Blutgruppen-Rechner
Blutgruppe vererben: A und 0 ergeben A oder 0, AB und 0 je 50 % A oder B. Mit Rhesusfaktor, Wahrscheinlichkeiten und Check, ob eine Blutgruppe möglich ist.
- Am wahrscheinlichsten
- A Rh+ (54,3 %)
- Nicht möglich
- B, AB
- Rhesusfaktor des Kindes
- Rh+ 92,2 %, Rh− 7,8 %
- Rhesus in der Schwangerschaft
- Mutter Rh+: keine Rhesus-Unverträglichkeit möglich.
Alle Kombinationen mit Rhesusfaktor
| Blutgruppe Kind | Wahrscheinlichkeit | Nach Mendel |
|---|---|---|
| 0 Rh+ | 37,9 % | möglich |
| 0 Rh− | 3,2 % | möglich |
| A Rh+ | 54,3 % | möglich |
| A Rh− | 4,6 % | möglich |
| B Rh+ | 0 % | ausgeschlossen |
| B Rh− | 0 % | ausgeschlossen |
| AB Rh+ | 0 % | ausgeschlossen |
| AB Rh− | 0 % | ausgeschlossen |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Allelfrequenzen Deutschland: A 0,277, B 0,081, 0 0,642
- Mutter (A) gibt weiter: A 58,9 %, B 0,0 %, 0 41,1 %
- Vater (0) gibt weiter: A 0,0 %, B 0,0 %, 0 100,0 %
- Kind 0 = 41,1 % × 100,0 % = 41,1 %; mögliche Gruppen: 0 oder A
- Rhesus: Rh+-Elternteil gibt D mit 72,1 % weiter
Wie funktioniert die Blutgruppe Vererbung?
Bei der Blutgruppe Vererbung geht es zuerst um das AB0-System. Ein Kind bekommt von der Mutter und vom Vater jeweils eine Anlage für die Blutgruppe. Aus dieser Kombination ergibt sich, ob beim Kind 0, A, B oder AB möglich ist. Zusätzlich wird der Rhesusfaktor getrennt betrachtet. Deshalb kann ein Ergebnis zum Beispiel A Rh+ oder A Rh− lauten.
Der Rechner nutzt die Blutgruppen der Eltern und den Rhesusfaktor; wenn du prüfen willst, ob eine bestimmte Blutgruppe des Kindes möglich ist, wählst du zusätzlich die Blutgruppe des Kindes aus. Wichtig ist: Das Ergebnis zeigt Wahrscheinlichkeiten nach Vererbungsregeln. Es ist kein medizinischer Befund und kein Abstammungstest.
Ein einfaches Beispiel macht die Logik klar: Hat die Mutter Blutgruppe 0, gibt sie im AB0-System nur 0 weiter. Hat der Vater AB, gibt er A oder B weiter. Das Kind kann dann A oder B bekommen. 0 und AB sind in dieser Kombination nicht möglich. Beim Rhesusfaktor läuft die Betrachtung separat: Ist die Mutter Rh− und der Vater Rh+, kann das Kind Rh+ oder Rh− sein.
Wie rechnet man die Blutgruppe des Kindes aus?
Die Rechnung kombiniert die möglichen Anlagen der Mutter mit den möglichen Anlagen des Vaters. In Worten lautet die Formel: Für jede mögliche Blutgruppe des Kindes wird die Wahrscheinlichkeit addiert, dass die Mutter die passende Anlage weitergibt und der Vater die passende Anlage dazugibt. Der Rhesusfaktor wird danach nach demselben Prinzip separat ergänzt.
Beispiel: Mutter A Rh+ und Vater 0 Rh+. Eine Mutter mit Blutgruppe A kann A oder 0 weitergeben. In der verwendeten Rechnung gibt sie A mit 58,9 % und 0 mit 41,1 % weiter. Ein Vater mit Blutgruppe 0 gibt 0 mit 100,0 % weiter. Damit kann das Kind im AB0-System nur 0 oder A bekommen. B und AB sind ausgeschlossen.
Für dieses Beispiel ergibt sich:
- Kind 0: 41,1 %
- Kind A: 58,9 %
- Kind B: 0 %
- Kind AB: 0 %
Mit Rhesusfaktor ist A Rh+ mit 54,3 % die wahrscheinlichste Kombination. Außerdem sind 0 Rh+, 0 Rh− und A Rh− möglich. Der Rhesusfaktor des Kindes liegt hier bei Rh+ 92,2 % und Rh− 7,8 %. Da die Mutter Rh+ ist, wird keine Rhesus-Unverträglichkeit erwartet.
Blutgruppe Vererbung Tabelle: typische Eltern-Kombinationen
Viele Fragen lassen sich schon aus den möglichen AB0-Kombinationen beantworten. Die Prozentwerte hängen davon ab, ob Eltern mit A oder B die Anlage 0 verdeckt tragen können. Deshalb ist zum Beispiel A × A nicht automatisch immer A beim Kind.
| Eltern | Kind möglich | 0 | A | B | AB |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 × 0 | 0 | 100 % | 0 % | 0 % | 0 % |
| 0 × A | 0, A | 41,1 % | 58,9 % | 0 % | 0 % |
| 0 × AB | A, B | 0 % | 50 % | 50 % | 0 % |
| A × A | 0, A | 16,9 % | 83,1 % | 0 % | 0 % |
| A × B | 0, A, B, AB | 19,3 % | 27,7 % | 21,8 % | 31,2 % |
| AB × AB | A, B, AB | 0 % | 25 % | 25 % | 50 % |
Die Tabelle zeigt auch typische Ausschlüsse. Bei 0 × 0 ist nur 0 möglich. Bei AB × AB ist 0 nicht möglich. Bei A × B können dagegen alle AB0-Blutgruppen vorkommen. Deshalb sagt eine einzelne Blutgruppe oft weniger aus, als man im ersten Moment denkt.
Rhesusfaktor Vererbung und Schwangerschaft
Der Rhesusfaktor wird getrennt vom AB0-System vererbt. Darum kann eine AB0-Blutgruppe möglich sein, während eine bestimmte Kombination mit Rh+ oder Rh− seltener ist. Für die Vererbung reicht also nicht die Frage „A, B, AB oder 0?“, sondern du musst den Rhesusfaktor mitdenken.
Die typischen Rhesus-Ergebnisse sind:
| Eltern | Kind Rh+ | Kind Rh− |
|---|---|---|
| Rh+ × Rh+ | 92,2 % | 7,8 % |
| Rh+ × Rh− | 72,1 % | 27,9 % |
| Rh− × Rh− | 0 % | 100 % |
Für die Schwangerschaft ist vor allem die Kombination Mutter Rh− und Kind möglicherweise Rh+ relevant. In diesem Fall wird eine Anti-D-Prophylaxe angeboten, um Antikörper zu verhindern. Sind beide Eltern Rh−, ist das Kind ebenfalls Rh−. Dann besteht nach dieser Rechnung keine Rhesus-Unverträglichkeit. Ist die Mutter Rh+, wird ebenfalls keine Rhesus-Unverträglichkeit erwartet.
Die Blutgruppenbestimmung in der Schwangerschaft gehört in ärztliche Hände. Der Rechner kann dir die Vererbungslogik erklären, ersetzt aber keine Laborbestimmung und keine Beratung, wenn im Mutterpass oder Laborbefund etwas unklar ist.
Typische Fehler bei Blutgruppe Eltern Kind
Ein häufiger Fehler ist, A oder B als eindeutig zu betrachten. Wer Blutgruppe A hat, kann in der Vererbung A oder 0 weitergeben. Wer Blutgruppe B hat, kann B oder 0 weitergeben. Deshalb können Eltern mit A und B ein Kind mit 0, A, B oder AB bekommen. In einem Beispiel mit Mutter B Rh− und Vater A Rh+ ist sogar A Rh− möglich, nämlich mit 7,7 %.
Ein zweiter Fehler ist die Vermischung von AB0 und Rhesus. Beispiel: Bei Mutter AB Rh+ und Vater 0 Rh− ist B Rh− möglich, mit 14,0 %. Das liegt daran, dass AB0 und Rhesus getrennt kombiniert werden. AB0 entscheidet, ob A oder B möglich ist; der Rhesusfaktor entscheidet zusätzlich über Rh+ oder Rh−.
Ein dritter Punkt betrifft Vaterschaftsfragen. Eine Blutgruppe kann nach den Vererbungsregeln zu einer Eltern-Kind-Kombination passen oder nicht passen. Sie kann aber keine Vaterschaft sicher beweisen. Wenn ein Ergebnis „nicht zu erwarten“ lautet, solltest du zuerst die eingetragenen Blutgruppen prüfen und bei echten Klärungsfragen medizinische oder rechtliche Tests nutzen.
Tabellen zum Nachschlagen
Blutgruppe Vererbung Tabelle: Eltern und mögliche Blutgruppen des Kindes
| Eltern | Kind möglich | 0 | A | B | AB |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 × 0 | 0 | 100 % | 0 % | 0 % | 0 % |
| 0 × A | 0, A | 41,1 % | 58,9 % | 0 % | 0 % |
| 0 × B | 0, B | 47 % | 0 % | 53 % | 0 % |
| 0 × AB | A, B | 0 % | 50 % | 50 % | 0 % |
| A × A | 0, A | 16,9 % | 83,1 % | 0 % | 0 % |
| A × B | 0, A, B, AB | 19,3 % | 27,7 % | 21,8 % | 31,2 % |
| A × AB | A, B, AB | 0 % | 50 % | 20,6 % | 29,4 % |
| B × B | 0, B | 22,1 % | 0 % | 77,9 % | 0 % |
| B × AB | A, B, AB | 0 % | 23,5 % | 50 % | 26,5 % |
| AB × AB | A, B, AB | 0 % | 25 % | 25 % | 50 % |
Rhesusfaktor Vererbung: Eltern und Kind
| Eltern | Kind Rh+ | Kind Rh− |
|---|---|---|
| Rh+ × Rh+ | 92,2 % | 7,8 % |
| Rh+ × Rh− | 72,1 % | 27,9 % |
| Rh− × Rh− | 0 % | 100 % |
Häufigkeit der Blutgruppen in Deutschland
| Blutgruppe | Anteil |
|---|---|
| A Rh+ | 37 % |
| 0 Rh+ | 35 % |
| B Rh+ | 9 % |
| AB Rh+ | 4 % |
| A Rh− | 6 % |
| 0 Rh− | 6 % |
| B Rh− | 2 % |
| AB Rh− | 1 % |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Welche Blutgruppe kann mein Kind bekommen?
Dein Kind kann nur Blutgruppen bekommen, die sich aus den Anlagen beider Eltern kombinieren lassen. Bei Mutter A Rh+ und Vater 0 Rh+ sind zum Beispiel 0 oder A möglich; B und AB sind nicht möglich. Mit Rhesusfaktor ist A Rh+ in dieser Kombination mit 54,3 % am wahrscheinlichsten.
Können zwei Eltern mit Blutgruppe 0 ein Kind mit A haben?
Nein, nach den Vererbungsregeln ist A bei zwei Eltern mit Blutgruppe 0 nicht zu erwarten. Bei 0 × 0 ist im AB0-System nur 0 möglich. Wenn beide Eltern Rh+ sind, ist 0 Rh+ mit 92,2 % am wahrscheinlichsten und 0 Rh− ebenfalls möglich.
Welche Blutgruppe hat das Kind bei Mutter 0 Rh− und Vater 0 Rh−?
Das Kind hat bei Mutter 0 Rh− und Vater 0 Rh− die Blutgruppe 0 Rh− mit 100,0 %. A, B und AB sind nicht möglich. Da beide Eltern Rh− sind, ist das Kind ebenfalls Rh−; eine Rhesus-Unverträglichkeit wird in dieser Kombination nicht erwartet.
Kann ein Kind AB haben, wenn ein Elternteil Blutgruppe 0 hat?
AB ist bei einem Elternteil mit Blutgruppe 0 nicht in jeder Kombination möglich. Bei Mutter 0 Rh− und Vater AB Rh+ ist AB Rh+ nach den Vererbungsregeln nicht zu erwarten. Möglich sind dort A oder B; 0 und AB sind ausgeschlossen.
Welche Blutgruppe ist bei Mutter AB Rh+ und Vater AB Rh+ möglich?
Bei Mutter AB Rh+ und Vater AB Rh+ sind A, B oder AB möglich. 0 ist nicht möglich. Die wahrscheinlichste Kombination ist AB Rh+ mit 46,1 %. Beim Rhesusfaktor ergeben sich Rh+ 92,2 % und Rh− 7,8 %.
Was bedeutet Rh+ und Rh− bei der Blutgruppe Vererbung?
Rh+ und Rh− beschreiben den Rhesusfaktor und werden getrennt vom AB0-System vererbt. Bei Rh+ × Rh− liegt das Kind bei Rh+ 72,1 % und bei Rh− 27,9 %. Bei Rh− × Rh− ist das Kind immer Rh−.
Kann eine Blutgruppe die Vaterschaft beweisen?
Nein, eine Blutgruppe kann eine Vaterschaft nicht sicher beweisen. Sie kann nur zeigen, ob eine Kombination nach den AB0- und Rhesus-Regeln möglich oder nicht zu erwarten ist. Für eine verlässliche Klärung brauchst du einen dafür vorgesehenen Abstammungstest.
Was passiert, wenn die Mutter Rh− und das Kind möglicherweise Rh+ ist?
Wenn die Mutter Rh− ist und das Kind möglicherweise Rh+ sein kann, wird in der Schwangerschaft eine Anti-D-Prophylaxe angeboten. Das soll Antikörper verhindern. Ein Beispiel ist Mutter 0 Rh− und Vater AB Rh+: Das Kind kann Rh+ 72,1 % oder Rh− 27,9 % sein.
Quellen und Prüfung
- Verteilung der Blutgruppen in Deutschland - DRK-Blutspendedienste
- Welche Blutgruppen gibt es? Lexikon zum AB0-System - DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen
- Mutterschafts-Richtlinien (Blutgruppenbestimmung, Anti-D-Prophylaxe) - Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.
Diese Seite zitieren
Blutgruppen-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/gesundheit/blutgruppen-rechner

