Holzfeuchte-Rechner
Bei 20 °C und 65 % Luftfeuchte liegt die Modell-Ausgleichsfeuchte bei etwa 12 %. Berechne Darrprobe und einen Trend aus deinen Messungen.
- Ausgleichsfeuchte nach USDA Wood Handbook, idealisiertes mittleres Holz ohne flüssiges Wasser. Sorptionsgeschichte, Holzart und Klimawechsel führen zu Abweichungen; keine bautechnische Freigabe oder Lagerfrist.
Rechenweg mit deinen Zahlen
- USDA-Gleichung 4-5 mit 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte: 12,00 % Ausgleichsfeuchte.
- Das ist ein langfristiger Gleichgewichtswert, keine aktuelle Messung deines Holzstücks.
Was zeigt die Holzfeuchte Tabelle?
Die Holzfeuchte Tabelle beschreibt, welche Holzfeuchte sich bei einem gleichbleibenden Raumklima langfristig einstellen kann. Gemeint ist dabei ein Gleichgewichtswert: Das Holz nimmt so lange Feuchte auf oder gibt Feuchte ab, bis es zum Klima passt. Das ist keine direkte Messung an deinem Brett, Balken oder Scheit.
Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte ergibt das Modell 11,9963 %. In der Tabelle ist derselbe Bereich als 12,0 % dargestellt. Bei 18 °C und 50 % relativer Luftfeuchte liegt der Modellwert bei 9,3197 %. Bei 25 °C und 40 % relativer Luftfeuchte sind es 7,6082 %.
Du nutzt den Rechner, indem du die passende Berechnung auswählst und entweder Klima, Massen oder deine Messreihe einträgst.
Der Tabellenwert hilft dir vor allem beim Einordnen: Wenn ein Holzstück in einem Raum mit konstantem Klima liegt, bewegt es sich langfristig in Richtung dieser Ausgleichsfeuchte. Kurzfristig kann die gemessene Holzfeuchte deutlich abweichen, etwa nach Lagerung im Freien, nach frischem Zuschnitt oder bei dicken Querschnitten.
Wie berechnet man Holzfeuchte aus Nassmasse und Darrmasse?
Die Darrprobe rechnet die Wassermasse auf die trockene Holzmasse. Die Formel lautet in Worten: feuchte Masse minus Darrmasse, geteilt durch Darrmasse, danach mal 100. Das Ergebnis ist die Holzfeuchte.
Ein Beispiel: Eine Probe wiegt vor der vollständigen Trocknung 120 g. Fachgerecht bestimmt bleiben 100 g Darrmasse übrig. Die Wassermasse beträgt 20 g. Die Rechnung lautet: (120 - 100) / 100 × 100 = 20 % Holzfeuchte.
Der Wasseranteil an der feuchten Gesamtmasse ist etwas anderes. Dieselben 20 g Wasser werden dabei auf 120 g Gesamtmasse bezogen. Daraus ergibt sich 16,6667 %. Deshalb darfst du Holzfeuchte und Wasseranteil nicht gleichsetzen. Holzfeuchte kann höher wirken, weil die trockene Holzmasse der Bezugswert ist.
Ein weiteres Beispiel zeigt den Unterschied ebenfalls: Bei 850 g vor dem Trocknen und 700 g Darrmasse enthält die Probe 150 g Wasser. Daraus ergeben sich 21,4286 % Holzfeuchte und 17,6471 % Wasseranteil an der feuchten Gesamtmasse.
Wann ist Holzfeuchte normal und was sagt 10 % aus?
Ob eine Holzfeuchte passend ist, hängt von Anwendung, Umgebung und Messmethode ab. Der Rechner liefert dir dafür keine pauschale Freigabe nach Holzart, Dicke oder Verwendungszweck. Er zeigt dir, ob ein Wert zum Klima passt, wie sich eine Probe rechnerisch einordnet oder wie ein eigener Trocknungstrend weiterlaufen könnte.
Für Innenräume ist die Ausgleichsfeuchte besonders hilfreich. Liegt das Klima bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte, zeigt das Modell 11,9963 %. Eine gemessene Holzfeuchte von 10 % liegt damit unter diesem langfristigen Gleichgewichtswert. Das heißt: In diesem Klima kann Holz eher wieder Feuchte aufnehmen, bis es sich dem Gleichgewicht annähert.
Bei trockenerem Raumklima fällt die rechnerische Ausgleichsfeuchte niedriger aus. Bei 25 °C und 40 % relativer Luftfeuchte ergibt das Modell 7,6082 %. Bei 18 °C und 50 % relativer Luftfeuchte sind es 9,3197 %. Solche Werte sind gut für den Vergleich verschiedener Lagerorte, ersetzen aber keine fachliche Bewertung für tragende Bauteile oder einen bestimmten Holzaufbau.
Wie schätzt das Modell die Trocknungszeit von Holz?
Der Trocknungstrend nutzt zwei eigene Messungen und nähert den weiteren Verlauf mit einer Kurve an. Zusätzlich wird die Ausgleichsfeuchte aus dem Klima als untere Annäherungsgrenze verwendet. Das bedeutet: Das Modell rechnet nicht, dass Holz beliebig weiter trocknet, sondern dass es sich langfristig dem Klimawert nähert.
Ein Beispiel: Die gemessene Holzfeuchte fällt von 45 % auf 30 % in 60 Tagen. Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte liegt die Modell-Ausgleichsfeuchte bei 11,9963 %. Für ein Ziel von 18 % ergibt die Rechnung eine modellierte Restzeit von 108,7 Tage bei gleichem Klima.
Ein anderes Beispiel: Fällt Holz von 35 % auf 28 % in 30 Tagen, ergibt sich bis 18 % eine modellierte Restzeit von 81,1 Tage. Wenn Brennholz von 50 % auf 35 % in 90 Tagen fällt, rechnet das Modell bis 20 % mit 189,3 Tage Restzeit.
Diese Werte sind keine Terminzusage. Schon anderes Stapeln, wechselnde Witterung, andere Messstellen oder eine andere Messmethode können den Verlauf verändern.
Typische Fehler bei Holzfeuchte Tabelle, Darrprobe und Messung
Der häufigste Fehler ist der falsche Bezugswert. Holzfeuchte bezieht sich auf die trockene Holzmasse, nicht auf die feuchte Gesamtmasse. Deshalb ergeben 120 g feuchte Probe und 100 g Darrmasse 20 % Holzfeuchte, aber 16,6667 % Wasseranteil.
Auch bei der Holzfeuchte Tabelle wird oft zu viel hineingelesen. Ein Tabellenwert beschreibt ein Klima, nicht automatisch den aktuellen Zustand deines Holzstücks. Wenn Holz gerade aus einer anderen Umgebung kommt, kann es noch deutlich oberhalb oder unterhalb des Gleichgewichtswerts liegen.
Bei Messreihen solltest du vergleichbare Bedingungen einhalten:
- Miss möglichst an ähnlichen Stellen.
- Verwende dieselbe Methode weiter.
- Vergleiche nur Zeiträume mit ähnlichem Klima.
- Deute die Restzeit als Modellwert, nicht als festen Termin.
Die Darrmasse sollte fachgerecht bestimmt werden. Eine unsaubere Probe, falsches Wiegen oder eine unvollständige Trocknung verfälscht die gesamte Rechnung. Wenn du nur eine grobe Einschätzung brauchst, hilft die Holzfeuchte Tabelle bei der Einordnung des Klimas. Wenn du einen belastbaren Wert für ein konkretes Stück brauchst, ist eine sauber bestimmte Probe oder eine passende Messmethode nötig.
Tabellen zum Nachschlagen
Holzfeuchte Tabelle bei 10, 20 und 30 °C
| Luftfeuchte % | 10 °C | 20 °C | 30 °C |
|---|---|---|---|
| 30 | 6,3 | 6,2 | 6,0 |
| 40 | 7,9 | 7,7 | 7,5 |
| 50 | 9,5 | 9,3 | 9,0 |
| 60 | 11,2 | 11,0 | 10,6 |
| 65 | 12,3 | 12,0 | 11,6 |
| 70 | 13,4 | 13,1 | 12,7 |
| 80 | 16,4 | 16,0 | 15,5 |
| 90 | 20,9 | 20,5 | 20,0 |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Welche Holzfeuchte hat Holz bei 20 °C und 65 % Luftfeuchte?
Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte ergibt das Modell 11,9963 % Holzfeuchte. Das ist die Ausgleichsfeuchte für dieses Klima. Dein tatsächliches Holz kann darüber oder darunter liegen, wenn es noch nicht lange genug in diesem Klima gelagert wurde.
Wie berechne ich Holzfeuchte mit Nassmasse und Darrmasse?
Du berechnest die Holzfeuchte aus feuchter Masse minus Darrmasse, geteilt durch Darrmasse, danach mal 100. Bei 120 g vor dem Trocknen und 100 g Darrmasse ergibt das 20 % Holzfeuchte. Die Wassermasse beträgt dabei 20 g.
Was ist der Unterschied zwischen Holzfeuchte und Wasseranteil?
Holzfeuchte und Wasseranteil haben unterschiedliche Bezugsgrößen. Bei 120 g feuchter Probe und 100 g Darrmasse beträgt die Holzfeuchte 20 %, der Wasseranteil an der feuchten Gesamtmasse aber 16,6667 %. Deshalb wirken beide Werte unterschiedlich, obwohl dieselbe Wassermasse gemeint ist.
Ist 10 % Holzfeuchte bei 20 °C und 65 % Luftfeuchte trocken genug?
10 % liegt unter der Modell-Ausgleichsfeuchte von 11,9963 % bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte. In diesem Klima kann Holz daher wieder Feuchte aufnehmen. Ob es für deine Anwendung trocken genug ist, hängt vom Verwendungszweck und der geforderten Messmethode ab.
Welche Holzfeuchte ergibt sich bei 18 °C und 50 % Luftfeuchte?
Bei 18 °C und 50 % relativer Luftfeuchte ergibt das Modell 9,3197 % Holzfeuchte. Dieser Wert beschreibt die langfristige Ausgleichsfeuchte bei konstantem Klima. Er sagt nicht automatisch, dass dein Holzstück aktuell genau diesen Wert hat.
Wie lange dauert das Trocknen von 45 % auf 18 % Holzfeuchte?
Wenn die Holzfeuchte von 45 % auf 30 % in 60 Tagen gefallen ist, ergibt das Modell bis 18 % noch 108,7 Tage Restzeit. Das gilt bei gleichem Klima mit 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte. Wechselnde Bedingungen können den Verlauf ändern.
Welche Holzfeuchte hat ein Brett mit 850 g und 700 g Darrmasse?
Ein Brett mit 850 g vor dem Trocknen und 700 g Darrmasse hat rechnerisch 21,4286 % Holzfeuchte. Die Wassermasse beträgt 150 g. Bezogen auf die feuchte Gesamtmasse entspricht das einem Wasseranteil von 17,6471 %.
Quellen und Prüfung
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Holzfeuchte-Rechner. Rechner-info.de, Stand 24.09.2026. https://rechner-info.de/bauen/holzfeuchte-rechner

