Extrempunkte-Rechner

Extrempunkte berechnen: f(x) = x³ − 3x hat den Hochpunkt H(−1 | 2) und den Tiefpunkt T(1 | −2). Exakt, mit f', f'', Monotonie, Graph und Randextrema.

Stand 23.09.2026Quelle: MathebibelVon Sebastian Wiercinski

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Potenz mit ^ (x^3), Malzeichen darf fehlen (2x), Dezimalkomma erlaubt. Auch e^x, ln(x), sin(x), sqrt(x) und Brüche wie (x^2+1)/(x-1).

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Im Intervall zählen auch die Randwerte: So findest du das globale Maximum und Minimum, etwa bei Extremwertaufgaben.

Bei „ganz ℝ“ nur der Suchbereich für Funktionen, die sich nicht exakt lösen lassen (sin, e^x …). Polynome werden immer vollständig untersucht.

ExtrempunkteH(−1 | 2); T(1 | −2)
Anzahl lokaler Extrempunkte
2
1. Ableitung f'(x)
3x² − 3
2. Ableitung f''(x)
6x
Notwendige Bedingung f'(x) = 0
f'(x) = 3x² − 3 = 0
   Quadratische Gleichung 3x² − 3 = 0:
      Durch 3 teilen (Normalform): x² − 1 = 0
      pq-Formel mit p = 0 und q = −1: x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q) = 0 ± √(0 + 1) = 0 ± √(1)
      √(1) = 1, also x₁ = 0 + 1 = 1 und x₂ = 0 − 1 = −1
⇒ x₁ = −1;  x₂ = 1
Hinreichende Bedingung
f''(−1) = −6 < 0  ⇒  Hochpunkt
f''(1) = 6 > 0  ⇒  Tiefpunkt
Globale Extrema?
kein globales Maximum (f wird beliebig groß); kein globales Minimum (f wird beliebig klein)
Extrempunkte im Detail
Punktxy = f(x)f''(x)Art
H−12−6lokales Maximum (Hochpunkt)
T1−26lokales Minimum (Tiefpunkt)
Monotonietabelle
IntervallVorzeichen f'f ist
x < −1f' > 0streng monoton steigend ↗
−1 < x < 1f' < 0streng monoton fallend ↘
x > 1f' > 0streng monoton steigend ↗
Graph von f und f'
-100-50050100−4−3,067−2,133−1,2−0,2670,6671,62,5333,4674
f(x)f'(x)HochpunktTiefpunkt
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Ableiten: f'(x) = 3x² − 3, f''(x) = 6x
  2. f'(x) = 0 setzen: x₁ = −1; x₂ = 1
  3. In f'' einsetzen: f''(−1) = −6 < 0 ⇒ Hochpunkt
  4. y-Wert: f(−1) = 2 ⇒ H(−1 | 2); T(1 | −2)

Was bedeutet extrempunkte berechnen?

Beim Extrempunkte berechnen suchst du Stellen, an denen eine Funktion lokal den Verlauf wechselt: von steigend zu fallend oder von fallend zu steigend. Die x-Koordinate heißt Extremstelle, der ganze Punkt mit y-Wert heißt Extrempunkt. Ein Hochpunkt ist ein lokales Maximum, ein Tiefpunkt ein lokales Minimum.

Gib die Funktion ein und wähle, ob du sie auf ganz ℝ oder in einem Intervall [a; b] untersuchen willst. Der Unterschied ist besonders bei Aufgaben mit Randwerten relevant. Auf ganz ℝ geht es meist um lokale Extrempunkte und darum, ob ein globales Maximum oder Minimum existiert. In einem Intervall zählen zusätzlich die Randwerte. Dadurch kann ein Randpunkt global größer oder kleiner sein als ein innerer Hoch- oder Tiefpunkt.

Ein Beispiel für diesen Unterschied ist f(x) = x³ − 3x. Auf ganz ℝ gibt es H(−1 | 2) und T(1 | −2), aber kein globales Maximum und kein globales Minimum. Auf [−3; 3] liegen die globalen Werte dagegen am Rand: Maximum 18 bei x = 3 und Minimum −18 bei x = −3. Die lokalen Extrempunkte bleiben vorhanden, sind in diesem Intervall aber nicht die globalen Extremwerte.

Wie rechnet man Extrempunkte Schritt für Schritt?

Die Rechnung folgt einem festen Muster. Zuerst bildest du die erste Ableitung. Dann setzt du sie gleich null. Die Lösungen sind Kandidaten für Extremstellen. Danach setzt du diese x-Werte in die zweite Ableitung ein: Ist der Wert kleiner als null, liegt ein Hochpunkt vor. Ist er größer als null, liegt ein Tiefpunkt vor. Den y-Wert bekommst du, indem du die x-Stelle in die ursprüngliche Funktion einsetzt.

Für f(x) = x³ − 3x lautet die erste Ableitung f’(x) = 3x² − 3 und die zweite Ableitung f’‘(x) = 6x. Die notwendige Bedingung ist f’(x) = 0, also 3x² − 3 = 0. Daraus ergeben sich die Stellen x = −1 und x = 1.

Jetzt folgt der Test mit der zweiten Ableitung: f’‘(−1) = −6 < 0, also ist x = −1 ein Hochpunkt. Für x = 1 gilt f’’(1) = 6 > 0, also ist x = 1 ein Tiefpunkt. Die y-Werte sind f(−1) = 2 und f(1) = −2. Damit erhältst du H(−1 | 2); T(1 | −2).

Die Monotonietabelle bestätigt das Ergebnis: Für x < −1 ist f’ > 0, die Funktion steigt. Für −1 < x < 1 ist f’ < 0, die Funktion fällt. Für x > 1 ist f’ > 0, die Funktion steigt wieder. Genau dieser Wechsel erklärt Hochpunkt und Tiefpunkt anschaulich.

Hochpunkt berechnen und Tiefpunkt berechnen an typischen Funktionen

Bei Parabeln gibt es häufig nur einen Extrempunkt. Für f(x) = x² − 4x + 3 ist f’(x) = 2x − 4 und f’‘(x) = 2. Aus f’(x) = 0 folgt x = 2. Weil f’’(2) = 2 > 0 gilt, ist das ein Tiefpunkt: T(2 | −1). Außerdem ist das globale Minimum −1 bei x = 2, während es kein globales Maximum gibt.

Dreht sich die Parabel nach unten, wird daraus ein Hochpunkt. Bei f(x) = −x² + 6x − 5 ist f’(x) = −2x + 6 und f’‘(x) = −2. Aus f’(x) = 0 folgt x = 3. Da f’’(3) = −2 < 0 gilt, ist der Extrempunkt H(3 | 4). Hier gibt es ein globales Maximum 4 bei x = 3, aber kein globales Minimum.

Funktionen höheren Grades können mehrere lokale Extrempunkte haben. Bei f(x) = x⁴ − 8x² erhältst du T₁(−2 | −16), H(0 | 0) und T₂(2 | −16). Das globale Minimum ist −16 bei x = −2 und x = 2, ein globales Maximum gibt es nicht. Bei f(x) = x⁴ − 4x² liegen die Extrempunkte bei T₁(−√2 | −4), H(0 | 0) und T₂(√2 | −4).

Nicht jede Funktion hat Extrempunkte. Für f(x) = x ist f’(x) = 1. Die Gleichung f’(x) = 0 hat keine Lösung, also gibt es keine waagerechte Tangente und keine Extrempunkte. Auch globale Extremwerte gibt es hier nicht, weil die Funktion beliebig groß und beliebig klein wird.

Lokale Extrema, globale Extrema und Randextrema richtig unterscheiden

Ein lokales Extremum beschreibt nur die nähere Umgebung einer Stelle. Ein globales Extremum ist dagegen der größte oder kleinste Funktionswert im betrachteten Bereich. Auf ganz ℝ kann eine Funktion lokale Hoch- und Tiefpunkte haben, ohne global nach oben oder unten begrenzt zu sein. Genau das passiert bei f(x) = x³ − 3x: lokale Extrempunkte vorhanden, aber kein globales Maximum und kein globales Minimum.

In einem Intervall musst du zusätzlich die Randwerte vergleichen. Bei f(x) = −x² + 4x auf [−1; 5] liegt das globale Maximum 4 bei x = 2. Das globale Minimum −5 liegt bei x = −1 und x = 5, also an den Rändern. Ohne Randvergleich würdest du diese Werte übersehen.

Ein anderes Intervallbeispiel ist f(x) = x³ − 6x² + 9x auf [0; 4]. Aus f’(x) = 3x² − 12x + 9 ergeben sich x = 1 und x = 3. Der Test mit f’’(x) = 6x − 12 liefert einen Hochpunkt bei x = 1 und einen Tiefpunkt bei x = 3. Trotzdem stehen im globalen Vergleich auch die Ränder im Ergebnis: Maximum 4 bei x = 4 und x = 1, Minimum 0 bei x = 0 und x = 3.

Bei Extremwertaufgaben ist das besonders typisch. Für A(x) = x·(20 − x) auf [0; 20] ergibt sich ein Hochpunkt bei x = 10 mit Wert 100. Gleichzeitig liefern die Randpunkte x = 0 und x = 20 den Wert 0 und damit das globale Minimum im Intervall.

Typische Fehler beim Extremstellen berechnen

Ein häufiger Fehler ist, nur f’(x) = 0 zu lösen und dann sofort von einem Hochpunkt oder Tiefpunkt zu sprechen. Die erste Ableitung liefert nur Kandidaten. Erst die zweite Ableitung oder ein Vorzeichenwechsel von f’ entscheidet über die Art des Punkts. Wenn f’‘(x₀) = 0 gilt, reicht dieser Test nicht aus. Dann prüfst du den Vorzeichenwechsel von f’: von + nach − bedeutet Hochpunkt, von − nach + bedeutet Tiefpunkt. Gibt es keinen passenden Wechsel, liegt kein Extrempunkt vor.

Ein zweiter Fehler ist der Umgang mit Intervallen. Bei Aufgaben auf [a; b] musst du die Randwerte mit den inneren Extrempunkten vergleichen. Die Ableitung findet nur Stellen im Inneren, nicht automatisch alle globalen Maxima und Minima im Intervall. Deshalb können Randextrema am Ende größer oder kleiner sein als die lokalen Extrempunkte.

Bei trigonometrischen Funktionen kommt noch ein weiterer Punkt dazu: Es gibt oft unendlich viele Extremstellen. Der Rechner zeigt dann die Stellen im gewählten Bereich. Für f(x) = sin(x) im Bereich −10 bis 10 werden T₁(−5π/2 | −1), H₁(−3π/2 | 1), T₂(−π/2 | −1), H₂(π/2 | 1), T₃(3π/2 | −1) und H₃(5π/2 | 1) gefunden. Globale Extrema lassen sich dabei nur sicher für ein festes Intervall angeben.

Achte außerdem auf die Schreibweise der Funktion. Potenzen wie x^3, Produkte wie x*e^x und Klammern bei Brüchen vermeiden Missverständnisse. Bei Funktionen mit Definitionslücken, Logarithmen oder Wurzeln zählt nur der Bereich, in dem die Funktion überhaupt definiert ist.

Tabellen zum Nachschlagen

Hoch- und Tiefpunkte von Polynomen: Beispiele mit Lösung

Exakt berechnet: f'(x) = 0 gelöst, Art über f''(x₀) bestimmt
f(x)f'(x)Extrempunkte
x² − 4x + 32x − 4T(2 | −1)
−x² + 6x − 5−2x + 6H(3 | 4)
x³ − 3x3x² − 3H(−1 | 2); T(1 | −2)
x³ − 3x²3x² − 6xH(0 | 0); T(2 | −4)
x³ − 6x² + 9x3x² − 12x + 9H(1 | 4); T(3 | 0)
−x³ + 3x² + 9x−3x² + 6x + 9T(−1 | −5); H(3 | 27)
2x³ − 9x² + 12x6x² − 18x + 12H(1 | 5); T(2 | 4)
x³ − 12x3x² − 12H(−2 | 16); T(2 | −16)
x⁴ − 2x²4x³ − 4xT₁(−1 | −1); H(0 | 0); T₂(1 | −1)
x⁴ − 8x²4x³ − 16xT₁(−2 | −16); H(0 | 0); T₂(2 | −16)
x⁴ − 4x³4x³ − 12x²T(3 | −27)
−x⁴ + 2x²−4x³ + 4xH₁(−1 | 1); T(0 | 0); H₂(1 | 1)
x⁴4x³T(0 | 0)
3x²keine Extrempunkte

Extrempunkte von e-Funktion, ln, Sinus und Bruchfunktionen

Sinus-Funktionen im Bereich −4 ≤ x ≤ 4, weitere Extrempunkte im Abstand einer Periode
f(x)f'(x)Extrempunkte
x·e^x(x + 1)·e^xT(−1 | −1/e)
x·e^(−x)(1 − x)·e^(−x)H(1 | 1/e)
x²·e^(−x)(2x − x²)·e^(−x)T(0 | 0); H(2 | 4/e²)
e^(−x²)−2x·e^(−x²)H(0 | 1)
x·ln(x)ln(x) + 1T(1/e | −1/e)
ln(x)/x(1 − ln(x))/x²H(e | 1/e)
x + 1/x1 − 1/x²H(−1 | −2); T(1 | 2)
(x²+1)/(x−1)(x² − 2x − 1)/(x − 1)²H(1 − √2 | 2 − 2√2); T(1 + √2 | 2 + 2√2)
x/(x²+1)(1 − x²)/(x² + 1)²T(−1 | −1/2); H(1 | 1/2)
sin(x)cos(x)T(−π/2 | −1); H(π/2 | 1)
sin(x) + x/5cos(x) + 1/5T(−arccos(−1/5) | −1,3342); H(arccos(−1/5) | 1,3342)

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

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Extrempunkte-Rechner: Extrempunkte findest du, indem du die erste Ableitung null setzt (f'(x) = 0) und die Lösungen in die zweite Ableitung einsetzt: f''(x₀) < 0 ergibt einen Hochpunkt, f''(x₀) > 0 einen Tiefpunkt. Für f(x) = x³ − 3x ist f'(x) = 3x² − 3 = 0 bei x = ±1, also Hochpunkt H(−1 | 2) und Tiefpunkt T(1 | −2).
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Hoch- und Tiefpunkte von Polynomen: Beispiele mit Lösung (Tabelle)
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Häufige Fragen

Wie berechnet man Extrempunkte?

Du berechnest Extrempunkte, indem du f'(x) = 0 löst, die gefundenen x-Werte mit f'' prüfst und anschließend in f(x) einsetzt. Bei f''(x₀) < 0 liegt ein Hochpunkt vor, bei f''(x₀) > 0 ein Tiefpunkt. Wenn f''(x₀) = 0 gilt, brauchst du einen Vorzeichenwechseltest.

Was ist der Unterschied zwischen Extremstelle und Extrempunkt?

Die Extremstelle ist nur der x-Wert, der Extrempunkt enthält x-Wert und y-Wert. Bei f(x) = x³ − 3x sind x = −1 und x = 1 die Extremstellen. Die dazugehörigen Extrempunkte sind H(−1 | 2) und T(1 | −2).

Wie berechnet man den Hochpunkt von f(x) = −x² + 6x − 5?

Der Hochpunkt ist H(3 | 4). Die Ableitungen lauten f'(x) = −2x + 6 und f''(x) = −2. Aus f'(x) = 0 folgt x = 3. Weil f''(3) = −2 < 0 gilt, liegt dort ein Hochpunkt mit dem Funktionswert 4.

Wie berechnet man den Tiefpunkt von f(x) = x² − 4x + 3?

Der Tiefpunkt ist T(2 | −1). Für die Funktion gilt f'(x) = 2x − 4 und f''(x) = 2. Die Gleichung f'(x) = 0 ergibt x = 2. Da f''(2) = 2 > 0 ist, handelt es sich um einen Tiefpunkt.

Warum hat f(x) = x keine Extrempunkte?

f(x) = x hat keine Extrempunkte, weil f'(x) = 1 ist und f'(x) = 0 keine Lösung hat. Es gibt also keine waagerechte Tangente. Außerdem hat die Funktion kein globales Maximum und kein globales Minimum, weil sie beliebig groß und beliebig klein wird.

Was sind Randextrema?

Randextrema sind globale Maxima oder Minima, die an den Grenzen eines Intervalls liegen. Bei f(x) = −x² + 4x auf [−1; 5] ist das Maximum 4 bei x = 2, aber das Minimum −5 liegt bei x = −1 und x = 5 am Rand.

Wie berechnet man Extrempunkte von sin(x)?

Für sin(x) setzt du f'(x) = cos(x) gleich null. Im Bereich −10 bis 10 liegen die Extrempunkte bei T₁(−5π/2 | −1), H₁(−3π/2 | 1), T₂(−π/2 | −1), H₂(π/2 | 1), T₃(3π/2 | −1) und H₃(5π/2 | 1).

Was bedeutet f''(x₀) = 0 beim Extrempunkt-Test?

f''(x₀) = 0 bedeutet, dass der Test mit der zweiten Ableitung keine sichere Entscheidung liefert. Du prüfst dann den Vorzeichenwechsel von f'. Wechselt f' von + nach −, liegt ein Hochpunkt vor. Wechselt f' von − nach +, liegt ein Tiefpunkt vor.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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