Ω genannt; mit 47 Ω fließen 510,6 mA. Die Verlustleistung beträgt 12 W, deshalb muss der Widerstand mindestens für 25 W ausgelegt sein. Ein kleiner Standardwiderstand mit 0,25 W wäre hier klar überlastet.

Bei 9 V und 300 mA ergibt sich 30 Ω. Die Verlustleistung beträgt 2,7 W; der Widerstand muss mindestens für 3 W ausgelegt sein. Auch hier ist die Wärme nicht nebensächlich, sondern Teil der Bauteilauswahl.

Stromstärke und Leistung berechnen: typische Fälle

Wenn Spannung und Widerstand gegeben sind, berechnest du die Stromstärke mit I = U ÷ R. Bei 12 V an 6 Ω fließen 2 A. Die Leistung beträgt 24 W, und der Leitwert liegt bei 166,7 mS. Für den Widerstand bedeutet das: Er muss mindestens für 25 W ausgelegt sein.

Ein anderes Beispiel ist 230 V an 4,7 kΩ. Daraus ergeben sich 48,94 mA und 11,26 W. Der Leitwert beträgt 212,8 µS. Für diese Verlustleistung reicht ein Standardwiderstand mit 0,25 W nicht aus; angezeigt wird eine Auslegung von mindestens 25 W. Bei Netzspannung reicht die reine Formel außerdem nicht für eine sichere Konstruktion. Isolation, Berührungsschutz, Bauteilzulassung und Wärmeabfuhr gehören dazu.

Wenn Leistung und Spannung bekannt sind, kannst du ebenfalls Strom und Widerstand bestimmen. Ein Heizelement mit 2 kW an 230 V zieht 8,696 A und hat rechnerisch 26,45 Ω. Das ist kein kleiner Bauteilwiderstand mehr, sondern ein Verbraucher. Bei gleicher Widerstandsannahme steigt die Leistung stark mit der Spannung: Bei 345 V wären es 4,5 kW, bei 460 V wären es 8 kW.

Auch kleinere Verbraucher lassen sich so prüfen. Bei 5 V und 200 mA beträgt die Leistung 1 W und der Widerstand 25 Ω. Als Normwerte werden 27 Ω / 24 Ω angezeigt; mit 24 Ω fließen 208,3 mA. Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum du nach der Auswahl eines Normwerts die Stromstärke erneut prüfen solltest.

Typische Fehler beim ohmschen Gesetz vermeiden

Der häufigste Fehler steckt in den Einheiten. 20 mA sind 0,02 A. Wenn du mA und A verwechselst, verschiebt sich das Ergebnis um den Faktor 1.000. Dasselbe gilt bei Widerständen: 1 kΩ sind 1.000 Ω, 1 MΩ sind 1.000.000 Ω und 100 mΩ sind 0,1 Ω.

Merke dir diese Einheiten besonders:

  • mΩ steht unterhalb von Ω, zum Beispiel 100 mΩ = 0,1 Ω
  • kΩ steht oberhalb von Ω, zum Beispiel 4,7 kΩ = 4.700 Ω
  • MΩ ist deutlich größer, zum Beispiel 1 MΩ = 1.000.000 Ω
  • 10⁶ Ω entspricht 1 MΩ

Ein zweiter Fehler ist, nur Spannung, Strom und Widerstand anzusehen, aber die Leistung zu ignorieren. Bei 2 A und 47 Ω ergibt sich zwar eine Spannung von 94 V, aber auch 188 W Verlustleistung. Das ist kein normaler kleiner Widerstand mehr, sondern praktisch ein Heizverbraucher.

Ein dritter Punkt: Das ohmsche Gesetz beschreibt den Zusammenhang für ohmische Widerstände. Bei Bauteilen, deren Widerstand sich mit Temperatur, Spannung oder Betriebszustand stark ändert, passt die einfache Rechnung nur begrenzt. Nutze sie dann als Plausibilitätscheck, nicht als vollständige Auslegung.

Tabellen zum Nachschlagen

Ohmsches Gesetz Tabelle: Strom bei 3,3 V, 5 V, 12 V, 24 V und 230 V

I = U ÷ R
Widerstand3,3 V5 V12 V24 V230 V
1 Ω3,3 A5 A12 A24 A230 A
10 Ω330 mA500 mA1,2 A2,4 A23 A
47 Ω70,21 mA106,4 mA255,3 mA510,6 mA4,894 A
100 Ω33 mA50 mA120 mA240 mA2,3 A
220 Ω15 mA22,73 mA54,55 mA109,1 mA1,045 A
470 Ω7,021 mA10,64 mA25,53 mA51,06 mA489,4 mA
1 kΩ3,3 mA5 mA12 mA24 mA230 mA
2,2 kΩ1,5 mA2,273 mA5,455 mA10,91 mA104,5 mA
4,7 kΩ702,1 µA1,064 mA2,553 mA5,106 mA48,94 mA
10 kΩ330 µA500 µA1,2 mA2,4 mA23 mA
47 kΩ70,21 µA106,4 µA255,3 µA510,6 µA4,894 mA
100 kΩ33 µA50 µA120 µA240 µA2,3 mA
1 MΩ3,3 µA5 µA12 µA24 µA230 µA

Widerstand berechnen: R = U ÷ I für typische Ströme

Welcher Widerstand lässt bei einer Spannung genau diesen Strom fließen?
Strom3,3 V5 V12 V24 V230 V
1 mA3,3 kΩ5 kΩ12 kΩ24 kΩ230 kΩ
2 mA1,65 kΩ2,5 kΩ6 kΩ12 kΩ115 kΩ
5 mA660 Ω1 kΩ2,4 kΩ4,8 kΩ46 kΩ
10 mA330 Ω500 Ω1,2 kΩ2,4 kΩ23 kΩ
20 mA165 Ω250 Ω600 Ω1,2 kΩ11,5 kΩ
50 mA66 Ω100 Ω240 Ω480 Ω4,6 kΩ
100 mA33 Ω50 Ω120 Ω240 Ω2,3 kΩ
200 mA16,5 Ω25 Ω60 Ω120 Ω1,15 kΩ
500 mA6,6 Ω10 Ω24 Ω48 Ω460 Ω
1 A3,3 Ω5 Ω12 Ω24 Ω230 Ω
2 A1,65 Ω2,5 Ω6 Ω12 Ω115 Ω
5 A660 mΩ1 Ω2,4 Ω4,8 Ω46 Ω
10 A330 mΩ500 mΩ1,2 Ω2,4 Ω23 Ω

Leistung am Widerstand: P = U² ÷ R

Verlustleistung, die der Widerstand als Wärme abgibt
Widerstand3,3 V5 V12 V24 V230 V
1 Ω10,89 W25 W144 W576 W52,9 kW
10 Ω1,089 W2,5 W14,4 W57,6 W5,29 kW
47 Ω231,7 mW531,9 mW3,064 W12,26 W1,126 kW
100 Ω108,9 mW250 mW1,44 W5,76 W529 W
220 Ω49,5 mW113,6 mW654,5 mW2,618 W240,5 W
470 Ω23,17 mW53,19 mW306,4 mW1,226 W112,6 W
1 kΩ10,89 mW25 mW144 mW576 mW52,9 W
2,2 kΩ4,95 mW11,36 mW65,45 mW261,8 mW24,05 W
4,7 kΩ2,317 mW5,319 mW30,64 mW122,6 mW11,26 W
10 kΩ1,089 mW2,5 mW14,4 mW57,6 mW5,29 W
47 kΩ231,7 µW531,9 µW3,064 mW12,26 mW1,126 W
100 kΩ108,9 µW250 µW1,44 mW5,76 mW529 mW
1 MΩ10,89 µW25 µW144 µW576 µW52,9 mW

Ohm-Einheiten umrechnen: mΩ, Ω, kΩ, MΩ

SI-Präfixe: milli = 10⁻³, kilo = 10³, mega = 10⁶, giga = 10⁹
Angabein OhmZehnerpotenz
1 mΩ0,001 Ω10⁻³ Ω
100 mΩ0,1 Ω10⁻¹ Ω
1 Ω1 Ω10⁰ Ω
1 kΩ1.000 Ω10³ Ω
4,7 kΩ4.700 Ω4,7 · 10³ Ω
10 kΩ10.000 Ω10⁴ Ω
100 kΩ100.000 Ω10⁵ Ω
1 MΩ1.000.000 Ω10⁶ Ω
1 GΩ1.000.000.000 Ω10⁹ Ω

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Ohmsches-Gesetz-Rechner: Das ohmsche Gesetz lautet U = R · I: Spannung ist Widerstand mal Strom. Fließen 100 mA durch einen 100-Ω-Widerstand, liegen 10 V an und er setzt P = U · I = 1 W in Wärme um; umgestellt gilt I = U ÷ R und R = U ÷ I.
Auf einen Blick
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Ohmsches Gesetz Tabelle: Strom bei 3,3 V, 5 V, 12 V, 24 V und 230 V (Tabelle)
Ohmsches Gesetz Tabelle: Strom bei 3,3 V, 5 V, 12 V, 24 V und 230 V
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Häufige Fragen

Wie lautet die ohmsche Gesetz Formel?

Die ohmsche Gesetz Formel lautet U = R · I. Umgestellt bekommst du I = U ÷ R und R = U ÷ I. Für die Leistung kannst du P = U · I, P = I² · R oder P = U² ÷ R verwenden. Welche Formel passt, hängt davon ab, welche Werte du kennst.

Wie berechne ich den Widerstand bei 5 V und 20 mA?

Der Widerstand beträgt 250 Ω. Du rechnest R = U ÷ I, also 5 V ÷ 20 mA. Die Verlustleistung beträgt 100 mW. Als nächste Normwerte werden 270 Ω / 240 Ω angezeigt; mit 240 Ω fließen 20,83 mA.

Welche Stromstärke fließt bei 12 V an 6 Ω?

Bei 12 V an 6 Ω fließen 2 A. Die Leistung beträgt 24 W, der Leitwert 166,7 mS. Für einen realen Widerstand muss die Belastbarkeit zur Verlustleistung passen; hier wird mindestens 25 W angegeben.

Was ist die Leistung bei 5 V und 200 mA?

Die Leistung beträgt 1 W. In derselben Rechnung ergeben sich 25 Ω als Widerstand und 40 mS als Leitwert. Ein Standardwiderstand mit 0,25 W wäre dafür überlastet, weil die Verlustleistung bei 1 W liegt.

Wie viel Ohm sind 100 mΩ?

100 mΩ sind 0,1 Ω. Das kleine m steht für Milli und liegt unterhalb von Ω. Achte darauf, mΩ nicht mit MΩ zu verwechseln: 1 MΩ entspricht 1.000.000 Ω und ist eine völlig andere Größenordnung.

Was bedeutet 10 hoch 6 Ohm?

10⁶ Ω bedeutet 1 MΩ, also 1.000.000 Ω. Das Präfix M steht für Mega. In Widerstandsangaben ist das besonders wichtig, weil 1 MΩ viel größer ist als 1 kΩ mit 1.000 Ω.

Warum ist mA statt A beim Ohm Rechner so wichtig?

20 mA sind 0,02 A. Wenn du versehentlich A statt mA verwendest, verschiebt sich das Ergebnis um den Faktor 1.000. Das betrifft Spannung, Widerstand und Leistung. Prüfe deshalb immer den Präfix, bevor du das Ergebnis übernimmst.

Was zeigt das Ohmsche-Gesetz-Dreieck?

Das Ohmsche-Gesetz-Dreieck zeigt, wie U, R und I zusammenhängen. Deckt du die gesuchte Größe gedanklich ab, bleiben die passende Multiplikation oder Division übrig. Für U steht R · I, für I steht U ÷ R und für R steht U ÷ I.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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Ohmsches-Gesetz-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/physik/ohmsches-gesetz-rechner