Taupunkt-Rechner
Taupunkt aus Temperatur und Luftfeuchte: 20 °C bei 50 % ergibt 9,3 °C. Mit absoluter Feuchte, Schwüle, Schimmelcheck für Wände und Taupunkttabelle.
- Abstand Lufttemperatur zum Taupunkt (Spread)
- 10,7 K
- Einordnung
- Trocken und angenehm.
- Absolute Luftfeuchtigkeit
- 8,62 g/m³
- Maximal möglich bei dieser Temperatur
- 17,24 g/m³
- Dampfdruck
- 11,66 hPa
- Sättigungsdampfdruck
- 23,33 hPa
- Mischungsverhältnis (bei 1013 hPa)
- 7,24 g/kg
- Relative Feuchte direkt an der Oberfläche
- 68,5 %
- Bewertung der Oberfläche
- Unkritisch: Die Oberfläche bleibt deutlich trocken genug.
- Oberfläche muss mindestens so warm sein (80-%-Kriterium)
- 12,6 °C
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Sättigungsdampfdruck bei 20 °C: E = 6,112 · exp(17,62 · 20 ÷ (243,12 + 20)) = 23,33 hPa
- Dampfdruck e = 50 % × 23,33 hPa = 11,66 hPa
- Taupunkt = 243,12 · ln(11,66 ÷ 6,112) ÷ (17,62 − ln(…)) = 243,12 · 0,6459 ÷ 16,9741 = 9,3 °C
- An der 15 °C kalten Oberfläche: 11,66 ÷ 17,02 hPa = 68,5 % relative Feuchte
Was sagt der Taupunkt aus?
Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die Luft abgekühlt werden muss, bis Wasserdampf zu Tau wird. Je höher der Taupunkt, desto mehr Wasserdampf steckt tatsächlich in der Luft. Deshalb beschreibt er Feuchte oft greifbarer als die relative Luftfeuchtigkeit.
Ein Beispiel: Bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit enthält die Luft 8,62 g/m³ Wasser. Möglich wären bei dieser Temperatur 17,24 g/m³. Der dazugehörige Dampfdruck liegt bei 11,66 hPa, der Sättigungsdampfdruck bei 23,33 hPa. Daraus ergibt sich ein Taupunkt von 9,3 °C.
Die relative Luftfeuchtigkeit kann täuschen, weil sie immer von der Temperatur abhängt. Kühle Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als warme Luft. Deshalb kann kalte Außenluft mit hoher relativer Feuchte trotzdem wenig Wasser enthalten. Umgekehrt fühlt sich warme Luft mit scheinbar moderater relativer Feuchte schnell feucht an: Bei 30 °C und 60 % liegt der Taupunkt schon bei 21,4 °C, die absolute Luftfeuchtigkeit bei 18,16 g/m³. Bei derselben Temperatur wären maximal 30,26 g/m³ möglich.
Für die Praxis heißt das: Der Taupunkt beantwortet die Frage, ob eine kalte Oberfläche nass wird. Ist eine Wand, ein Fenster oder ein Rohr kälter als der Taupunkt der Raumluft, kondensiert dort Wasser. Liegt die Oberfläche noch darüber, kann sie trotzdem schon kritisch sein, wenn die Feuchte direkt an der Oberfläche stark ansteigt.
Wie funktioniert die Taupunkt Formel?
Der Rechner nutzt die Magnus-Formel nach DWD. In Worten läuft die Rechnung so: Zuerst wird aus der Lufttemperatur der Sättigungsdampfdruck berechnet. Danach wird daraus mit der relativen Luftfeuchtigkeit der tatsächliche Dampfdruck bestimmt. Aus diesem Dampfdruck ergibt sich dann die Taupunkttemperatur.
Die verwendete Formel lautet: E(T) = 6,112 hPa · exp(17,62 · T ÷ (243,12 + T)); e = rF ÷ 100 · E(T); Taupunkt τ = 243,12 · ln(e ÷ 6,112) ÷ (17,62 - ln(e ÷ 6,112)).
Durchgerechnet am Beispiel 20 °C und 50 %:
- Sättigungsdampfdruck bei 20 °C: E = 6,112 · exp(17,62 · 20 ÷ (243,12 + 20)) = 23,33 hPa
- Dampfdruck: e = 50 % × 23,33 hPa = 11,66 hPa
- Taupunkt: 243,12 · ln(11,66 ÷ 6,112) ÷ (17,62 - ln(…)) = 243,12 · 0,6459 ÷ 16,9741 = 9,3 °C
Wenn du zusätzlich eine Oberfläche prüfst, wird der Dampfdruck der Raumluft mit dem Sättigungsdampfdruck an dieser Oberfläche verglichen. Bei einer 15 °C kalten Oberfläche ergibt sich im Beispiel 68,5 % relative Feuchte direkt an der Oberfläche. Das ist unkritisch. Die Oberfläche müsste nach dem 80-%-Kriterium mindestens 12,6 °C warm sein. Der Abstand der Lufttemperatur zum Taupunkt beträgt hier 10,7 K.
Ab welchem Taupunkt ist es schwül?
Schwüle hängt nicht nur an der Lufttemperatur, sondern am Wasserdampfgehalt. Der DWD beschreibt Schwüle über den Dampfdruck. In der Einordnung des Rechners beginnt Schwüle ab einem Dampfdruck von 18,8 hPa. Das entspricht ungefähr dem Bereich um 17 °C Taupunkt.
Ein paar Werte zeigen die Abstufung:
| Taupunkt | Dampfdruck | Empfinden |
|---|---|---|
| 8 °C | 10,71 hPa | Trocken und angenehm. |
| 16 °C | 18,14 hPa | Leicht feucht bis klebrig - noch unter der Schwülegrenze. |
| 17 °C | 19,33 hPa | Schwül - über der Schwülegrenze des DWD. |
| 19 °C | 21,92 hPa | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
| 24 °C | 29,77 hPa | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
Deshalb kann auch ein Wert knapp unter scheinbar normalen Luftfeuchten unangenehm werden. Bei 25 °C und 60 % Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 16,7 °C, der Dampfdruck bei 18,96 hPa. Die Einordnung ist bereits schwül. Bei 30 °C und 70 % steigt der Taupunkt auf 23,9 °C, der Dampfdruck auf 29,64 hPa. Das fühlt sich deutlich belastender an, obwohl die relative Luftfeuchtigkeit nicht bei 100,0 % liegt.
Für dein Gefühl ist der Taupunkt oft stabiler als die relative Luftfeuchtigkeit: Sinkt die Temperatur am Abend, steigt die relative Feuchte automatisch. Der Taupunkt zeigt dagegen, wie viel Wasser tatsächlich in der Luft steckt.
Taupunkt Wand Schimmel: Warum die Oberfläche zählt
Bei Schimmel und Kondenswasser zählt die kälteste Stelle, nicht die mittlere Raumtemperatur. Eine Raumecke, Fensterlaibung oder Glasscheibe kann viel kälter sein als die Luft im Raum. Dort steigt die relative Feuchte an, weil kalte Luft direkt an der Oberfläche weniger Wasserdampf aufnehmen kann.
Typische Beispiele:
- Bei 21 °C und 60 % liegt der Taupunkt bei 12,9 °C. Eine Scheibe mit 11 °C erreicht direkt an der Oberfläche 100,0 % relative Feuchte. Es bildet sich Tauwasser. Die Oberfläche müsste mindestens 16,4 °C warm sein, damit das 80-%-Kriterium eingehalten wird.
- Bei denselben Raumwerten, aber einer Fensteroberfläche mit 14 °C, entsteht noch kein Tauwasser. Direkt an der Oberfläche liegen aber 93,3 % an. Das ist Schimmelgefahr, weil schon über 80 % Feuchte an der Oberfläche für Wachstum reichen können.
- Bei 22 °C und 65 % hat die Luft einen Taupunkt von 15,1 °C. Eine Wand mit 12 °C ist kälter als der Taupunkt. Die Oberfläche wird nass, und als Mindesttemperatur gegen Schimmel ergeben sich 18,6 °C.
- In einem Keller mit 18 °C und 75 % liegt der Taupunkt bei 13,5 °C. Eine Kellerwand mit 9 °C ist damit problematisch. Die Oberfläche müsste mindestens 17,0 °C erreichen.
Der Rechner ersetzt keine Baustoffanalyse und keine Suche nach Leckagen. Er zeigt aber klar, ob die gemessene Oberfläche aus Feuchtesicht kritisch ist. Miss dafür möglichst die kälteste Stelle, nicht die Wandmitte.
Relative Luftfeuchtigkeit aus Taupunkt berechnen
Du kannst die Rechnung auch umdrehen: Wenn Lufttemperatur und Taupunkt bekannt sind, lässt sich daraus die relative Luftfeuchtigkeit berechnen. Das ist nützlich bei Wetterdaten, Klimageräten oder Sensoren, die den Taupunkt direkt ausgeben.
Bei 26 °C Lufttemperatur und 18 °C Taupunkt ergibt sich 61,4 % relative Luftfeuchtigkeit. Der Dampfdruck beträgt 20,59 hPa, die Einordnung ist schwül. Wenn eine Oberfläche dabei nur 15 °C warm ist, erreicht sie 100,0 % relative Feuchte. Es kondensiert Wasser. Nach dem 80-%-Kriterium müsste diese Oberfläche mindestens 21,6 °C warm sein.
Bei 20 °C Lufttemperatur und 10 °C Taupunkt ergibt sich dagegen 52,6 % relative Luftfeuchtigkeit. An einer 15 °C warmen Oberfläche liegen 72,0 % an. Das ist noch kein Schimmelkriterium, aber die Reserve ist kleiner als bei trockenerer Luft. Die nötige Oberflächentemperatur gegen Schimmel liegt hier bei 13,4 °C.
Auch bei Sommerlüftung im Keller hilft diese Sichtweise. Warme Außenluft kann einen hohen Taupunkt mitbringen. Trifft sie auf kalte Kellerwände oder Rohre, steigt die Oberflächenfeuchte schnell bis zur Sättigung. Die Außentemperatur allein sagt dann wenig aus. Entscheidend ist, ob der Taupunkt der Außenluft über der kalten Oberfläche liegt.
Typische Fehler beim Taupunkt berechnen
Ein häufiger Fehler ist, nur auf die relative Luftfeuchtigkeit zu schauen. Bei 10 °C und 90 % wirkt die Luft sehr feucht. Der Taupunkt liegt aber bei 8,4 °C, die absolute Luftfeuchtigkeit bei 8,44 g/m³. An einer 15 °C warmen Oberfläche ergeben sich 64,8 % relative Feuchte. Das ist unkritisch.
Umgekehrt kann moderate relative Feuchte bei Wärme viel Wasser bedeuten. Bei 30 °C und 60 % beträgt die absolute Luftfeuchtigkeit 18,16 g/m³ und der Taupunkt 21,4 °C. Solche Luft ist für kühle Oberflächen deutlich kritischer als kältere Luft mit hoher Prozentanzeige.
Noch ein Sonderfall ist Frost. Bei 0 °C und 85 % liegt der Taupunkt bei -2,2 °C. Der Rechner gibt dazu einen Frostpunkt von -2,0 °C aus. Unter solchen Bedingungen geht es eher um Reif statt um flüssigen Tau.
Praxistipps:
- Miss Temperatur und Luftfeuchte möglichst dort, wo das Problem auftritt.
- Prüfe bei Schimmelverdacht die kälteste Oberfläche, etwa Ecke, Fensterlaibung oder Rohr.
- Nach Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen kann der Taupunkt schnell steigen, weil direkt Wasserdampf in die Raumluft gelangt.
- Lüften hilft nur dann, wenn die einströmende Luft nach dem Erwärmen weniger Feuchte in den Raum bringt oder einen niedrigeren Taupunkt hat als die kritische Oberfläche.
Wenn Messwerte stark schwanken, rechne lieber mehrere Situationen durch: morgens, nach dem Lüften und nach Feuchtequellen im Raum.
Tabellen zum Nachschlagen
Taupunkttabelle: Taupunkt nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit
| Lufttemperatur | 30 % | 40 % | 50 % | 60 % | 70 % | 80 % | 90 % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 °C | -15,5 | -12,0 | -9,2 | -6,8 | -4,8 | -3,0 | -1,4 |
| 2 °C | -13,8 | -10,2 | -7,4 | -5,0 | -2,9 | -1,1 | 0,5 |
| 4 °C | -12,0 | -8,4 | -5,5 | -3,1 | -1,0 | 0,9 | 2,5 |
| 6 °C | -10,3 | -6,6 | -3,7 | -1,2 | 0,9 | 2,8 | 4,5 |
| 8 °C | -8,6 | -4,8 | -1,8 | 0,7 | 2,9 | 4,8 | 6,5 |
| 10 °C | -6,8 | -3,0 | 0,0 | 2,6 | 4,8 | 6,7 | 8,4 |
| 12 °C | -5,1 | -1,2 | 1,9 | 4,5 | 6,7 | 8,7 | 10,4 |
| 14 °C | -3,3 | 0,6 | 3,7 | 6,4 | 8,6 | 10,6 | 12,4 |
| 16 °C | -1,6 | 2,4 | 5,6 | 8,2 | 10,5 | 12,5 | 14,4 |
| 18 °C | 0,1 | 4,2 | 7,4 | 10,1 | 12,4 | 14,5 | 16,3 |
| 20 °C | 1,9 | 6,0 | 9,3 | 12,0 | 14,4 | 16,4 | 18,3 |
| 22 °C | 3,6 | 7,8 | 11,1 | 13,9 | 16,3 | 18,4 | 20,3 |
| 24 °C | 5,3 | 9,6 | 12,9 | 15,8 | 18,2 | 20,3 | 22,3 |
| 26 °C | 7,1 | 11,4 | 14,8 | 17,6 | 20,1 | 22,3 | 24,2 |
| 28 °C | 8,8 | 13,1 | 16,6 | 19,5 | 22,0 | 24,2 | 26,2 |
| 30 °C | 10,5 | 14,9 | 18,4 | 21,4 | 23,9 | 26,2 | 28,2 |
| 32 °C | 12,3 | 16,7 | 20,3 | 23,3 | 25,8 | 28,1 | 30,2 |
| 35 °C | 14,8 | 19,4 | 23,0 | 26,1 | 28,7 | 31,0 | 33,1 |
Ab welchem Taupunkt ist es schwül?
| Taupunkt | Dampfdruck (hPa) | Empfinden |
|---|---|---|
| 8 °C | 10,71 | Trocken und angenehm. |
| 10 °C | 12,26 | Trocken und angenehm. |
| 12 °C | 14,00 | Trocken und angenehm. |
| 13 °C | 14,95 | Leicht feucht bis klebrig - noch unter der Schwülegrenze. |
| 14 °C | 15,95 | Leicht feucht bis klebrig - noch unter der Schwülegrenze. |
| 15 °C | 17,02 | Leicht feucht bis klebrig - noch unter der Schwülegrenze. |
| 16 °C | 18,14 | Leicht feucht bis klebrig - noch unter der Schwülegrenze. |
| 17 °C | 19,33 | Schwül - über der Schwülegrenze des DWD (Dampfdruck ab 18,8 hPa). |
| 18 °C | 20,59 | Schwül - über der Schwülegrenze des DWD (Dampfdruck ab 18,8 hPa). |
| 19 °C | 21,92 | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
| 20 °C | 23,33 | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
| 22 °C | 26,37 | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
| 24 °C | 29,77 | Drückend schwül - viel Feuchte in der Luft, Schwitzen kühlt kaum noch. |
Sättigungsdampfdruck und maximale Luftfeuchtigkeit nach Temperatur
| Temperatur | Sättigungsdampfdruck (hPa) | Max. Wassergehalt (g/m³) | Schwül ab rel. Feuchte (%) |
|---|---|---|---|
| -20 °C | 1,26 | 1,08 | – |
| -15 °C | 1,92 | 1,61 | – |
| -10 °C | 2,87 | 2,36 | – |
| -5 °C | 4,22 | 3,41 | – |
| 0 °C | 6,11 | 4,85 | – |
| 5 °C | 8,72 | 6,79 | – |
| 10 °C | 12,26 | 9,38 | – |
| 15 °C | 17,02 | 12,80 | – |
| 20 °C | 23,33 | 17,24 | 80,6 |
| 25 °C | 31,60 | 22,97 | 59,5 |
| 30 °C | 42,34 | 30,26 | 44,4 |
| 35 °C | 56,13 | 39,47 | 33,5 |
| 40 °C | 73,67 | 50,98 | 25,5 |
Wie warm muss die Wand sein? Mindest-Oberflächentemperatur gegen Schimmel
| Raumtemperatur | 40 %: Schimmel unter | 40 %: Tauwasser unter | 50 %: Schimmel unter | 50 %: Tauwasser unter | 60 %: Schimmel unter | 60 %: Tauwasser unter | 70 %: Schimmel unter | 70 %: Tauwasser unter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 16 °C | 5,6 °C | 2,4 °C | 8,8 °C | 5,6 °C | 11,6 °C | 8,2 °C | 13,9 °C | 10,5 °C |
| 18 °C | 7,4 °C | 4,2 °C | 10,7 °C | 7,4 °C | 13,5 °C | 10,1 °C | 15,9 °C | 12,4 °C |
| 20 °C | 9,3 °C | 6,0 °C | 12,6 °C | 9,3 °C | 15,4 °C | 12,0 °C | 17,9 °C | 14,4 °C |
| 22 °C | 11,1 °C | 7,8 °C | 14,5 °C | 11,1 °C | 17,4 °C | 13,9 °C | 19,8 °C | 16,3 °C |
| 24 °C | 12,9 °C | 9,6 °C | 16,4 °C | 12,9 °C | 19,3 °C | 15,8 °C | 21,8 °C | 18,2 °C |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Wie kann ich den Taupunkt berechnen?
Mit der Magnus-Formel berechnest du zuerst den Sättigungsdampfdruck, dann den tatsächlichen Dampfdruck und daraus den Taupunkt. Bei 20 °C und 50 % ergibt die Rechnung 23,33 hPa Sättigungsdampfdruck, 11,66 hPa Dampfdruck und einen Taupunkt von 9,3 °C.
Ab welchem Taupunkt ist es schwül?
Ab 17 °C Taupunkt wird es nach der Einordnung schwül, weil der Dampfdruck dann 19,33 hPa erreicht. Die DWD-Schwülegrenze liegt bei einem Dampfdruck ab 18,8 hPa. Bei 19 °C Taupunkt wird es bereits als drückend schwül eingeordnet.
Ist ein Taupunkt von 18 °C schon schwül?
Ja, ein Taupunkt von 18 °C ist schwül. Bei 26 °C Lufttemperatur entspricht das 61,4 % relativer Luftfeuchtigkeit und 20,59 hPa Dampfdruck. An einer 15 °C kalten Oberfläche entsteht dabei Tauwasser, weil dort 100,0 % relative Feuchte erreicht werden.
Wann beschlägt ein Fenster?
Ein Fenster beschlägt, wenn seine Oberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft. Bei 21 °C und 60 % liegt der Taupunkt bei 12,9 °C. Eine Scheibe mit 11 °C ist kälter, deshalb zeigt die Rechnung 100,0 % relative Feuchte direkt an der Oberfläche.
Welche Wandtemperatur schützt bei 20 °C und 50 % vor Schimmel?
Bei 20 °C und 50 % sollte die Oberfläche mindestens 12,6 °C warm sein, damit das 80-%-Kriterium eingehalten wird. Der Taupunkt liegt in dieser Rechnung bei 9,3 °C. Tauwasser entsteht also erst darunter, Schimmelrisiko kann aber schon früher steigen.
Wie viel relative Luftfeuchtigkeit sind 10 °C Taupunkt bei 20 °C?
10 °C Taupunkt bei 20 °C entsprechen 52,6 % relativer Luftfeuchtigkeit. Der Dampfdruck liegt bei 12,26 hPa. An einer 15 °C Oberfläche ergeben sich 72,0 % relative Feuchte, also noch kein Schimmelkriterium, aber weniger Reserve als bei trockenerer Luft.
Warum ist Sommerlüftung im Keller riskant?
Sommerlüftung im Keller ist riskant, wenn warme Außenluft einen hohen Taupunkt hat und auf kühle Bauteile trifft. Bei 30 °C und 70 % liegt der Taupunkt bei 23,9 °C. An einer 15 °C Oberfläche erreicht die Feuchte 100,0 %, dort kondensiert Wasser.
Was bedeutet ein Taupunkt unter 0 °C?
Ein Taupunkt unter 0 °C bedeutet, dass Wasserdampf erst unter dem Gefrierbereich zur Sättigung kommt. Bei 0 °C und 85 % liegt der Taupunkt bei -2,2 °C, der Frostpunkt bei -2,0 °C. Dann geht es eher um Reif als um flüssigen Tau.
Quellen und Prüfung
- Wetterlexikon: Taupunkt - Deutscher Wetterdienst
- Wetterlexikon: Schwüle (Schwülegrenze 18,8 hPa) - Deutscher Wetterdienst
- Why use dew point instead of relative humidity? (Komfortstufen) - National Weather Service (NOAA)
- Schimmel in Innenräumen: Ursachen und Vorbeugung - Umweltbundesamt
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Taupunkt-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/wetter/taupunkt-rechner

