Flächenträgheitsmoment-Rechner

120 × 240 mm Rechteck ergeben Iy = 13.824 cm⁴ und Wy = 1.152 cm³. Berechne 7 Formen, Schwerpunkt, Hauptmomente und verschobene Achsen.

Stand 24.09.2026Von Sebastian Wiercinski

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Iy um horizontale Schwerpunktachse13.824 cm⁴
Iz um vertikale Schwerpunktachse
3.456 cm⁴
Kleineres elastisches Wy der beiden Randfasern
1.152 cm³
Kleineres elastisches Wz der beiden Randfasern
576 cm³
Querschnittsfläche
288 cm²
Schwerpunkt von links
60 mm
Schwerpunkt von unten
120 mm
Deviationsmoment ∫(x−xs)(z−zs)dA
0 cm⁴
Größeres Hauptträgheitsmoment
13.824 cm⁴
Kleineres Hauptträgheitsmoment
3.456 cm⁴
Steiner-Zuschlag für die verschobene y-Achse
0 cm⁴
Iy der parallel verschobenen Achse
13.824 cm⁴
  • Exakte Geometrie der gewählten scharfkantigen Idealform, ohne Walzradien, Schweißnähte und Materialunterschiede. Steiner verschiebt nur die Bezugsachse; das ausgewiesene elastische Widerstandsmoment bleibt auf die Schwerpunktachse bezogen. I1/I2 sind Flächen-Hauptmomente, keine Torsionskennwerte.
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Querschnitt rechteck: Fläche 288,0000 cm²; Schwerpunkt 60,0000 mm von links und 120,0000 mm von unten.
  2. Einzelflächen mit ihren Schwerpunktabständen ergeben Iy 13.824,0000 cm⁴ und Iz 3.456,0000 cm⁴.
  3. Wy = Iy / größter Randfaserabstand = 1.152,0000 cm³.
  4. Steiner: Fläche × (0 mm)² = 0,0000 cm⁴; verschobenes Iy 13.824,0000 cm⁴.

Was beschreibt das Flächenträgheitsmoment?

Wenn du das Flächenträgheitsmoment berechnen willst, beschreibst du damit die geometrische Steifigkeit eines Querschnitts gegen Biegung. Es geht also nicht um das Material selbst, sondern um die Verteilung der Fläche um eine Achse. Ein schlanker, hoher Querschnitt kann deshalb bei gleicher Fläche deutlich günstiger sein als ein flacher Querschnitt.

Der Rechner gibt dir vor allem Iy und Iz aus. Iy gehört zur horizontalen Schwerpunktachse, Iz zur vertikalen Schwerpunktachse. Dazu kommen das elastische Widerstandsmoment Wy und Wz, die Querschnittsfläche, der Schwerpunkt und bei Bedarf der Steiner-Zuschlag für eine parallel verschobene Achse.

Wichtig für die Einordnung: Das Flächenträgheitsmoment steht in cm⁴, das Widerstandsmoment in cm³. Die eingegebenen Geometriemaße stehen in mm. Das ist in der Statik üblich, kann aber leicht zu Verwechslungen führen, wenn du Werte aus Tabellen, Zeichnungen oder CAD-Modellen übernimmst.

Wie funktioniert die Rechnung für Iy und Wy?

Die Grundidee lautet: Jede kleine Fläche wird mit dem Quadrat ihres Abstands zur betrachteten Achse gewichtet. In Formelworten: Iy ist das Integral über die Fläche aus dem quadratischen Abstand zur horizontalen Schwerpunktachse. Für ein Rechteck nutzt der Rechner die bekannte Form b × h³ ÷ 12. Das Widerstandsmoment Wy entsteht anschließend aus Iy geteilt durch den größten Abstand zur Randfaser.

Ein Beispiel: Beim Rechteck mit 120 mm Breite und 240 mm Höhe liegt der Schwerpunkt 60 mm von links und 120 mm von unten. Die Querschnittsfläche beträgt 288 cm². Für die horizontale Schwerpunktachse ergibt sich Iy = 13.824 cm⁴. Um die vertikale Schwerpunktachse ergibt sich Iz = 3.456 cm⁴. Das kleinere elastische Wy der beiden Randfasern beträgt 1.152 cm³, Wz beträgt 576 cm³.

Der Unterschied zwischen Iy und Iz kommt hier aus der Orientierung des Rechtecks. Die Höhe geht bei Iy besonders stark in die Rechnung ein, weil sie in der Rechteckformel mit der dritten Potenz vorkommt. Deshalb ist ein hochkant stehendes Rechteck um die horizontale Achse deutlich steifer als um die vertikale Achse.

Was sagt der Satz von Steiner bei einer versetzten Achse aus?

Der Satz von Steiner wird gebraucht, wenn die betrachtete Achse parallel zur Schwerpunktachse liegt, aber nicht durch den Schwerpunkt verläuft. In Worten: Das Flächenträgheitsmoment der versetzten Achse ist das Schwerpunktträgheitsmoment plus Fläche mal Abstandsquadrat. Der Zusatzanteil heißt hier Steiner-Zuschlag.

Du siehst den Effekt gut an einem Rechteck 300 mm × 150 mm mit einer um 50 mm versetzten Achse. Um die horizontale Schwerpunktachse beträgt Iy 8.437,5 cm⁴. Die Fläche beträgt 450 cm². Der Steiner-Zuschlag beträgt 11.250 cm⁴. Dadurch steigt das Iy der parallel verschobenen Achse auf 19.687,5 cm⁴.

Bei einem Achsabstand von 0 mm ist der Steiner-Zuschlag 0 cm⁴. Das ist bei vielen symmetrischen Standardfällen so, wenn du direkt um die Schwerpunktachse rechnen willst. Sobald du aber eine Bezugsachse aus einer Zeichnung, eine Auflagerlinie oder eine Verbundachse verwendest, musst du prüfen, ob diese Achse wirklich durch den Schwerpunkt läuft.

Warum unterscheiden sich Rechteck, Rohr, Doppel-T und L-Profil so stark?

Die Profilform bestimmt, wie weit die Fläche von der Achse entfernt liegt. Genau diese Abstände gehen stark in das Flächenträgheitsmoment ein. Deshalb kann ein Profil mit relativ wenig Fläche hohe Werte erreichen, wenn viel Material in den Randbereichen liegt.

Ein Kreisrohr mit 100 mm Außendurchmesser und 8 mm Wanddicke hat Iy = 246,4818 cm⁴ und Iz = 246,4818 cm⁴. Beim Vollkreis mit 80 mm Durchmesser sind Iy und Iz jeweils 201,0619 cm⁴. Bei beiden runden Querschnitten sind Iy und Iz gleich, weil die Geometrie in beide Richtungen gleich wirkt.

Anders ist es bei einem Rechteckrohr mit 120 mm Breite, 80 mm Höhe und 5 mm Wanddicke: Iy beträgt 197,5833 cm⁴, Iz beträgt 375,5833 cm⁴. Die größere Breite wirkt hier stärker um die vertikale Schwerpunktachse. Beim Doppel-T-Profil mit 200 mm Höhe, 120 mm Flanschbreite, 15 mm Flanschdicke und 10 mm Stegdicke liegt Iy bei 3.496,42 cm⁴, Iz bei 433,4167 cm⁴. Die Flansche liegen weit von der horizontalen Schwerpunktachse entfernt und prägen deshalb Iy stark.

Bei unsymmetrischen Profilen kommt ein weiterer Punkt dazu. Ein L-Profil mit 150 mm Breite, 150 mm Höhe und 10 mm Wanddicke hat Iy = 637,2443 cm⁴ und Iz = 637,2443 cm⁴, aber ein Deviationsmoment von -380,1724 cm⁴. Die Hauptträgheitsmomente liegen dann bei 1.017,42 cm⁴ und 257,0718 cm⁴. Für einfache Biegung um y oder z reichen Iy und Iz oft zur ersten Orientierung, für gedrehte Hauptachsen brauchst du die Hauptträgheitsmomente.

Typische Fehler beim Flächenträgheitsmoment berechnen

Wähle den Querschnitt, trage die Maße in mm ein und setze den Achsabstand ein, wenn die Bezugsachse nicht durch den Schwerpunkt läuft. Danach solltest du die Ergebnisse nicht isoliert lesen, sondern mit Achse, Einheit und Schwerpunkt prüfen.

Häufige Fehler sind:

  • Iy und Iz werden vertauscht. Merke dir: Iy gehört zur horizontalen Schwerpunktachse, Iz zur vertikalen Schwerpunktachse.
  • Das Widerstandsmoment wird mit dem Flächenträgheitsmoment verwechselt. Iy und Iz stehen in cm⁴, Wy und Wz in cm³.
  • Der Achsabstand wird eingetragen, obwohl um die Schwerpunktachse gerechnet werden soll. Dann entsteht ein Steiner-Zuschlag, obwohl du ihn vielleicht nicht wolltest.
  • Bei Rohren wird die Wanddicke falsch verstanden. Gemeint ist die Dicke der Rohrwand, nicht ein Innenmaß.
  • Beim Doppel-T oder T-Profil werden Flanschbreite und Flanschdicke vertauscht. Die Flanschbreite beschreibt die Ausladung quer, die Flanschdicke die vertikale Dicke des Flansches.
  • Bei T-Profilen und L-Profilen wird der Schwerpunkt wie bei symmetrischen Rechtecken angenommen. Ein T-Profil mit 180 mm Höhe, 100 mm Flanschbreite, 12 mm Flanschdicke und 8 mm Stegdicke hat den Schwerpunkt 126,4528 mm von unten. Das liegt nicht in der halben Höhe.

Wenn du Werte für eine Bemessung weiterverwendest, achte außerdem darauf, dass die Achsrichtung zu deiner Lastannahme passt. Ein hoher Iy-Wert hilft nur für Biegung um die zugehörige Achse.

Tabellen zum Nachschlagen

Flächenträgheitsmoment von Rechteckbalken 100 × 100 bis 300 mm

Breite 100 mm; horizontale Schwerpunktachse, ohne Steiner-Verschiebung.
Höhe mmIy cm⁴Wy cm³
100833,3333166,6667
1201.440240
1603.413,33426,6667
2006.666,67666,6667
24011.520960
30022.5001.500

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Flächenträgheitsmoment-Rechner: Ein Rechteck mit 120 mm Breite und 240 mm Höhe hat Iy = 13.824 cm⁴ und Wy = 1.152 cm³ um die horizontale Schwerpunktachse. Eine um 200 mm parallel verschobene Achse hat Iy = 129.024 cm⁴.
Auf einen Blick
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Flächenträgheitsmoment von Rechteckbalken 100 × 100 bis 300 mm (Tabelle)
Flächenträgheitsmoment von Rechteckbalken 100 × 100 bis 300 mm
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Häufige Fragen

Wie groß ist das Flächenträgheitsmoment eines Rechtecks mit 200 mm Breite und 300 mm Höhe?

Das Rechteck hat Iy = 45.000 cm⁴ um die horizontale Schwerpunktachse und Iz = 20.000 cm⁴ um die vertikale Schwerpunktachse. Die Fläche beträgt 600 cm², der Schwerpunkt liegt 100 mm von links und 150 mm von unten. Das passende Wy beträgt 3.000 cm³.

Wie groß ist das Flächenträgheitsmoment eines Quadrats mit 100 mm Seitenlänge?

Ein Quadrat mit 100 mm Seitenlänge hat Iy = 833,3333 cm⁴ und Iz = 833,3333 cm⁴. Beide Werte sind gleich, weil der Querschnitt in y- und z-Richtung gleich aufgebaut ist. Das elastische Widerstandsmoment beträgt Wy = 166,6667 cm³ und Wz = 166,6667 cm³.

Was ist der Unterschied zwischen Iy und Iz?

Iy bezieht sich auf die horizontale Schwerpunktachse, Iz auf die vertikale Schwerpunktachse. Bei einem Rechteck 120 mm × 240 mm ist Iy = 13.824 cm⁴ und Iz = 3.456 cm⁴. Der Unterschied entsteht, weil die Fläche zur jeweiligen Achse unterschiedlich verteilt ist.

Wie groß ist das Flächenträgheitsmoment eines Kreisrohrs mit 100 mm Außendurchmesser und 8 mm Wanddicke?

Das Kreisrohr hat Iy = 246,4818 cm⁴ und Iz = 246,4818 cm⁴. Die beiden Werte sind gleich, weil der Querschnitt rotationssymmetrisch ist. Die Fläche beträgt 23,1221 cm², der Schwerpunkt liegt 50 mm von links und 50 mm von unten.

Wie wirkt sich eine um 50 mm versetzte Achse beim Rechteck 300 mm × 150 mm aus?

Die versetzte Achse erhöht Iy auf 19.687,5 cm⁴. Um die Schwerpunktachse beträgt Iy 8.437,5 cm⁴, dazu kommt ein Steiner-Zuschlag von 11.250 cm⁴. Der Achsabstand ist deshalb kein Detail, sondern verändert das Ergebnis deutlich.

Was sagt das Widerstandsmoment Wy aus?

Wy ist das elastische Widerstandsmoment zur horizontalen Schwerpunktachse. Es verbindet das Flächenträgheitsmoment mit dem Abstand zur maßgebenden Randfaser. Beim Rechteck 120 mm × 240 mm ist Iy = 13.824 cm⁴ und Wy = 1.152 cm³. Für Spannungsrechnungen wird meist W verwendet.

Warum hat ein L-Profil ein Deviationsmoment?

Ein L-Profil mit 150 mm Breite, 150 mm Höhe und 10 mm Wanddicke hat ein Deviationsmoment von -380,1724 cm⁴. Der Grund ist die unsymmetrische Flächenverteilung. Deshalb sind die Hauptträgheitsmomente mit 1.017,42 cm⁴ und 257,0718 cm⁴ andere Werte als Iy und Iz.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
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