Ladeverlust-Rechner

Für 40 kWh im Akku ziehst du an der Steckdose rund 47,6 kWh aus dem Netz (16 % Verlust), an der Wallbox 42,7 kWh. Verlust, Mehrkosten und Wirkungsgrad.

Stand 23.09.2026Quelle: ADAC e.V.Von Sebastian Wiercinski

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Haushaltsstrom 2026 im Schnitt 37 ct (BDEW).

Ladeverlust2,74 kWh
Strom aus dem Netz (bezahlt)
42,74 kWh
Verlust in Prozent des Netzbezugs
6,4 %
Wirkungsgrad
93,6 %
Aufschlag auf jede kWh im Akku
6,8 %
Kosten des Ladevorgangs
15,81 €
Davon Kosten des Verlusts
1,01 €
Effektiver Preis je kWh im Akku
39,5 ct/kWh
Verlust pro Jahr
139 kWh
Verlustkosten pro Jahr
51,61 €
Netzbezug je 100 km
18,2 kWh
Verlust je Ladeart (gleiche Lademenge)
02468Haushaltssteckdose (Schuko, 2,3 kW)Wallbox mit PV-Überschuss (4,1 kW)Wallbox 11 kWWallbox 22 kWDC-Schnelllader, Akku vorgewärmtDC-Schnelllader bei 0 °C ohne Vorwärmen
Verlust
Ladearten im Vergleich (ADAC-Test 2026)
LadeartØ VerlustSpanneNetzbezugVerlustVerlustkostenpro Jahr
Haushaltssteckdose (Schuko, 2,3 kW)16 %12,7-24,2 %47,6 kWh7,6 kWh2,82 €143,77 €
Wallbox mit PV-Überschuss (4,1 kW)10 %8,0-12,8 %44,4 kWh4,4 kWh1,64 €83,87 €
Wallbox 11 kW6,4 %5,1-7,0 %42,7 kWh2,7 kWh1,01 €51,61 €
Wallbox 22 kW6,7 %6,7 % (1 Modell)42,9 kWh2,9 kWh1,06 €54,20 €
DC-Schnelllader, Akku vorgewärmt2,8 %1-4 %41,2 kWh1,2 kWh0,43 €21,74 €
DC-Schnelllader bei 0 °C ohne Vorwärmen7,8 %6-10 %43,4 kWh3,4 kWh1,25 €63,86 €
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Netzbezug = 40 kWh ÷ (1 − 0,064) = 42,74 kWh
  2. Verlust = 42,74 − 40 = 2,74 kWh
  3. Kosten: 42,74 kWh × 37 ct = 15,81 €, davon Verlust 1,01 €
  4. Jede kWh im Akku kostet damit 39,5 ct statt 37 ct (+6,8 %)

Was bedeuten Ladeverluste beim E-Auto?

Ladeverluste beim E-Auto sind die Energie, die du aus dem Netz bezahlst, die aber nicht als nutzbare Energie im Akku landet. Ein Teil geht zum Beispiel in der Ladeelektronik, im Kabel, in der Batterieheizung oder in der Kühlung verloren. Deshalb zeigt ein Stromzähler an der Wallbox oft mehr kWh an, als die Auto-App als Akkuzuwachs meldet.

Der Unterschied ist für deine Kosten relevant: Wenn dein Bordcomputer mit kWh im Akku rechnet, dein Stromzähler aber den Netzbezug misst, vergleichst du zwei verschiedene Werte. Für die Stromrechnung zählt der Netzbezug. Für die Reichweite zählt, was im Akku ankommt.

Wähle im Rechner entweder eine Ladeart oder gib deine eigene Messung aus Zählerwert und Akkuzuwachs ein.

Wie werden Ladeverluste beim E-Auto berechnet?

Die Rechnung trennt zwischen Energie im Akku und Strom aus dem Netz. In Worten lautet die Formel: Der Netzbezug ergibt sich aus der gewünschten Akkumenge geteilt durch den Wirkungsgrad. Der Ladeverlust ist dann die Differenz zwischen Netzbezug und Akkumenge. Wenn du selbst misst, gilt: Verlust ist Netzbezug minus Akkuzuwachs, anschließend wird dieser Verlust ins Verhältnis zum Netzbezug gesetzt.

Beispiel mit einer Wallbox 11 kW: Im Akku sollen 40 kWh ankommen. Der angenommene Ladeverlust liegt bei 6,4 %, der Wirkungsgrad damit bei 93,6 %. Daraus ergibt sich ein Netzbezug von 42,74 kWh. Der Ladeverlust beträgt 2,74 kWh.

Bei einem Strompreis von 37 ct/kWh kostet dieser Ladevorgang 15,81 €. Davon entfallen 1,01 € auf Energie, die nicht im Akku landet. Der effektive Preis für die tatsächlich gespeicherte Energie steigt dadurch auf 39,5 ct/kWh. Pro 100 km werden in diesem Beispiel 18,2 kWh aus dem Netz benötigt, obwohl der Bordcomputer mit 17 kWh/100 km rechnet.

Ladeverlust Wallbox, Schuko und DC-Schnelllader im Vergleich

Die Ladeart macht einen deutlichen Unterschied. Besonders hoch sind Verluste häufig bei langsamem Laden über die Haushaltssteckdose, weil die Bordelektronik lange aktiv bleibt. Eine Wallbox 11 kW liegt im Vergleich meist günstiger. Beim DC-Schnellladen ist der Verlust bei vorgewärmtem Akku niedrig, kann bei kaltem Akku ohne Vorwärmen aber steigen.

Für 40 kWh im Akku zeigen die Vergleichswerte:

Ladeart Netzbezug Ladeverlust Verlustkosten
Haushaltssteckdose, 2,3 kW 47,6 kWh 7,6 kWh 2,82 €
Wallbox mit PV-Überschuss, 4,1 kW 44,4 kWh 4,4 kWh 1,64 €
Wallbox 11 kW 42,7 kWh 2,7 kWh 1,01 €
Wallbox 22 kW 42,9 kWh 2,9 kWh 1,06 €
DC-Schnelllader, Akku vorgewärmt 41,2 kWh 1,2 kWh 0,43 €
DC-Schnelllader bei 0 °C ohne Vorwärmen 43,4 kWh 3,4 kWh 1,25 €

Die Werte sind Richtwerte. Einzelne Modelle können abweichen: Bei AC-Laden an der Wallbox 11 kW liegen die Messwerte zwischen 5,1-7,0 %. An der Schuko-Steckdose reicht die Spanne von 12,7-24,2 %. Deshalb ist eine eigene Messung sinnvoll, wenn du deine realen Kosten genauer kennen willst.

Warum verteuern Ladeverluste die kWh im Akku stärker als der Prozentwert klingt?

Ein Ladeverlust von 16 % bedeutet nicht, dass die gespeicherte kWh nur 16 % teurer wird. Der Verlust bezieht sich auf den bezahlten Netzstrom. Du brauchst also mehr Strom aus dem Netz, um dieselbe Menge im Akku zu speichern. Dadurch steigt der effektive Preis je kWh im Akku stärker.

Bei der Haushaltssteckdose mit 16 % Verlust und 40 kWh im Akku werden 47,62 kWh aus dem Netz bezogen. Der Ladevorgang kostet 17,62 €, davon sind 2,82 € Verlustkosten. Der effektive Preis liegt bei 44,0 ct/kWh statt 37 ct/kWh. Der Aufschlag auf jede gespeicherte kWh beträgt 19 %.

Noch deutlicher wird es bei höheren Verlusten: Bei 20 % Ladeverlust steigt der Aufschlag je kWh im Akku auf 25 %. Bei 30 % Ladeverlust liegt der Aufschlag bei 42,9 %. Für Kostenvergleiche solltest du deshalb nicht nur den Strompreis am Zähler betrachten, sondern den effektiven Preis der Energie im Akku.

Ladeverlust messen: typische Fehler vermeiden

Wenn du Ladeverluste messen willst, brauchst du zwei passende Werte aus demselben Ladevorgang: den Verbrauch laut Wallbox oder Stromzähler und die im Akku angekommene Energie. Ein Beispiel: Der Zähler zeigt 45 kWh, im Akku kommen 40 kWh an. Dann gehen 5,00 kWh verloren, der Ladeverlust beträgt 11,1 %. Der Wirkungsgrad liegt bei 88,9 %, der effektive Preis steigt auf 41,6 ct/kWh.

Achte dabei auf diese Punkte:

  • Vergleiche nicht eine Anzeige aus dem Auto mit einem anderen Ladevorgang am Zähler. Beide Werte müssen zusammengehören.
  • Nutze möglichst einen geeichten Zähler oder die Abrechnung der Wallbox. Eine ungenaue Anzeige verfälscht den Verlust.
  • Lade nicht direkt vor oder nach starker Akkuheizung, wenn du einen normalen Alltagswert messen willst.
  • Bedenke, dass kalte Bedingungen den Wert verändern können. Beim DC-Schnellladen wurden bei 0 °C ohne Vorwärmen 6-10 % gemessen, bei vorkonditioniertem Akku bei 23 °C dagegen 1-4 %.
  • PV-Überschussladen kann wegen niedriger Ladeleistung höhere Verluste haben als eine Wallbox 11 kW. Im Vergleich liegt PV-Überschuss bei 10 %, die Wallbox 11 kW bei 6,4 %.

Für die Praxis heißt das: Miss mehrere typische Ladevorgänge getrennt nach Ladeart, statt aus einem einzigen Sonderfall auf dein ganzes Jahr zu schließen.

Tabellen zum Nachschlagen

Ladeverlust in Prozent: so viel teurer wird jede kWh

Aufschlag = Verlust ÷ (1 − Verlust); Jahreswerte für 12.000 km, 17 kWh/100 km, 37 ct/kWh
LadeverlustAufschlag je kWhVerlust pro JahrVerlustkosten pro Jahr
5 %5,3 %107 kWh39,73 €
7 %7,5 %154 kWh56,81 €
10 %11,1 %227 kWh83,87 €
12 %13,6 %278 kWh102,93 €
15 %17,6 %360 kWh133,20 €
16 %19 %389 kWh143,77 €
20 %25 %510 kWh188,70 €
25 %33,3 %680 kWh251,60 €
30 %42,9 %874 kWh323,49 €

Ladeverluste je Modell: ADAC-Messwerte AC-Laden 2026

Verlust in Prozent des Netzbezugs, Laden von 10 auf 90 %, Akku 20-30 °C (ADAC, veröffentlicht 06.08.2026)
ModellSchuko 2,3 kWPV-Laden 4,1 kWWallbox 11 kWWallbox 22 kW
Volvo EX3014,2 %9,1 %7 %6,7 %
Mercedes CLA 350 EQ24,2 %12,8 %6,9 %-
Renault R5 E-Tech13,7 %8 %5,1 %-
Tesla Model Y12,7 %9,4 %6,1 %-
VW ID.715,3 %10,6 %6,9 %-

Ladeverluste beim Schnellladen (DC) nach Temperatur

Fahrzeugseitige Verluste in Prozent (ADAC-Test 2026); Verluste in der Ladesäule selbst zahlst du nicht
Modell23 °C, vorkonditioniert0 °C, vorkonditioniert0 °C, ohne Vorwärmen
Hyundai Ioniq 61 %1 %6 %
Renault Mégane E-Tech4 %6 %8 %
Tesla Model Y3 %4 %10 %
VW ID.33 %5 %7 %

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

Du darfst die Grafiken kostenlos in Blogs, Artikeln, Präsentationen oder im Unterricht verwenden - einzige Bedingung ist ein Link auf diese Seite als Quelle (Lizenz CC BY 4.0).

Ladeverlust-Rechner: Laut ADAC-Test 2026 gehen an der 11-kW-Wallbox 5 bis 7 % des Stroms verloren, an der Haushaltssteckdose 13 bis 24 %. Bei 16 % Verlust zahlst du für jede kWh im Akku 19 % mehr, bei 20 % Verlust schon 25 %.
Auf einen Blick
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Ladeverlust in Prozent: so viel teurer wird jede kWh (Tabelle)
Ladeverlust in Prozent: so viel teurer wird jede kWh
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Häufige Fragen

Wie hoch sind Ladeverluste beim E-Auto im Durchschnitt?

Bei der Wallbox 11 kW liegt der Richtwert bei 6,4 %, an der Haushaltssteckdose bei 16 %. Beim DC-Schnelllader mit vorgewärmtem Akku sind es 2,8 %. Der tatsächliche Wert hängt von Ladeart, Fahrzeug, Temperatur und Ladeleistung ab. Eine eigene Messung zeigt dir den realen Wert für dein Auto.

Wie berechne ich Ladeverluste beim E-Auto selbst?

Du berechnest den Ladeverlust aus Zählerwert minus Akkuzuwachs. Wenn die Wallbox 45 kWh misst und 40 kWh im Akku ankommen, gehen 5,00 kWh verloren. Das entspricht 11,1 % Ladeverlust und einem Wirkungsgrad von 88,9 %. Wichtig ist, dass beide Werte aus demselben Ladevorgang stammen.

Wie viel Ladeverlust habe ich bei 20 kWh an der Wallbox 11 kW?

Bei 20 kWh im Akku und einer Wallbox 11 kW beträgt der Ladeverlust 1,37 kWh. Du bezahlst 21,37 kWh aus dem Netz. Bei 37 ct/kWh kostet der Ladevorgang 7,91 €, davon entfallen 0,51 € auf den Verlust.

Wie viel Ladeverlust entsteht bei 50 kWh an der Schuko-Steckdose?

Bei 50 kWh im Akku entstehen an der Haushaltssteckdose 9,52 kWh Ladeverlust. Der Netzbezug liegt bei 59,52 kWh. Bei 37 ct/kWh kostet der Ladevorgang 22,02 €, davon sind 3,52 € Verlustkosten. Der effektive Preis steigt auf 44,0 ct/kWh.

Welche Ladeart hat die geringsten Ladeverluste?

Der niedrigste Richtwert in den Beispielen ist der DC-Schnelllader mit vorgewärmtem Akku bei 2,8 %. Für 40 kWh im Akku bedeutet das 1,15 kWh Verlust und 41,15 kWh Netzbezug. Bei kaltem Akku ohne Vorwärmen kann DC-Laden dagegen deutlich höher liegen.

Sind 20 % Ladeverlust gleich 20 % höhere Stromkosten?

Nein, 20 % Ladeverlust erhöhen den Preis je kWh im Akku um 25 %. Der Grund: Der Verlust wird auf den bezahlten Netzstrom bezogen, nicht auf die gespeicherte Akkumenge. Deshalb fällt der Preisaufschlag höher aus als der Verlustwert auf den ersten Blick vermuten lässt.

Wie wirken sich Ladeverluste pro Jahr aus?

Bei 12.000 km Fahrleistung, 17 kWh/100 km und 37 ct/kWh entstehen an der Wallbox 11 kW 139 kWh Verlust pro Jahr. Das entspricht 51,61 €. An der Haushaltssteckdose sind es 389 kWh und 143,77 €. Deine Werte ändern sich mit Fahrleistung, Verbrauch und Strompreis.

Wie stark beeinflusst Kälte die Ladeverluste beim Schnellladen?

Kälte kann die Ladeverluste beim DC-Schnellladen erhöhen. Bei 0 °C ohne Vorwärmen liegen die Vergleichswerte bei 6-10 %. Mit vorgewärmtem Akku liegen die Werte bei 0 °C zwischen 1-6 %. Bei 23 °C und vorkonditioniertem Akku wurden 1-4 % gemessen.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026, Werte gültig ab 06.08.2026
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