Zweierkomplement

−42 ist im 8-Bit-Zweierkomplement 1101 0110 (0xD6). Dezimal in Binär und Hex umrechnen, Binär zurück, Subtraktion mit Übertrag und Überlauf, 4 bis 64 Bit.

Stand 23.09.2026Quelle: WikipediaVon Sebastian Wiercinski

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Bitbreite
Zweierkomplement (binär)1101 0110
Hexadezimal
0xD6
Einerkomplement (nur invertiert)
1101 0101
Betrag binär
0010 1010
Gleiches Bitmuster als unsigned
214
Höchstes Bit (Vorzeichen)
1 - negative Zahl
Überlauf
nein
Wertebereich
-128 bis 127
Rechenweg
Betrag 42 binär:      0010 1010
Bits invertieren:     1101 0101  (Einerkomplement)
+ 1:                  1101 0110  = -42
Stellenwerte (MSB zählt negativ)
BitWertigkeitWertBeitrag
7-1281-128
664164
53200
416116
3800
2414
1212
0100
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. MSB = 1 → negativ
  2. Wert = Bitmuster als unsigned − 2^8 = 214 − 256 = -42

Was macht ein Zweierkomplement-Rechner?

Ein Zweierkomplement-Rechner übersetzt zwischen Dezimalzahlen, Binärmustern und Hexwerten, ohne dass du das Vorzeichen von Hand aus dem höchsten Bit ableiten musst. Das ist hilfreich, wenn du ein Bitmuster aus Code, Speicher, Protokollen oder Datenblättern vor dir hast und wissen willst, ob es als signed Zahl positiv oder negativ gelesen wird.

Wähle die Umrechnungsart, die Bitbreite und gib den Dezimalwert, das Binärmuster, den Hexwert oder die beiden Rechenwerte ein. Der Punkt ist dabei immer die feste Bitbreite: Dasselbe Bitmuster kann signed anders aussehen als unsigned. Das Muster 1101 0110 ist bei 8 Bit im Zweierkomplement -42, als unsigned aber 214. Der Rechner zeigt deshalb beide Sichtweisen an, damit du keine Darstellung mit einem Zahlenwert verwechselst.

Das höchste Bit ist das Vorzeichenbit. Steht dort 0, ist der Wert positiv oder 0. Steht dort 1, wird das Muster als negative Zahl gelesen. Bei 8 Bit reicht der Wertebereich von -128 bis 127. Alles, was außerhalb dieses Bereichs liegt, passt nicht als signed 8-Bit-Wert und wird als Überlauf markiert.

Wie berechnet man das Zweierkomplement?

Die Rechnung für eine negative Zahl läuft in Worten so: Du schreibst zuerst den Betrag binär in der gewünschten Bitbreite, invertierst alle Bits und addierst 1. Das invertierte Muster allein ist das Einerkomplement. Erst nach dem Addieren von 1 entsteht das Zweierkomplement.

Beispiel mit -42 in 8 Bit:

  • Betrag binär: 0010 1010
  • Bits invertieren: 1101 0101
  • 1 addieren: 1101 0110
  • Hexadezimal: 0xD6

Damit ist -42 in 8 Bit das Bitmuster 1101 0110. Das höchste Bit ist 1, also wird das Muster als negative Zahl gelesen. Als unsigned hat dasselbe Muster den Wert 214. Genau dieser Unterschied erklärt viele scheinbare Widersprüche: Das Bitmuster bleibt gleich, nur die Interpretation ändert sich.

Beim Zurückrechnen gilt die umgekehrte Sicht. Hat das höchste Bit den Wert 1, liest du das Muster zunächst als unsigned und ziehst den zur Bitbreite passenden Modulus ab. Für 1101 0110 bei 8 Bit zeigt die Rechnung: 214 - 256 = -42. Bei 16 Bit wäre das passende Muster 1111 1111 1101 0110, hexadezimal 0xFFD6, und als unsigned 65494.

Zweierkomplement in Dezimal, Binär und Hex lesen

Hexwerte sind im Rechnerumfeld oft kompakter als lange Binärzahlen. Inhaltlich sind sie aber nur eine andere Schreibweise desselben Bitmusters. 0xD6 entspricht bei 8 Bit dem Muster 1101 0110 und wird im Zweierkomplement als -42 gelesen. Bei 16 Bit steht 0xFFD6 für 1111 1111 1101 0110 und ebenfalls für -42.

Ein kurzer Vergleich typischer 8-Bit-Werte:

Dezimal 8-Bit-Zweierkomplement Hex unsigned
-128 1000 0000 0x80 128
-42 1101 0110 0xD6 214
-1 1111 1111 0xFF 255
0 0000 0000 0x00 0
13 0000 1101 0x0D 13
42 0010 1010 0x2A 42
127 0111 1111 0x7F 127

Auffällig ist: Negative Werte beginnen bei 8 Bit immer mit 1. Positive Werte und 0 beginnen mit 0. Trotzdem solltest du nicht nur auf die erste Stelle schauen, sondern immer die Bitbreite kennen. Ein kurzer Hexwert kann je nach Kontext links mit Nullen oder Einsen erweitert werden. Für signed Werte ist das Vorzeichenbit dabei der Anker.

Wie funktionieren Addition und Subtraktion im Zweierkomplement?

Der Vorteil des Zweierkomplements ist, dass Addition und Subtraktion mit derselben Binäraddition funktionieren. Für A - B rechnet der Rechner A + (-B). Die negative Zahl entsteht wieder über das Zweierkomplement von B.

Beispiel 25 - 12 in 8 Bit:

  • A binär: 0001 1001
  • -B als Zweierkomplement: 1111 0100
  • Summe: 1 0000 1101
  • Ergebnis auf 8 Bit: 0000 1101
  • Dezimal: 13

Der Übertrag aus dem höchsten Bit wird bei fester Bitbreite verworfen. Das ist kein Fehler. In diesem Beispiel meldet die Rechnung Übertrag: ja, aber Überlauf: nein. Wichtig ist also der Unterschied zwischen Übertrag und Overflow. Ein Übertrag kann bei einer Subtraktion ganz normal auftreten. Ein Überlauf bedeutet dagegen, dass das signed Ergebnis nicht mehr in den Wertebereich der gewählten Bitbreite passt.

Auch gemischte Vorzeichen funktionieren so. Bei -25 + 12 in 8 Bit ist A binär 1110 0111, der zweite Summand 0000 1100, das Ergebnis 1111 0011 und dezimal -13. Bei 100 - 42 in 16 Bit ist das Ergebnis 0000 0000 0011 1010, hexadezimal 0x003A und dezimal 58.

Welche Fehler solltest du beim Zweierkomplement vermeiden?

Der häufigste Fehler ist eine falsche Bitbreite. -42 sieht bei 8 Bit als 1101 0110 aus, bei 16 Bit aber als 1111 1111 1101 0110. Beide Muster bedeuten denselben signed Wert, sind aber nicht dieselbe Darstellung. Wenn du Daten aus einem Register, einem Bytefeld oder einer Datei liest, musst du deshalb zuerst wissen, wie viele Bits zusammengehören.

Der zweite typische Fehler ist die Verwechslung von signed und unsigned. 1111 1111 ist bei 8 Bit im Zweierkomplement -1, unsigned aber 255. 1100 1000 ist als unsigned 200, liegt als signed 8-Bit-Wert aber außerhalb des Bereichs -128 bis 127. Der Rechner zeigt dafür Überlauf: ja und liest das Muster im signed Zusammenhang als -56.

Der dritte Fehler betrifft das Einerkomplement. Nur invertieren reicht nicht. Bei -42 in 8 Bit ist 1101 0101 erst das Einerkomplement. Das Zweierkomplement entsteht erst nach dem Addieren von 1 und lautet 1101 0110.

Praktische Regeln:

  • Erst Bitbreite festlegen, dann interpretieren.
  • Bei höchstem Bit 1 an signed negative Werte denken.
  • Hexwerte immer in Binär und Bitbreite übersetzen.
  • Übertrag nicht automatisch mit Überlauf gleichsetzen.
  • Bei Subtraktion B zuerst als negative Zahl im Zweierkomplement schreiben.

Tabellen zum Nachschlagen

Zweierkomplement-Tabelle 4 Bit: alle 16 Werte

BinärZweierkomplementunsignedHex
0000000x0
0001110x1
0010220x2
0011330x3
0100440x4
0101550x5
0110660x6
0111770x7
1000-880x8
1001-790x9
1010-6100xA
1011-5110xB
1100-4120xC
1101-3130xD
1110-2140xE
1111-1150xF

Zweierkomplement-Tabelle 8 Bit: Dezimal, Binär und Hex

Dezimal8-Bit-ZweierkomplementHexals unsigned
-1281000 00000x80128
-1271000 00010x81129
-1001001 11000x9C156
-641100 00000xC0192
-501100 11100xCE206
-421101 01100xD6214
-321110 00000xE0224
-201110 11000xEC236
-161111 00000xF0240
-101111 01100xF6246
-81111 10000xF8248
-51111 10110xFB251
-41111 11000xFC252
-31111 11010xFD253
-21111 11100xFE254
-11111 11110xFF255
00000 00000x000
10000 00010x011
20000 00100x022
50000 01010x055
100000 10100x0A10
420010 10100x2A42
640100 00000x4064
1000110 01000x64100
1270111 11110x7F127

Wertebereich im Zweierkomplement: 4, 8, 16, 32 und 64 Bit

BitKleinster WertGrößter Wert−1 in HexDatentyp
4-870xFNibble
8-1281270xFFint8_t / byte (Java)
16-32768327670xFFFFint16_t / short
32-214748364821474836470xFFFFFFFFint32_t / int
64-922337203685477580892233720368547758070xFFFFFFFFFFFFFFFFint64_t / long

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Zweierkomplement: Für das Zweierkomplement einer negativen Zahl schreibst du den Betrag binär, invertierst alle Bits und addierst 1: −42 = 0010 1010 → 1101 0101 → 1101 0110 (0xD6) in 8 Bit. Mit n Bit reicht der Wertebereich von −2^(n−1) bis 2^(n−1) − 1, bei 8 Bit also −128 bis 127.
Auf einen Blick
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Zweierkomplement-Tabelle 4 Bit: alle 16 Werte (Tabelle)
Zweierkomplement-Tabelle 4 Bit: alle 16 Werte
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Häufige Fragen

Wie lautet das Zweierkomplement von -42 in 8 Bit?

Das Zweierkomplement von -42 in 8 Bit ist 1101 0110. Hexadezimal ist das 0xD6. Der Rechenweg lautet: Betrag 42 als 0010 1010 schreiben, Bits invertieren zu 1101 0101 und 1 addieren. Das Ergebnis liegt im Bereich -128 bis 127.

Was bedeutet 11111111 im Zweierkomplement?

11111111 bedeutet bei 8 Bit im Zweierkomplement -1. Als formatiertes Bitmuster ist das 1111 1111, hexadezimal 0xFF. Als unsigned wäre dasselbe Muster 255. Der Unterschied entsteht nur durch die Interpretation als signed oder unsigned Wert.

Wie lese ich 0xD6 als Zweierkomplement?

0xD6 wird bei 8 Bit im Zweierkomplement als -42 gelesen. Der zugehörige Binärwert ist 1101 0110. Weil das höchste Bit 1 ist, handelt es sich um eine negative Zahl. Als unsigned entspricht dasselbe Bitmuster dem Wert 214.

Warum ist 200 bei 8 Bit ein Überlauf?

200 ist bei 8 Bit als signed Zweierkomplement ein Überlauf, weil der Wertebereich von -128 bis 127 reicht. Das Bitmuster lautet 1100 1000 und hexadezimal 0xC8. Als unsigned ist es 200, als signed Muster wird es im Rechner als -56 interpretiert.

Was ist der Unterschied zwischen Einerkomplement und Zweierkomplement?

Das Einerkomplement ist nur das invertierte Bitmuster, das Zweierkomplement entsteht erst nach dem Addieren von 1. Bei -42 in 8 Bit ist das Einerkomplement 1101 0101. Nach + 1 wird daraus 1101 0110, also die eigentliche Zweierkomplement-Darstellung.

Wie funktioniert 25 - 12 im Zweierkomplement?

25 - 12 ergibt im 8-Bit-Zweierkomplement 13. A ist 0001 1001, der zweite Summand für -12 ist 1111 0100. Die Summe liefert 1 0000 1101, der Übertrag wird verworfen. Übrig bleibt 0000 1101, hexadezimal 0x0D.

Welchen Wertebereich hat das Zweierkomplement bei 16 Bit?

Bei 16 Bit reicht der Wertebereich im Zweierkomplement von -32768 bis 32767. Ein Beispiel: -42 wird als 1111 1111 1101 0110 dargestellt, hexadezimal 0xFFD6. Dasselbe Bitmuster hat unsigned den Wert 65494, signed aber -42.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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Zweierkomplement. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/technik/zweierkomplement-rechner