Windenergie-Ertrag berechnen
Berechne Windstrom aus Rotorfläche, Windstunden und Wirkungsgrad. Mit Anlauf, Abschaltung und Nennleistung statt Jahresertrag aus nur 1 Mittelwert.
- Rotorfläche
- 7,069 m²
- Erfasste Stunden
- 8.760,0 h
- Zeitraum der Eingabe
- Ein Normaljahr (8.760 h)
- Stundengewichtete Windgeschwindigkeit
- 4,75 m/s
- Mittlere elektrische Leistung nach Verlusten
- 193,02 W
- Äquivalente Volllaststunden
- 1.690,8 h
- Fehlerhafte Mittelwind-Hochrechnung zum Vergleich?
- 987,00 kWh
- Vereinfachte Kennlinie mit konstantem Cp und elektrischem Wirkungsgrad. Reale Turbinenkennlinie, Nabenhöhe, Turbulenz und Standortmessungen sind für eine belastbare Ertragsprognose nötig.
Beiträge der Windklassen
| Wind m/s | Stunden | Leistung W | Ertrag kWh nach Verlust |
|---|---|---|---|
| 1,0 | 1.000 | 0,00 | 0,00 |
| 3,0 | 2.500 | 31,56 | 71,01 |
| 5,0 | 3.000 | 146,12 | 394,53 |
| 7,0 | 1.500 | 400,96 | 541,29 |
| 10,0 | 760 | 1.000,00 | 684,00 |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- Die Eingabe enthält 8.760,0 Stunden; Mittelwind 4,75 m/s.
- Jede Windklasse wird einzeln mit ihrer Modellleistung und Stundenzahl verrechnet.
- Nach 10 % Zusatzverlust ergeben sich 1.690,83 kWh beziehungsweise 1.690,8 äquivalente Volllaststunden.
Windrad-Ertrag berechnen: Welche Daten brauchst du?
Du brauchst die Stunden je Windklasse in Nabenhöhe sowie Rotordurchmesser, Luftdichte, Cp, elektrischen Wirkungsgrad, Nennleistung, Anlauf und Abschaltung. Wähle zwischen Stundenverteilung und momentaner Leistung. Teilzeiträume werden nicht auf ein Jahr hochgerechnet.
Die folgenden Beispiele verwenden 1,225 kg/m³, Cp 30 %, elektrische Effizienz 90 %, einen Leistungsdeckel von 1.000 W, Anlauf bei 3 m/s und Abschaltung bei 25 m/s. Erträge enthalten 10 % Zusatzverluste, sofern nicht anders angegeben. Das sind Modellannahmen, keine Herstellerdaten.
So funktioniert die Rechnung für den Ertrag in kWh
Die momentane Leistung ergibt sich aus der Rotorfläche, der Luftdichte, der Windgeschwindigkeit in der dritten Potenz, Cp und elektrischem Wirkungsgrad. Danach greift die Nennleistung als Deckel. Für den Ertrag wird jede Windklasse einzeln mit ihren Stunden multipliziert, durch 1.000 in kWh umgerechnet und anschließend um zusätzliche Verluste gekürzt.
Beispiel: Bei einem Rotor mit 3 m Durchmesser, 1,225 kg/m³ Luftdichte, 30 % Cp, 90 % elektrischem Wirkungsgrad, 1.000 W Nennleistung und 10 % Zusatzverlusten ergeben die Windklassen 1;1000, 3;2500, 5;3000, 7;1500 und 10;760 zusammen 8.760,0 h. Der berechnete Ertrag liegt bei 1.690,83 kWh. Die mittlere elektrische Leistung nach Verlusten beträgt 193,02 W, die äquivalenten Volllaststunden 1.690,8 h.
Warum der Mittelwind beim Windrad-Ertrag täuschen kann
Die Leistung wächst kubisch mit dem Wind, solange Anlauf, Abschaltung und Nennleistung nicht begrenzen. Deshalb kann eine Rechnung mit dem Mittelwind stark abweichen.
Im Beispiel mit 8.760,0 h liegt die stundengewichtete Windgeschwindigkeit bei 4,75 m/s. Eine einfache Hochrechnung damit käme auf 987,00 kWh. Die Rechnung über einzelne Windklassen ergibt dagegen 1.690,83 kWh. Der Unterschied entsteht, weil windstärkere Stunden viel stärker zum Ertrag beitragen.
Nennleistung, Betz-Grenze und Verluste richtig einordnen
Die Nennleistung begrenzt das Ergebnis. Ein größerer Rotor kann bei starkem Wind theoretisch viel Energie erfassen, aber diese Beispiele sind ausdrücklich auf 1.000 W elektrische Leistung gedeckelt. Deshalb liefern etwa ein Windrad mit 12 m Rotordurchmesser bei 10 m/s und eine Anlage mit 4 m Rotordurchmesser bei 12 m/s und 80 % elektrischer Effizienz jeweils 1.000,00 W Modellleistung, obwohl die Betz-Grenze unterschiedlich hoch ist.
Verluste solltest du nur einmal ansetzen. Der elektrische Wirkungsgrad beschreibt Verluste nach dem Rotor. Das Feld für Zusatzverluste und Ausfallzeiten ist für weitere Annahmen gedacht, etwa Stillstand oder Abschattung. Setzt du dieselben Verluste doppelt an, wird der Ertrag zu niedrig.
Typische Fehler beim Windrad-Ertrag berechnen
Achte besonders auf diese Punkte:
- Winddaten müssen zur Nabenhöhe passen, sonst wirkt der Standort besser oder schlechter als er ist.
- Stunden mit Wind unter der Anlaufgeschwindigkeit tragen keinen Ertrag bei.
- Teilzeiträume sind keine Jahreswerte. Bei 3.000,0 h bleibt das Ergebnis ein Teilzeitraum.
- Ein hoher Rotordurchmesser hilft wenig, wenn die Anlage fast immer an der Nennleistung hängt.
- Eine Hersteller-Leistungskennlinie kann von diesem Modell abweichen. Der Rechner ist daher eine technische Abschätzung, keine Ertragsgarantie.
Tabellen zum Nachschlagen
Windleistung-Tabelle: 3-m-Rotor bei 0 bis 25 m/s
| Wind m/s | Elektrische Leistung W | Betz-Grenze Rotor W |
|---|---|---|
| 0 | 0,0 | 0,0 |
| 2 | 0,0 | 20,5 |
| 3 | 31,6 | 69,3 |
| 4 | 74,8 | 164,2 |
| 5 | 146,1 | 320,7 |
| 5,5 | 194,5 | 426,9 |
| 6 | 252,5 | 554,2 |
| 8 | 598,5 | 1.313,6 |
| 10 | 1.000,0 | 2.565,6 |
| 12 | 1.000,0 | 4.433,4 |
| 20 | 1.000,0 | 20.525,1 |
| 25 | 0,0 | 40.088,0 |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Jahresertrag einer Windkraftanlage?
Du berechnest den Jahresertrag, indem du jede Windgeschwindigkeit mit ihren Stunden einzeln auswertest und die kWh addierst. Bei 8.760,0 h im Beispiel ergibt das 1.690,83 kWh. Der Mittelwind allein reicht nicht, weil starke Windstunden überproportional viel beitragen.
Wie viel Leistung hat ein Windrad mit 3 m Rotordurchmesser bei 6 m/s?
Mit den im Text genannten Modellannahmen liefern 3 m Rotordurchmesser und 6 m/s 252,50 W elektrische Leistung. Die aerodynamische Betz-Grenze beim eingegebenen Wind liegt bei 554,18 W, bevor Cp, Wirkungsgrad und Leistungsdeckel berücksichtigt werden.
Was bringt eine Kleinwindanlage mit 5 m Rotor bei 4 m/s und 6 m/s?
Mit den genannten Modellannahmen ergeben 1.000 Stunden mit 4 m/s und 2.000 Stunden mit 6 m/s 1.449,52 kWh. Der Zeitraum umfasst 3.000,0 h und wird nicht auf ein Jahr hochgerechnet. Die stundengewichtete Windgeschwindigkeit liegt bei 5,33 m/s.
Warum ist die Betz-Grenze höher als meine elektrische Leistung?
Die Betz-Grenze beschreibt die aerodynamisch maximal entziehbare Leistung am Rotor. Deine elektrische Modellleistung liegt darunter, weil Cp, elektrischer Wirkungsgrad, Anlauf- und Abschaltgrenzen sowie die Nennleistung berücksichtigt werden. Bei 12 m Rotordurchmesser und 10 m/s sind es 1.000,00 W trotz 41.050,14 W Betz-Grenze.
Kann ich aus wenigen Windstunden einen Jahresertrag ableiten?
Nein, nicht automatisch. Wenn du nur einen Teilzeitraum eingibst, bleibt das Ergebnis ein Teilzeitraum. Bei 10 m Rotor, 3.000 h mit 5 m/s und 1.500 h mit 8 m/s ergeben die genannten Annahmen 4.050,00 kWh. Die 4.500,0 h bleiben ein Teilzeitraum.
Quellen und Prüfung
- Small Wind Guidebook: Leistung, Leistungskennlinie und Häufigkeitsverteilung - U.S. Department of Energy
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Windenergie-Ertrag berechnen. Rechner-info.de, Stand 24.09.2026. https://rechner-info.de/wetter/windenergie-ertrag-rechner

