Blutdruck-Rechner
Blutdruck-Tabelle nach ESH 2023: optimal unter 120/80, normal bis 129/84, Bluthochdruck ab 140/90 mmHg. Werte eingeben, einordnen, Messreihe auswerten.
- Ausgewerteter Wert
- 130/85 mmHg
- Einordnung nach ESC 2024?
- Erhöhter Blutdruck
- Systolischer Wert
- 130 mmHg - hochnormal (130-139)
- Diastolischer Wert
- 85 mmHg - hochnormal (85-89)
- Mittlerer arterieller Druck (MAP)?
- 100 mmHg
- Pulsdruck (Blutdruckamplitude)?
- 45 mmHg
- Puls
- 72 Schläge/min - im Normalbereich (60-100)
- Behandlungsziel bei Bluthochdruck für dein Alter (ESH 2023)
- Unter 130/80 mmHg, systolisch 120-129 mmHg
- Hinweis
- Hochnormale Werte: noch kein Bluthochdruck, aber regelmäßig kontrollieren - besonders bei weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Übergewicht.
Blutdruck-Tabelle (ESH 2023, Praxismessung)
| Kategorie | Systolisch | Diastolisch |
|---|---|---|
| Optimal | unter 120 | und unter 80 |
| Normal | 120-129 | und/oder 80-84 |
| Hochnormal | 130-139 | und/oder 85-89 |
| Hypertonie Grad 1 | 140-159 | und/oder 90-99 |
| Hypertonie Grad 2 | 160-179 | und/oder 100-109 |
| Hypertonie Grad 3 | ab 180 | und/oder ab 110 |
| Isolierte systolische Hypertonie | ab 140 | und unter 90 |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Systolisch 130 mmHg → hochnormal (130-139), diastolisch 85 mmHg → hochnormal (85-89); es gilt die höhere Klasse: Hochnormal
- MAP = 85 + (130 − 85) ÷ 3 = 100,0 ≈ 100 mmHg
- Pulsdruck = 130 − 85 = 45 mmHg
Wie liest du die Blutdruck-Tabelle richtig?
Die Blutdruck-Tabelle ordnet immer den oberen Wert und den unteren Wert gemeinsam ein. Der obere Wert heißt systolisch, der untere diastolisch. Wenn beide Werte in unterschiedliche Bereiche fallen, zählt die höhere Einstufung. Das verhindert, dass ein auffälliger Einzelwert durch den anderen Wert verharmlost wird.
Für Messungen in der Arztpraxis gilt nach ESH-Leitlinie 2023 diese Einteilung:
| Kategorie | Systolisch | Diastolisch |
|---|---|---|
| Optimal | unter 120 | und unter 80 |
| Normal | 120-129 | und/oder 80-84 |
| Hochnormal | 130-139 | und/oder 85-89 |
| Hypertonie Grad 1 | 140-159 | und/oder 90-99 |
| Hypertonie Grad 2 | 160-179 | und/oder 100-109 |
| Hypertonie Grad 3 | ab 180 | und/oder ab 110 |
| Isolierte systolische Hypertonie | ab 140 | und unter 90 |
Ein Beispiel: Bei 130/85 mmHg liegen beide Werte im Bereich hochnormal. Bei 140/90 mmHg liegen beide Werte bereits in Hypertonie Grad 1. Bei 160/70 mmHg ist der systolische Wert auffällig, der diastolische Wert liegt dagegen optimal. Trotzdem wird die Messung als isolierte systolische Hypertonie eingeordnet, weil der obere Wert die höhere Kategorie vorgibt.
So rechnet der Blutdruck-Rechner mit 130/85 mmHg
Du gibst oberen und unteren Blutdruckwert ein, wählst den Messort und kannst optional Puls und Alter ergänzen.
Die Einordnung folgt zuerst der Blutdruck-Tabelle: Der Rechner prüft systolischen und diastolischen Wert getrennt und verwendet dann die höhere Klasse. Bei 130/85 mmHg ergibt das hochnormal, weil 130 mmHg im Bereich 130-139 liegt und 85 mmHg im Bereich 85-89.
Zusätzlich berechnet der Rechner zwei Kennzahlen:
- Der mittlere arterielle Druck, kurz MAP, wird so berechnet: diastolischer Wert plus ein Drittel der Differenz aus systolischem und diastolischem Wert.
- Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen oberem und unterem Wert.
Für 130/85 mmHg sieht die Rechnung so aus: MAP = 85 + (130 - 85) ÷ 3 = 100 mmHg. Der Pulsdruck ist 130 - 85 = 45 mmHg. Ein Puls von 72 Schläge/min wird im Rechner als im Normalbereich 60-100 eingeordnet.
Wichtig ist die Grenze der Rechnung: Der Rechner kann eine Messung einordnen und Muster in einer Messreihe zeigen. Er ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Gerade bei wiederholt erhöhten Werten, Beschwerden oder stark abweichenden Einzelmessungen solltest du die Werte medizinisch abklären lassen.
Bluthochdruck ab wann: Arztpraxis, Zuhause und 24-h-Messung
Der Messort verändert die Bewertung. In der Arztpraxis können Werte höher ausfallen, weil Anspannung die Messung beeinflusst. Zuhause und in der 24-h-Messung gelten deshalb niedrigere Schwellen.
| Messart | Hypertonie ab |
|---|---|
| Arztpraxis | 140/90 mmHg |
| Selbstmessung zu Hause | 135/85 mmHg |
| 24-h-Messung: Tagesmittel | 135/85 mmHg |
| 24-h-Messung: Nachtmittel | 120/70 mmHg |
| 24-h-Messung: Gesamtmittel | 130/80 mmHg |
Das macht einen praktischen Unterschied: 135/85 mmHg ist in der Praxistabelle hochnormal. Bei einer Selbstmessung zu Hause ist damit aber die Hypertonie-Schwelle erreicht. Bei einer 24-h-Messung mit 125/75 mmHg liegt der Wert unter der Schwelle 130/80 mmHg für das Gesamtmittel.
Bei einer Messreihe zählt der Mittelwert stärker als ein einzelner Ausreißer. Eine häusliche Reihe mit Mittelwert 134/85 mmHg aus 7 Messungen erreicht die Hypertonie-Schwelle, obwohl der systolische Mittelwert unter 135 mmHg liegt. Der diastolische Mittelwert von 85 mmHg reicht dafür aus, weil wieder die höhere Einstufung gilt.
Blutdruck-Tabelle nach Alter: Zielwerte bei behandeltem Bluthochdruck
Die Blutdruck-Tabelle zur Einordnung einer Messung ist nicht dasselbe wie ein persönlicher Zielwert bei behandeltem Bluthochdruck. Die Zielwerte hängen unter anderem vom Alter und von der Verträglichkeit ab. Der Rechner zeigt solche Zielwerte nur als Orientierung, wenn du ein Alter angibst.
| Alter | Zielwert |
|---|---|
| 18-64 Jahre | Unter 130/80 mmHg, systolisch 120-129 mmHg |
| 65-79 Jahre | Unter 140/80 mmHg, systolisch 130-139 mmHg, niedriger, wenn gut vertragen |
| ab 80 Jahre | Systolisch 140-150 mmHg, 130-139, wenn gut vertragen, diastolisch unter 80 mmHg |
Ein 35-Jähriger mit 130/85 mmHg wird in der Praxistabelle hochnormal eingeordnet. Bei 50 Jahre zeigt der Rechner für behandelten Bluthochdruck als Zielwert unter 130/80 mmHg, systolisch 120-129 mmHg. Das heißt aber nicht automatisch, dass jede einzelne Messung oberhalb dieses Zielbereichs eine neue Diagnose ergibt. Entscheidend sind Verlauf, Messbedingungen, Begleiterkrankungen, Medikamente und ärztliche Beurteilung.
Typische Fehler beim Messen und Einordnen von Blutdruckwerten
Viele Fehlinterpretationen entstehen nicht durch die Rechnung, sondern durch die Messsituation. Achte vor allem auf diese Punkte:
- Verwechsle Praxiswerte und Zuhause-Werte nicht. 135/85 mmHg ist zu Hause anders zu bewerten als in der Praxistabelle.
- Beurteile keine Diagnose aus einer einzigen Messung. Bei Hypertonie braucht es wiederholte Messungen an mehreren Tagen.
- Ignoriere den unteren Wert nicht. Bei 134/85 mmHg zu Hause kann der diastolische Wert die Schwelle erreichen, auch wenn der systolische Wert darunter liegt.
- Achte auf isolierte systolische Hypertonie. 160/70 mmHg wirkt wegen des unteren Werts vielleicht harmloser, wird aber als isolierte systolische Hypertonie mit Grad 2 eingeordnet.
- Nutze den Puls nicht als Ersatz für die Blutdruckbewertung. Bei 140/90 mmHg und Puls 72 Schläge/min liegt der Puls im Normalbereich, der Blutdruck aber in Hypertonie Grad 1.
Bei sehr hohen Werten gilt besondere Vorsicht. Bei 180/110 mmHg ordnet der Rechner Hypertonie Grad 3 ein. Miss nach 5 Minuten Ruhe erneut. Bleiben die Werte so hoch oder treten Brustschmerz, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Seh- oder Sprachstörungen auf, wähle sofort den Notruf 112. Ohne solche Beschwerden solltest du die Werte noch heute ärztlich abklären lassen.
Tabellen zum Nachschlagen
Blutdruck-Tabelle: Werte nach ESH-Leitlinie 2023
| Kategorie | Systolisch | Diastolisch |
|---|---|---|
| Optimal | unter 120 | und unter 80 |
| Normal | 120-129 | und/oder 80-84 |
| Hochnormal | 130-139 | und/oder 85-89 |
| Hypertonie Grad 1 | 140-159 | und/oder 90-99 |
| Hypertonie Grad 2 | 160-179 | und/oder 100-109 |
| Hypertonie Grad 3 | ab 180 | und/oder ab 110 |
| Isolierte systolische Hypertonie | ab 140 | und unter 90 |
Blutdruck-Tabelle nach Alter: Zielwerte bei Bluthochdruck
| Alter | Zielwert |
|---|---|
| 18-64 Jahre | Unter 130/80 mmHg, systolisch 120-129 mmHg |
| 65-79 Jahre | Unter 140/80 mmHg, systolisch 130-139 mmHg (niedriger, wenn gut vertragen) |
| ab 80 Jahre | Systolisch 140-150 mmHg (130-139, wenn gut vertragen), diastolisch unter 80 mmHg |
Grenzwerte für Bluthochdruck je nach Messart
| Messart | Hypertonie ab |
|---|---|
| Arztpraxis | 140/90 mmHg |
| Selbstmessung zu Hause | 135/85 mmHg |
| 24-h-Messung: Tagesmittel | 135/85 mmHg |
| 24-h-Messung: Nachtmittel | 120/70 mmHg |
| 24-h-Messung: Gesamtmittel | 130/80 mmHg |
Typische Blutdruckwerte mit MAP und Pulsdruck
| Blutdruck | Einordnung | MAP | Pulsdruck |
|---|---|---|---|
| 110/70 | Optimal | 83 mmHg | 40 mmHg |
| 118/76 | Optimal | 90 mmHg | 42 mmHg |
| 120/80 | Normal | 93 mmHg | 40 mmHg |
| 125/82 | Normal | 96 mmHg | 43 mmHg |
| 130/85 | Hochnormal | 100 mmHg | 45 mmHg |
| 135/85 | Hochnormal | 102 mmHg | 50 mmHg |
| 140/90 | Hypertonie Grad 1 | 107 mmHg | 50 mmHg |
| 145/95 | Hypertonie Grad 1 | 112 mmHg | 50 mmHg |
| 150/90 | Hypertonie Grad 1 | 110 mmHg | 60 mmHg |
| 160/100 | Hypertonie Grad 2 | 120 mmHg | 60 mmHg |
| 165/78 | Isolierte systolische Hypertonie (Grad 2) | 107 mmHg | 87 mmHg |
| 180/110 | Hypertonie Grad 3 | 133 mmHg | 70 mmHg |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Ist 120/80 mmHg ein normaler Blutdruck?
120/80 mmHg wird in der Blutdruck-Tabelle als normal eingeordnet. Der systolische Wert 120 mmHg liegt im Bereich 120-129, der diastolische Wert 80 mmHg im Bereich 80-84. Der MAP beträgt 93 mmHg, der Pulsdruck 40 mmHg.
Ist 130/85 mmHg noch normal?
130/85 mmHg ist nach ESH 2023 hochnormal. Es ist in der Praxismessung noch keine Hypertonie, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden, besonders bei weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Übergewicht. Der Rechner zeigt dazu MAP 100 mmHg und Pulsdruck 45 mmHg.
Ab wann ist Blutdruck zu hoch?
In der Arztpraxis beginnt Hypertonie ab 140/90 mmHg. Bei der Selbstmessung zu Hause gilt die Schwelle 135/85 mmHg. Bei der 24-h-Messung hängt es vom Mittelwert ab: Gesamtmittel 130/80 mmHg, Tagesmittel 135/85 mmHg, Nachtmittel 120/70 mmHg.
Was bedeutet 140/90 mmHg in der Blutdruck-Tabelle?
140/90 mmHg entspricht Hypertonie Grad 1. Der systolische Wert 140 mmHg liegt im Bereich 140-159, der diastolische Wert 90 mmHg im Bereich 90-99. Eine Diagnose sollte aber nicht aus einer einzelnen Messung entstehen, sondern aus wiederholten Messungen an mehreren Tagen.
Ist 180/110 mmHg gefährlich?
180/110 mmHg wird als Hypertonie Grad 3 eingeordnet. Miss nach 5 Minuten Ruhe erneut. Bleiben die Werte so hoch oder kommen Brustschmerz, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Seh- oder Sprachstörungen dazu, wähle sofort den Notruf 112. Sonst solltest du noch heute ärztlich abklären lassen.
Was ist isolierte systolische Hypertonie?
Isolierte systolische Hypertonie liegt vor, wenn der obere Wert ab 140 mmHg liegt und der untere Wert unter 90 mmHg bleibt. Ein Beispiel ist 160/70 mmHg: Der obere Wert entspricht Hypertonie Grad 2, der untere Wert liegt optimal. Die höhere Einstufung zählt.
Wie berechnet man den mittleren arteriellen Druck?
Der mittlere arterielle Druck wird berechnet als diastolischer Wert plus ein Drittel der Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert. Bei 130/85 mmHg lautet die Rechnung: 85 + (130 - 85) ÷ 3 = 100 mmHg.
Was sagt der Pulsdruck aus?
Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen oberem und unterem Blutdruckwert. Bei 140/90 mmHg beträgt er 50 mmHg, bei 130/85 mmHg 45 mmHg und bei 160/70 mmHg 90 mmHg. Die Einordnung des Blutdrucks erfolgt trotzdem über systolischen und diastolischen Wert.
Quellen und Prüfung
- Bluthochdruck bei Erwachsenen: Blutdruckwerte und Grenzwerte - Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL
- ESH Guidelines for the management of arterial hypertension 2023 (Mancia et al., J Hypertens 2023;41:1874) - European Society of Hypertension
- 2024 ESC Guidelines: Elevated Blood Pressure and Hypertension - European Society of Cardiology
- Bluthochdruck (Hypertonie) - IQWiG - gesundheitsinformation.de
Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.
Diese Seite zitieren
Blutdruck-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/gesundheit/blutdruck-rechner

