Lohnt sich mehr arbeiten?
Paar, 2 Kinder: Von 1.000 € mehr Brutto (2.000 → 3.000 €) bleiben dem Haushalt nur 438 € mehr. Transferentzug mit Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung.
- Mehr Brutto pro Monat
- 1.000,00 €
- Transferentzugsrate (Grenzbelastung)?
- 56,2 %
- Du behältst von jedem zusätzlichen Euro
- 0,44 €
- Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit?
- 10,08 €
- Verfügbar heute
- 3.362,00 €
- Verfügbar danach
- 3.800,34 €
- Leistung heute
- Wohngeld und/oder Kinderzuschlag
- Leistung danach
- Wohngeld und/oder Kinderzuschlag
- Wohngeld wird meist für 12 Monate bewilligt, der Kinderzuschlag für 6 Monate (§ 6a Abs. 7 BKGG). Beim Kinderzuschlag gilt die Lohnerhöhung erst ab dem nächsten Bewilligungszeitraum, beim Wohngeld musst du sie melden, wenn das Einkommen um mehr als 15 % steigt (§ 27 Abs. 3 WoGG).
- Nicht berücksichtigt: Bildungs- und Teilhabepaket, Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss, Kita-Gebührenbefreiung - sie ändern das Ergebnis im Einzelfall.
Was sich ändert
| Posten | heute | danach | Änderung |
|---|---|---|---|
| Dein Netto | 1.582,00 € | 2.333,34 € | 751,34 € |
| Netto Partner/in | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Kindergeld | 518,00 € | 518,00 € | 0,00 € |
| Wohngeld | 668,00 € | 505,00 € | -163,00 € |
| Kinderzuschlag | 594,00 € | 444,00 € | -150,00 € |
| Grundsicherungsgeld | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Verfügbar insgesamt | 3.362,00 € | 3.800,34 € | 438,34 € |
Schritt für Schritt: 250 € mehr Brutto
| Dein Brutto | Verfügbar | Mehr als Zeile davor | Grenzbelastung % | Leistung |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 2.619,00 € | - | - | Grundsicherungsgeld |
| 250 € | 2.749,00 € | 130,00 € | 48,0 | Grundsicherungsgeld |
| 500 € | 2.799,00 € | 50,00 € | 80,0 | Grundsicherungsgeld |
| 750 € | 2.872,00 € | 73,00 € | 70,8 | Grundsicherungsgeld |
| 1.000 € | 2.947,00 € | 75,00 € | 70,0 | Grundsicherungsgeld |
| 1.250 € | 2.972,00 € | 25,00 € | 90,0 | Grundsicherungsgeld |
| 1.500 € | 3.127,60 € | 155,60 € | 37,8 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 1.750 € | 3.247,81 € | 120,21 € | 51,9 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 2.000 € | 3.362,00 € | 114,19 € | 54,3 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 2.250 € | 3.496,74 € | 134,74 € | 46,1 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 2.500 € | 3.630,50 € | 133,76 € | 46,5 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 2.750 € | 3.766,41 € | 135,91 € | 45,6 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 3.000 € | 3.800,34 € | 33,93 € | 86,4 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 3.250 € | 3.831,91 € | 31,57 € | 87,4 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 3.500 € | 3.858,00 € | 26,09 € | 89,6 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 3.750 € | 3.881,74 € | 23,74 € | 90,5 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
| 4.000 € | 3.902,00 € | 20,26 € | 91,9 | Wohngeld und/oder Kinderzuschlag |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Heute: 3.362,00 € verfügbar (Wohngeld und/oder Kinderzuschlag)
- Danach: 3.800,34 € verfügbar (Wohngeld und/oder Kinderzuschlag)
- Mehr Brutto 1.000,00 € → mehr verfügbar 438,34 €; Transferentzugsrate = 1 − 438,34 ÷ 1.000 = 56,2 %
- Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit: 438,34 € ÷ (10 Std. × 4,348) = 10,08 €
Warum mehr arbeiten lohnt sich nicht immer
Wenn du Wohngeld, Kinderzuschlag oder Grundsicherungsgeld bekommst, zählt nicht nur dein Netto aus Arbeit. Entscheidend ist dein verfügbares Einkommen: also Netto plus Kindergeld plus mögliche Leistungen. Steigt dein Brutto, steigt oft dein Netto. Gleichzeitig können Leistungen sinken oder ganz wegfallen. Dadurch fühlt sich eine Gehaltserhöhung manchmal so an, als käme kaum etwas an.
Genau das meint die Aussage „mehr arbeiten lohnt sich nicht“ in vielen Suchanfragen. Gemeint ist meist nicht, dass Arbeit gar nichts bringt. Gemeint ist: Der zusätzliche Betrag auf dem Konto ist deutlich kleiner als der zusätzliche Bruttolohn. Bei einem Paar mit Kindern können aus mehr Brutto zum Beispiel nur ein paar Euro je zusätzlicher Arbeitsstunde werden, wenn Wohngeld und Kinderzuschlag zurückgehen.
Das Ergebnis hängt stark vom Haushalt ab. Eine alleinerziehende Person mit Kind hat andere Ansprüche als ein alleinstehender Haushalt. Ein Paar mit Partnerlohn liegt wieder anders. Auch Miete, Heizkosten, Mietenstufe und Alter der Kinder verändern die Rechnung. Deshalb kann derselbe zusätzliche Bruttolohn in einem Fall spürbar helfen und in einem anderen Fall fast vollständig durch sinkende Leistungen aufgezehrt werden.
Wie rechnet der Transferentzugsrate Rechner?
Du gibst Haushalt, Kinder, Bruttolohn heute, Bruttolohn danach, mögliche Mehrstunden, Partnerlohn, Miete, Heizkosten und Mietenstufe ein.
Die Grundrechnung ist einfach: Verfügbar ist dein Netto plus Kindergeld plus Wohngeld plus Kinderzuschlag oder Grundsicherungsgeld. Danach wird verglichen, wie viel verfügbar vorher und nachher herauskommt. Die Transferentzugsrate beschreibt, welcher Anteil des zusätzlichen Bruttos nicht als zusätzlich verfügbares Einkommen ankommt. In Worten: Transferentzugsrate ist eins minus mehr verfügbar geteilt durch mehr Brutto.
Beispiel: Ein Paar mit Kindern hat heute 2.000 € Bruttolohn und danach 3.000 € Bruttolohn. Die Bruttokaltmiete liegt bei 750 €, die Heizkosten bei 110 €, die Mietenstufe ist Mietenstufe III. Vorher sind 3.362,00 € verfügbar, danach 3.800,34 €. Der Haushalt hat also 438,34 € mehr im Monat, obwohl der Bruttolohn um 1.000,00 € steigt. Daraus ergibt sich eine Transferentzugsrate von 56,2 %.
Der Blick auf die Einzelposten zeigt den Grund. Dein Netto steigt von 1.582 auf 2.333,34. Das Kindergeld bleibt bei 518. Gleichzeitig sinkt das Wohngeld von 668 auf 505 und der Kinderzuschlag von 594 auf 444. Die Sozialleistungen federn also das niedrige Einkommen vorher ab und werden bei höherem Einkommen teilweise zurückgenommen. Der Rechner zeigt deshalb nicht nur die Lohnänderung, sondern den Effekt auf den ganzen Haushalt.
Wohngeld Kinderzuschlag mehr verdienen: warum der Sprung unterschiedlich ausfällt
Bei Wohngeld und Kinderzuschlag ist die Grenzbelastung oft nicht gleichmäßig. Kleine und größere Bruttosprünge können sehr verschiedene Ergebnisse liefern. Beim Paar mit Kindern bringt der Schritt von 2.000 € auf 2.500 € Brutto 268,50 € mehr verfügbar. Die Transferentzugsrate liegt bei 46,3 %, und von jedem zusätzlichen Euro bleiben 0,54 €. Der Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit beträgt 7,72 €.
Anders sieht es in einem höheren Bereich aus. Bei einem Paar mit Kindern und dem Schritt von 3.000 € auf 3.500 € Brutto bleiben nur 57,66 € mehr verfügbar. Die Transferentzugsrate liegt bei 88,5 %, von jedem zusätzlichen Euro bleiben 0,11 €. Obwohl das Netto steigt, gehen Wohngeld und Kinderzuschlag so stark zurück, dass der Haushalt nur wenig mehr zur Verfügung hat.
Auch die Wohnkosten können das Ergebnis drehen. In einem teuren Wohnort mit Mietenstufe VII, 1.200 € Miete und 180 € Heizkosten bringt der Wechsel von 2.200 € auf 2.900 € Brutto einem Paar mit Kindern 408,37 € mehr verfügbares Einkommen. Die Transferentzugsrate liegt bei 41,7 %, von jedem zusätzlichen Euro bleiben 0,58 €. Hohe anerkannte Wohnkosten können also dazu führen, dass Wohngeld länger wirkt und die Mehrarbeit im Ergebnis besser aussieht.
Lohnt sich Vollzeit oder mehr Arbeit bei Grundsicherung?
Bei Grundsicherungsgeld kann der Effekt besonders hart wirken, weil Einkommen angerechnet wird. In einem Beispiel verdient eine alleinstehende Person heute 1.400 € brutto und kommt nach dem Wechsel auf 2.300 € brutto. Das verfügbare Einkommen bleibt bei 1.771,00 €. Mehr Brutto pro Monat sind 900,00 €, davon bleiben 0,00 €. Die Transferentzugsrate liegt bei 100 %, der Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit bei 0,00 €.
Ein ähnliches Ergebnis gibt es bei einem alleinstehenden Haushalt mit 1.200 € Brutto und Erhöhung auf 1.600 € Brutto. Das verfügbare Einkommen bleibt bei 1.621,00 €. Auch hier bleiben 0,00 € zusätzlich, und die Transferentzugsrate liegt bei 100 %. Solche Fälle sind der Grund, warum viele Menschen nach „mehr brutto weniger netto“ oder nach einer Grenzbelastung suchen. Gemeint ist oft: Mehr Brutto führt nicht zu mehr verfügbarem Geld.
Es gibt aber auch Fälle mit einem kleinen Plus. Bei Grundsicherung und einem alleinstehenden Haushalt mit 900 € Brutto heute und 1.300 € Brutto danach bleiben 50,00 € mehr verfügbar. Die Transferentzugsrate liegt bei 87,5 %, von jedem zusätzlichen Euro bleiben 0,13 €. Beim Sprung vom Minijob auf Vollzeit in einem anderen Beispiel steigt das verfügbare Einkommen von 1.281,90 € auf 1.768,92 €. Mehr verfügbar sind 487,02 €, bei einer Transferentzugsrate von 74,3 %.
Typische Fehler, wenn du prüfst, ob sich mehr arbeiten lohnt
Der häufigste Fehler ist der Vergleich von Brutto mit Netto. Für deine Haushaltskasse zählt aber das verfügbare Einkommen nach Lohn, Kindergeld und Leistungen. Wenn dein Netto steigt, aber Wohngeld, Kinderzuschlag oder Grundsicherungsgeld sinken, kann der Gesamtzuwachs deutlich kleiner sein als erwartet.
Zweiter Fehler: Mehrstunden und Gehaltserhöhung werden vermischt. Bei reiner Gehaltserhöhung ist der zusätzliche Betrag pro Arbeitsstunde nicht die passende Kennzahl. Bei echter Mehrarbeit hilft der Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit. Im Paar-Beispiel mit 10 Std. zusätzlicher Arbeit liegt er bei 10,08 €. Bei der alleinerziehenden Person mit 12 Std. zusätzlicher Arbeit und dem Schritt von 1.200 € auf 2.000 € Brutto sind es 6,46 €.
Dritter Fehler: Wohnkosten werden ungenau eingetragen. Für Wohngeld zählt die Mietenstufe des Wohnorts. Für Grundsicherungsgeld wird in dieser Modellrechnung die volle Miete angesetzt, in der Praxis kann aber nur eine angemessene Miete anerkannt werden. Auch Heizkosten gehören getrennt betrachtet, weil sie bei den Leistungen anders wirken können als die Bruttokaltmiete.
Die Rechnung ist eine Modellrechnung für 2026. Sie ersetzt keinen Bescheid und keine individuelle Prüfung. Besonders bei schwankendem Einkommen, Unterhalt, besonderen Mehrbedarfen, wechselnden Wohnkosten oder unklarer Mietenstufe kann das tatsächliche Ergebnis abweichen. Nutze das Ergebnis deshalb als Orientierung: Es zeigt dir, ob der zusätzliche Bruttolohn voraussichtlich wirklich bei dir ankommt oder ob Leistungen einen großen Teil ausgleichen.
Tabellen zum Nachschlagen
Lohnt sich mehr arbeiten? Paar mit 2 Kindern (5 und 9 Jahre)
| Brutto | Netto | Kindergeld + Leistungen | Verfügbar | Grenzbelastung % (ggü. Zeile davor) |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 0,00 € | 2.619,00 € | 2.619,00 € | - |
| 603 € | 581,29 € | 2.246,61 € | 2.827,90 € | 65,4 |
| 1.000 € | 881,21 € | 2.065,79 € | 2.947,00 € | 70,0 |
| 1.500 € | 1.231,60 € | 1.896,00 € | 3.127,60 € | 63,9 |
| 2.000 € | 1.582,00 € | 1.780,00 € | 3.362,00 € | 53,1 |
| 2.500 € | 1.977,50 € | 1.653,00 € | 3.630,50 € | 46,3 |
| 3.000 € | 2.333,34 € | 1.467,00 € | 3.800,34 € | 66,0 |
| 3.500 € | 2.652,00 € | 1.206,00 € | 3.858,00 € | 88,5 |
| 4.000 € | 2.954,00 € | 948,00 € | 3.902,00 € | 91,2 |
| 5.000 € | 3.542,17 € | 518,00 € | 4.060,17 € | 84,2 |
Lohnt sich mehr arbeiten? Alleinerziehend mit 1 Kind (6 Jahre)
| Brutto | Netto | Kindergeld + Leistungen | Verfügbar | Grenzbelastung % (ggü. Zeile davor) |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 0,00 € | 1.785,68 € | 1.785,68 € | - |
| 603 € | 581,29 € | 1.413,29 € | 1.994,58 € | 65,4 |
| 1.000 € | 879,79 € | 1.233,89 € | 2.113,68 € | 70,0 |
| 1.500 € | 1.228,39 € | 995,00 € | 2.223,39 € | 78,1 |
| 2.000 € | 1.558,75 € | 912,00 € | 2.470,75 € | 50,5 |
| 2.500 € | 1.868,75 € | 658,00 € | 2.526,75 € | 88,8 |
| 3.000 € | 2.162,09 € | 372,00 € | 2.534,09 € | 98,5 |
| 3.500 € | 2.448,75 € | 259,00 € | 2.707,75 € | 65,3 |
| 4.000 € | 2.728,67 € | 259,00 € | 2.987,67 € | 44,0 |
| 5.000 € | 3.268,25 € | 259,00 € | 3.527,25 € | 46,0 |
Lohnt sich mehr arbeiten? Alleinstehend ohne Kinder
| Brutto | Netto | Kindergeld + Leistungen | Verfügbar | Grenzbelastung % (ggü. Zeile davor) |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 0,00 € | 1.073,00 € | 1.073,00 € | - |
| 603 € | 581,29 € | 700,61 € | 1.281,90 € | 65,4 |
| 1.000 € | 874,67 € | 526,33 € | 1.401,00 € | 70,0 |
| 1.500 € | 1.210,58 € | 252,00 € | 1.462,58 € | 87,7 |
| 2.000 € | 1.476,84 € | 90,00 € | 1.566,84 € | 79,1 |
| 2.500 € | 1.768,92 € | 0,00 € | 1.768,92 € | 59,6 |
| 3.000 € | 2.054,42 € | 0,00 € | 2.054,42 € | 42,9 |
| 3.500 € | 2.333,25 € | 0,00 € | 2.333,25 € | 44,2 |
| 4.000 € | 2.605,50 € | 0,00 € | 2.605,50 € | 45,6 |
| 5.000 € | 3.130,09 € | 0,00 € | 3.130,09 € | 47,5 |
Beispiele zum Ausprobieren
- Familie, 2 Kinder: 2.000 → 3.000 € bruttoDavon bleiben dem Haushalt mehr pro Monat: 438,34 €
- Alleinerziehend: Teilzeit 1.200 → 2.000 €Davon bleiben dem Haushalt mehr pro Monat: 337,07 €
- Alleinstehend: Minijob → VollzeitDavon bleiben dem Haushalt mehr pro Monat: 487,02 €
- Zweitverdiener: Partner 3.500 €, du 0 → 1.000 €Davon bleiben dem Haushalt mehr pro Monat: 355,88 €
Häufige Fragen
Lohnt sich mehr arbeiten bei Wohngeld und Kinderzuschlag?
Ja, es kann sich lohnen, aber oft bleibt nur ein Teil übrig. Im Beispiel mit einem Paar und Kindern steigen 2.000 € auf 3.000 € Brutto, verfügbar sind danach 438,34 € mehr. Wohngeld sinkt von 668 auf 505 und Kinderzuschlag von 594 auf 444.
Was ist die Transferentzugsrate?
Die Transferentzugsrate zeigt, wie viel vom zusätzlichen Brutto nicht als zusätzlich verfügbares Einkommen ankommt. Bei 1.000,00 € mehr Brutto und 438,34 € mehr verfügbar liegt sie bei 56,2 %. Je höher die Rate, desto stärker werden Steuern, Abgaben und sinkende Leistungen spürbar.
Kann mehr arbeiten wirklich 0,00 € bringen?
Ja, in bestimmten Fällen bleiben 0,00 € zusätzlich verfügbar. Bei einer alleinstehenden Person mit 1.400 € Brutto heute und 2.300 € Brutto danach bleibt das verfügbare Einkommen bei 1.771,00 €. Die Transferentzugsrate beträgt dann 100 %.
Warum habe ich mehr Brutto, aber kaum mehr Geld?
Meist steigt dein Netto, aber Sozialleistungen sinken gleichzeitig. Beim Paar mit Kindern und dem Schritt von 3.000 € auf 3.500 € Brutto bleiben nur 57,66 € mehr verfügbar. Die Transferentzugsrate beträgt 88,5 %, von jedem zusätzlichen Euro bleiben 0,11 €.
Lohnt sich Vollzeit statt Teilzeit als Alleinstehende oder Alleinstehender?
Das hängt stark von Miete und Leistungen ab. Im Beispiel Minijob auf Vollzeit steigt das verfügbare Einkommen von 1.281,90 € auf 1.768,92 €. Mehr verfügbar sind 487,02 €. Die Transferentzugsrate liegt bei 74,3 %, der Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit bei 3,73 €.
Wie wirkt sich ein teurer Wohnort auf Wohngeld und Mehrarbeit aus?
Ein teurer Wohnort kann den Effekt verbessern, wenn dadurch Wohngeld länger oder stärker wirkt. Im Beispiel Mietenstufe VII mit 1.200 € Miete und 180 € Heizkosten bringt der Schritt von 2.200 € auf 2.900 € Brutto 408,37 € mehr verfügbar.
Was bedeutet Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit?
Der Netto-Stundenlohn der Mehrarbeit zeigt, wie viel zusätzlich verfügbares Einkommen je zusätzlicher Arbeitsstunde bleibt. Bei 438,34 € mehr verfügbar und 10 Std. zusätzlicher Arbeit liegt er im Beispiel bei 10,08 €. Er ist besonders hilfreich, wenn du echte Mehrstunden vergleichst.
Ist der Rechner ein verbindlicher Bescheid?
Nein, der Rechner ist kein verbindlicher Bescheid. Er ist eine Modellrechnung für 2026 und nutzt deine Eingaben zu Einkommen, Haushalt, Miete, Heizkosten und Mietenstufe. Tatsächliche Ansprüche können abweichen, etwa bei besonderen Mehrbedarfen, wechselndem Einkommen oder abweichend anerkannter Miete.
Quellen und Prüfung
- § 6a BKGG - Kinderzuschlag - Bundesministerium der Justiz
- § 19 WoGG - Höhe des Wohngeldes - Bundesministerium der Justiz
- § 11b SGB II - Absetzbeträge (Erwerbstätigenfreibetrag) - Bundesministerium der Justiz
- § 12a SGB II - Vorrangige Leistungen - Bundesministerium der Justiz
Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.
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Lohnt sich mehr arbeiten?. Rechner-info.de, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/gehalt/mehr-arbeiten-rechner

