Entgeltfortzahlung

Lohnfortzahlung bei Krankheit: 6 Wochen = 42 Kalendertage. Bei 3.500 € brutto zahlt der Chef 4.846,20 €, ab Tag 43 folgt Krankengeld. Mit Wartezeit.

Stand 23.09.2026Quelle: Bundesministerium der JustizVon Sebastian Wiercinski

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Erster Tag laut ärztlicher Bescheinigung (eAU).

Dann wird der angebrochene Tag normal bezahlt und die 6 Wochen beginnen am nächsten Tag.

Für die Wartezeit: In den ersten 4 Wochen gibt es noch keine Entgeltfortzahlung (§ 3 Abs. 3 EFZG).

Laufendes Gehalt, das du ohne Krankheit bekommen hättest.

Werden weitergezahlt, wenn du sie ohne Krankheit verdient hättest. Überstundenvergütung zählt nicht (§ 4 Abs. 1a EFZG).

Fortsetzungserkrankung: Die 6 Wochen werden zusammengerechnet, wenn nicht 6 bzw. 12 Monate vergangen sind (§ 3 Abs. 1 Satz 2 EFZG).

Die Entgeltfortzahlung ist gleich, danach zahlt die Berufsgenossenschaft Verletztengeld statt Krankengeld.

Fortgezahltes Bruttogehalt4.846,20 €
Entgeltfortzahlung ab
23.09.2026
Entgeltfortzahlung bis
03.11.2026
Anspruch (Kalendertage)
42 Tage
Davon Arbeitstage
30 Tage
Tagessatz je Arbeitstag (brutto)
161,54 €
Wartezeit (4 Wochen)
erfüllt seit 21.10.2025
Dein Netto pro Monat (läuft weiter)
2.333,25 €
Krankengeld ab
04.11.2026
Krankengeld netto pro Monat (danach)
1.736,10 €
Krankengeld brutto pro Tag
70,00 €
Einkommenslücke danach pro Monat
597,15 €
Krankengeld längstens bis
21.03.2028
Kosten des Arbeitgebers (inkl. AG-Sozialabgaben)
5.878,44 €
  • Tarifverträge (z. B. TVöD, TV-L, BAT-KF) zahlen nach den 6 Wochen oft einen Krankengeldzuschuss bis zum Netto - bis zur 13. oder 39. Woche, je nach Betriebszugehörigkeit.
Zeitstrahl
EreignisDatumWer zahlt?
Beginn Arbeitsverhältnis23.09.2025-
Ende der Wartezeit (4 Wochen)20.10.2025-
Erster Tag der Arbeitsunfähigkeit23.09.2026Arbeitgeber
Beginn Entgeltfortzahlung23.09.2026Arbeitgeber
Ende Entgeltfortzahlung (42. Tag)03.11.2026Arbeitgeber
Krankengeld ab04.11.2026Krankenkasse
Krankengeld längstens bis (78 Wochen ab Beginn)21.03.2028Krankenkasse
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Zeitraum: 23.09.2026 bis 03.11.2026 = 42 Kalendertage (6 Wochen = 42 Tage)
  2. Tagessatz: 3.500,00 € × 3 ÷ (13 Wochen × 5 Arbeitstage) = 161,54 €
  3. Fortzahlung: 161,54 € × 30 Arbeitstage = 4.846,20 €
  4. Danach Krankengeld: 1.736,10 € netto im Monat statt 2.333,25 € (Lücke 597,15 €)

Was der Entgeltfortzahlung Rechner für dich klärt

Der entgeltfortzahlung rechner zeigt dir, für welchen Zeitraum der Arbeitgeber bei Krankheit weiterzahlt, ab wann die Krankenkasse zuständig wird und welche Beträge in der Rechnung stehen. Du gibst den ersten Krankheitstag, den Beginn deines Arbeitsverhältnisses, dein regelmäßiges Brutto, mögliche Zuschläge und deine Arbeitstage pro Woche ein.

Für die Praxis sind vor allem diese Punkte wichtig: Die Entgeltfortzahlung läuft nach Kalendertagen, der Geldbetrag wird aber über die Arbeitstage im Zeitraum berechnet. Deshalb kann die gleiche Krankheit in einer Vollzeitwoche und in einer Teilzeitwoche zeitlich gleich lang laufen, aber einen anderen Betrag ergeben. Bei einer 5-Tage-Woche mit 3.500 € Monatsbrutto ergeben sich im Beispiel 30 Arbeitstage im Zeitraum und 4.846,20 € fortgezahltes Bruttogehalt. Bei einer 3-Tage-Woche mit 2.000 € Monatsbrutto sind es 18 Arbeitstage und 2.769,30 €.

Der Rechner bildet eine Modellrechnung ab. Entscheidend bleiben dein tatsächlicher Arbeitsplan, die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die Entgeltbestandteile, die ohne Krankheit angefallen wären, und die Einordnung durch Arbeitgeber, Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft.

Wie wird Lohnfortzahlung im Krankheitsfall berechnet?

Die Rechnung hat zwei Ebenen: Zuerst wird der Zeitraum bestimmt. Danach wird aus deinem laufenden Entgelt ein Arbeitstagessatz berechnet und mit den Arbeitstagen innerhalb dieses Zeitraums multipliziert.

Die Formel lautet in Worten: Das Ende der Entgeltfortzahlung liegt beim ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit plus 41 Tage. Wenn wegen derselben Krankheit schon Tage verbraucht sind, bleiben nur die restlichen Kalendertage. Der Brutto-Tagessatz je Arbeitstag wird aus Monatsbrutto mal 3 geteilt durch 13 Wochen und geteilt durch die Arbeitstage pro Woche berechnet. Die Fortzahlung ist dann Tagessatz mal Arbeitstage im Entgeltfortzahlungszeitraum.

Beispiel: Du bist ab 23.09.2026 arbeitsunfähig, dein Arbeitsverhältnis besteht seit 23.09.2025, du verdienst 3.500 € brutto im Monat und arbeitest an 5 Tagen pro Woche. Die Wartezeit ist erfüllt seit 21.10.2025. Die Entgeltfortzahlung beginnt am 23.09.2026 und endet am 03.11.2026. Der Anspruch umfasst 42 Tage, darin liegen 30 Arbeitstage.

Der Tagessatz lautet: 3.500,00 € × 3 ÷ (13 Wochen × 5 Arbeitstage) = 161,54 €. Daraus folgt: 161,54 € × 30 Arbeitstage = 4.846,20 € fortgezahltes Bruttogehalt. Danach zeigt die Rechnung Krankengeld ab 04.11.2026. In diesem Beispiel stehen 2.333,25 € Netto pro Monat während der Entgeltfortzahlung und 1.736,10 € Krankengeld netto pro Monat danach gegenüber. Die monatliche Lücke beträgt 597,15 €.

Wann beginnt Krankengeld nach der Entgeltfortzahlung?

Krankengeld beginnt in der Rechnung am Tag nach dem Ende der Entgeltfortzahlung. Wenn du ab 10.03.2026 krank bist und die Entgeltfortzahlung vollständig läuft, zahlt der Arbeitgeber bis 20.04.2026. Krankengeld beginnt dann am 21.04.2026. Bei 3.500 € Monatsbrutto und 5 Arbeitstagen pro Woche zeigt das Beispiel 4.846,20 € fortgezahltes Bruttogehalt, 70,00 € Krankengeld brutto pro Tag und 1.736,10 € Krankengeld netto pro Monat danach.

Ein anderer Starttag verschiebt den ganzen Zeitraum. Wirst du am 15.01.2026 krank und verdienst 3.000 € brutto bei 5 Arbeitstagen pro Woche, läuft die Entgeltfortzahlung vom 15.01.2026 bis 25.02.2026. Krankengeld beginnt ab 26.02.2026. Das fortgezahlte Bruttogehalt beträgt 4.153,80 €, der Tagessatz 138,46 €.

Während der Entgeltfortzahlung ruht das Krankengeld. Das ist der Grund, warum die Krankenkasse erst nach dem Arbeitgeberzeitraum zahlt. Bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit ist die Entgeltfortzahlung zunächst gleich aufgebaut. Im Beispiel mit Arbeitsunfall ab 03.08.2026 läuft sie bis 13.09.2026; ab 14.09.2026 steht in der Rechnung der Wechsel aus dem Arbeitgeberzeitraum heraus.

Entgeltfortzahlung Wartezeit: Was gilt, wenn du neu im Job bist?

In den ersten 4 Wochen eines Arbeitsverhältnisses besteht noch kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Das heißt aber nicht, dass der Anspruch insgesamt verloren ist. Er beginnt erst, wenn die Wartezeit abgelaufen ist, sofern du dann weiterhin arbeitsunfähig bist.

Beispiel: Dein Arbeitsverhältnis beginnt am 01.09.2026, du wirst am 22.09.2026 krank und verdienst 3.000 € brutto bei 5 Arbeitstagen pro Woche. Die Wartezeit ist in der Rechnung noch nicht erfüllt und endet am 28.09.2026. Die Entgeltfortzahlung startet deshalb erst am 29.09.2026 und läuft bis 09.11.2026. Der Arbeitgeber zahlt in diesem Zeitraum 4.153,80 € fortgezahltes Bruttogehalt. Krankengeld ist danach ab 10.11.2026 ausgewiesen.

Ein weiteres Beispiel zeigt denselben Mechanismus: Beginnt dein Arbeitsverhältnis am 01.02.2026 und du wirst am 20.02.2026 krank, ist die Wartezeit nicht erfüllt - sie endet am 28.02.2026. Entgeltfortzahlung beginnt dann ab 01.03.2026 und läuft bis 11.04.2026. Krankengeld steht ab 12.04.2026 in der Rechnung.

Wenn du schon während der Arbeit krank wirst, kann der angebrochene Arbeitstag anders behandelt werden: Der Tag wird dann normal bezahlt und der Entgeltfortzahlungszeitraum beginnt erst am nächsten maßgeblichen Krankheitstag.

Fortsetzungserkrankung: Wann werden Krankheitstage zusammengerechnet?

Bei derselben Krankheit kann eine neue Krankschreibung mit früheren Zeiten zusammenhängen. Dann zählt nicht automatisch wieder ein voller Zeitraum. Entscheidend ist, ob es sich um dieselbe Erkrankung handelt und ob die gesetzlichen Abstände für einen neuen Anspruch erfüllt sind.

Wenn wegen derselben Krankheit bereits Tage bezahlt wurden und kein neuer voller Anspruch entsteht, bleibt nur der Rest. Im Beispiel Rückenleiden erneut beginnt die neue Arbeitsunfähigkeit am 03.09.2026. Wegen derselben Krankheit sind schon 20 Tage verbraucht, Rest 22 Tage. Die Entgeltfortzahlung läuft daher nur bis 24.09.2026. Bei 4.000 € Monatsbrutto und 5 Arbeitstagen pro Woche ergibt sich ein Tagessatz von 184,62 € und eine Fortzahlung von 2.953,92 €. Krankengeld beginnt ab 25.09.2026.

Sind dagegen die Voraussetzungen für einen neuen Anspruch erfüllt, startet wieder der volle Zeitraum. Im Beispiel mit erster Krankschreibung ab 05.01.2026, Ende am 10.02.2026 und 28 bereits bezahlten Kalendertagen zeigt die Rechnung am 23.09.2026 einen neuen Anspruch auf volle 6 Wochen. Die Entgeltfortzahlung läuft bis 03.11.2026, Krankengeld ab 04.11.2026.

Ist alles verbraucht, kann der Arbeitgeberzeitraum komplett entfallen. Bei derselben Krankheit mit 42 bereits bezahlten Kalendertagen zeigt die Rechnung 0,00 € fortgezahltes Bruttogehalt, 0 Tage Anspruch und Krankengeld ab 23.09.2026.

Typische Fehler bei der Entgeltfortzahlung vermeiden

Der häufigste Fehler ist, Kalendertage und Arbeitstage zu vermischen. Der Anspruch wird in Kalendertagen geprüft, der Betrag aber über die Arbeitstage im Zeitraum berechnet. Deshalb hat eine 4-Tage-Woche denselben Endzeitpunkt wie eine 5-Tage-Woche, wenn der Krankheitsbeginn gleich liegt, aber weniger Arbeitstage im Zahlungszeitraum. Im Beispiel ab 07.04.2026 läuft die Entgeltfortzahlung bis 18.05.2026, Krankengeld beginnt ab 19.05.2026. Bei 4 Arbeitstagen pro Woche sind 24 Arbeitstage enthalten und der Tagessatz beträgt 201,92 €.

Ein zweiter Fehler betrifft Zuschläge. Regelmäßige Zuschläge gehören zur Rechnung, wenn du sie ohne Krankheit verdient hättest. Überstundenvergütung zählt dagegen nicht wie laufendes Entgelt. Im Beispiel mit 4.500 € Monatsbrutto und 300 € regelmäßigen Zuschlägen ergibt sich ein Tagessatz von 221,54 € und eine Lohnfortzahlung von 6.646,20 €.

Ein dritter Punkt ist Teilzeit. Teilzeit ist kein Ausschlussgrund. Maßgeblich sind dein Entgelt und deine regelmäßigen Arbeitstage. Bei 2.000 € Brutto, Steuerklasse II und 2 Kindern zeigt die Rechnung 2.769,30 € fortgezahltes Bruttogehalt, 92,31 € Tagessatz und 1.205,70 € Krankengeld netto pro Monat danach.

Im Kleinbetrieb ändert die U1-Erstattung nicht deinen Anspruch, sondern betrifft den Arbeitgeber. Im Beispiel mit 3.200 € Brutto und 80 % Erstattung zahlt der Arbeitgeber 4.430,70 € fort und erhält 3.544,56 € U1-Erstattung.

Tabellen zum Nachschlagen

Lohnfortzahlung 6 Wochen: Betrag nach Bruttogehalt

Volle 6 Wochen Entgeltfortzahlung = 6 Wochenlöhne (Monatsbrutto × 18 ÷ 13), unabhängig von der Zahl der Arbeitstage je Woche.
MonatsbruttoTagessatz 5-Tage-WocheTagessatz 4-Tage-WocheTagessatz 3-Tage-Woche6 Wochen gesamt
1.500 €69,23 €86,54 €115,38 €2.076,90 €
2.000 €92,31 €115,38 €153,85 €2.769,30 €
2.500 €115,38 €144,23 €192,31 €3.461,40 €
3.000 €138,46 €173,08 €230,77 €4.153,80 €
3.500 €161,54 €201,92 €269,23 €4.846,20 €
4.000 €184,62 €230,77 €307,69 €5.538,60 €
4.500 €207,69 €259,62 €346,15 €6.230,70 €
5.000 €230,77 €288,46 €384,62 €6.923,10 €
6.000 €276,92 €346,15 €461,54 €8.307,60 €
7.000 €323,08 €403,85 €538,46 €9.692,40 €

Wann endet die Entgeltfortzahlung? Beispiele 2026

Erster Krankheitstag = erster Tag der 6 Wochen (Erkrankung vor Arbeitsbeginn). Krankengeld ab dem 43. Tag.
Krank abLohnfortzahlung bisKrankengeld ab
Montag, 05.01.202615.02.202616.02.2026
Donnerstag, 12.03.202622.04.202623.04.2026
Montag, 01.06.202612.07.202613.07.2026
Donnerstag, 03.09.202614.10.202615.10.2026
Freitag, 20.11.202631.12.202601.01.2027
Montag, 21.12.202631.01.202701.02.2027

Fortsetzungserkrankung: Wann gibt es wieder 6 Wochen?

§ 3 Abs. 1 Satz 2 EFZG. Neue, andere Krankheiten lösen immer einen neuen Anspruch aus (Grundsatz der Einheit des Verhinderungsfalls beachten).
SituationFolge
Andere Krankheit als vorherneuer Anspruch auf 6 Wochen
Gleiche Krankheit, letzte AU endete vor weniger als 6 Monaten, erste AU vor weniger als 12 Monatennur Rest der 42 Tage
Gleiche Krankheit, mindestens 6 Monate nicht deswegen krankneuer Anspruch auf 6 Wochen
Gleiche Krankheit, erste AU begann vor mindestens 12 Monatenneuer Anspruch auf 6 Wochen
Neue Krankheit kommt während laufender AU hinzukein neuer Anspruch (Einheit des Verhinderungsfalls)

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

Du darfst die Grafiken kostenlos in Blogs, Artikeln, Präsentationen oder im Unterricht verwenden - einzige Bedingung ist ein Link auf diese Seite als Quelle (Lizenz CC BY 4.0).

Entgeltfortzahlung: Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber das volle Gehalt bis zu 6 Wochen (42 Kalendertage) weiter, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens 4 Wochen besteht (§ 3 EFZG). Wer ab dem 3. September krank ist, bekommt Lohn bis zum 14. Oktober und ab dem 43. Tag Krankengeld von der Krankenkasse: 70 % des Bruttos, höchstens 90 % des Nettos.
Auf einen Blick
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Lohnfortzahlung 6 Wochen: Betrag nach Bruttogehalt (Tabelle)
Lohnfortzahlung 6 Wochen: Betrag nach Bruttogehalt
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Häufige Fragen

Wie lange bekomme ich Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall?

Du bekommst im Normalfall 42 Tage Entgeltfortzahlung, wenn die Wartezeit erfüllt ist und kein Restanspruch wegen derselben Krankheit abgezogen wird. Bei Krankheit ab 15.01.2026 läuft die Zahlung im Beispiel bis 25.02.2026. Ab 26.02.2026 beginnt Krankengeld.

Wann beginnt Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung?

Krankengeld beginnt am Tag nach dem Ende der Entgeltfortzahlung. Wenn du ab 10.03.2026 krank bist, endet die Entgeltfortzahlung im Beispiel am 20.04.2026. Krankengeld beginnt ab 21.04.2026. Während der Arbeitgeber weiterzahlt, ruht das Krankengeld.

Wie berechnet man die Entgeltfortzahlung bei 3.500 € brutto?

Bei 3.500 € brutto und 5 Arbeitstagen pro Woche beträgt der Tagessatz im Beispiel 161,54 €. Für 30 Arbeitstage im Entgeltfortzahlungszeitraum ergibt das 4.846,20 € fortgezahltes Bruttogehalt. Der Zeitraum läuft im Beispiel vom 23.09.2026 bis 03.11.2026.

Bekomme ich Entgeltfortzahlung, wenn ich neu im Job krank werde?

Ja, aber erst nach der 4-Wochen-Wartezeit, wenn du dann noch arbeitsunfähig bist. Beginnt dein Arbeitsverhältnis am 01.02.2026 und du wirst am 20.02.2026 krank, ist die Wartezeit nicht erfüllt - sie endet am 28.02.2026. Entgeltfortzahlung startet ab 01.03.2026.

Was passiert bei einer Fortsetzungserkrankung?

Bei einer Fortsetzungserkrankung werden bereits bezahlte Kalendertage abgezogen, wenn kein neuer voller Anspruch entstanden ist. Sind schon 20 Tage verbraucht, bleiben im Beispiel 22 Tage. Die Entgeltfortzahlung läuft dann vom 03.09.2026 bis 24.09.2026, Krankengeld beginnt ab 25.09.2026.

Gilt die Lohnfortzahlung auch bei Teilzeit?

Ja, Teilzeit ändert nicht den Anspruchsgrund, aber den Betrag über die regelmäßigen Arbeitstage. Bei einer 3-Tage-Woche mit 2.000 € Monatsbrutto zeigt das Beispiel 18 Arbeitstage im Zeitraum, einen Tagessatz von 153,85 € und 2.769,30 € fortgezahltes Bruttogehalt.

Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall nach der Entgeltfortzahlung?

Bei einem Arbeitsunfall ist die Entgeltfortzahlung zunächst gleich. Im Beispiel ab 03.08.2026 zahlt der Arbeitgeber bis 13.09.2026. Ab 14.09.2026 endet dieser Zeitraum; danach ist nicht normales Krankengeld, sondern die Absicherung über die Berufsgenossenschaft maßgeblich.

Zählen regelmäßige Zuschläge zur Entgeltfortzahlung?

Regelmäßige Zuschläge zählen mit, wenn du sie ohne Krankheit verdient hättest. Bei 4.500 € Monatsbrutto und 300 € regelmäßigen Zuschlägen ergibt die Rechnung 6.646,20 € fortgezahltes Bruttogehalt. Überstundenvergütung wird dagegen nicht wie laufendes Entgelt fortgezahlt.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026, Werte gültig ab 01.01.2026

Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.

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Entgeltfortzahlung. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/gehalt/entgeltfortzahlung-rechner