Base64-Konverter

Base64 dekodieren und kodieren, auch URL-safe (base64url) und MIME. „Hallo“ = SGFsbG8=. Mit Fehlerprüfung, UTF-8 und Latin-1, Hex-Ansicht und Alphabet-Tabelle.

Stand 23.09.2026Quelle: IETFVon Sebastian Wiercinski

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Zeichensatz

UTF-8 ist Standard. ISO-8859-1 nur für alte Systeme, wenn Umlaute sonst falsch ankommen.

ErgebnisSGFsbG8=
Format
Base64 nach RFC 4648 Abschnitt 4
Daten
5 Bytes
Base64-Länge
8 Zeichen
Größenzuwachs durch Base64
60 %
Bytes (hexadezimal)
48 61 6C 6C 6F
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. 5 Bytes → 2 Blöcke à 3 Bytes → 8 Zeichen (davon 1 × „=“ als Füllung)
  2. Bytes: 48 61 6C 6C 6F
  3. Jeder 3-Byte-Block (24 Bit) wird in vier 6-Bit-Werte zerlegt; jeder Wert 0-63 ist ein Zeichen im Base64-Alphabet.

Wann nutzt du base64 encode und wann base64 decode?

Beim base64 encode wandelst du normalen Text oder Bytes in eine Base64-Zeichenfolge um. Das brauchst du zum Beispiel, wenn Daten in einem Format transportiert werden sollen, das nur gut mit sichtbaren Textzeichen umgehen kann. Aus „Hallo Welt!“ wird dann „SGFsbG8gV2VsdCE=“. Die Rechnung zeigt dazu „11 Bytes“, „16 Zeichen“ und einen Größenzuwachs von „45,5 %“.

Beim base64 decode gehst du den umgekehrten Weg: Du hast bereits eine Base64-Zeichenfolge und möchtest wieder lesbaren Text oder die ursprünglichen Bytes sehen. „SGVsbG8gd2VsdA==“ wird zum Beispiel zu „Hello welt“. Angezeigt werden dazu „10 Bytes“, „16 Zeichen“ und „60 %“ Größenzuwachs bezogen auf die ursprünglichen Daten.

Im Rechner wählst du die gewünschte Richtung, fügst die Eingabe ein und stellst bei Bedarf den Zeichensatz oder den MIME-Zeilenumbruch ein.

Merke dir die einfache Unterscheidung: Encode heißt Text zu Base64, Decode heißt Base64 zurück zu Text. Wenn dein Ergebnis nach dem Dekodieren unlesbar wirkt, ist nicht automatisch die Base64-Zeichenfolge falsch. Häufig passt nur der Zeichensatz nicht oder du hast statt normalem Base64 eine base64url-Variante vor dir.

Wie funktioniert die Rechnung bei base64 decode und encode?

Base64 verarbeitet nicht direkt Buchstaben, sondern Bytes. Die Formel lautet: Länge Base64 = 4 × ⌈Bytes ÷ 3⌉ Zeichen. In Worten: Die Daten werden in Blöcke aus je 3 Bytes zerlegt. Jeder Block wird als 24 Bit betrachtet und danach in 4 Gruppen mit je 6 Bit aufgeteilt. Jede dieser Gruppen zeigt auf ein Zeichen im Base64-Alphabet.

Das Beispiel „Hallo“ zeigt den Ablauf kompakt:

  • Eingabetext: „Hallo“
  • Datenmenge: „5 Bytes“
  • Bytes hexadezimal: „48 61 6C 6C 6F“
  • Base64-Ergebnis: „SGFsbG8=“
  • Base64-Länge: „8 Zeichen“
  • Größenzuwachs: „60 %“

Die Rechnung dahinter: „5 Bytes“ ergeben „2 Blöcke à 3 Bytes“. Weil der letzte Block nicht vollständig gefüllt ist, erscheint am Ende „1 × „=“ als Füllung“. Dieses Zeichen gehört also nicht zum ursprünglichen Text, sondern macht die Blockstruktur vollständig.

Beim Dekodieren läuft derselbe Mechanismus rückwärts. Die Base64-Zeichen werden wieder in ihre Werte übersetzt, daraus entstehen Bitgruppen, daraus wieder Bytes. Aus den Bytes wird anschließend Text im gewählten Zeichensatz, meist UTF-8. Deshalb kann dieselbe Bytefolge anders aussehen, wenn du den falschen Zeichensatz auswählst.

Warum wird Base64 größer als der Ursprungstext?

Base64 ist eine Darstellung, keine Komprimierung. Es verpackt Bytes in ein Textalphabet. Dadurch entstehen meist mehr Zeichen als im Original. Bei großen Daten liegt der Zuwachs oft nahe bei „33,3 %“, bei kleinen Eingaben kann er deutlich höher ausfallen, weil die Blöcke aufgefüllt werden müssen.

Ein paar Größen aus typischen Rechnungen zeigen den Unterschied:

Originalgröße Base64-Zeichen Zuwachs
1 Byte 4 300 %
2 Bytes 4 100 %
3 Bytes 4 33,3 %
10 Bytes 16 60 %
100 Bytes 136 36 %
1 kB 1.336 33,6 %
1 MB 1.333.336 33,3 %

Der Effekt fällt bei kurzen Texten besonders auf. „1234567890“ hat „10 Bytes“, wird aber zu „MTIzNDU2Nzg5MA==“ mit „16 Zeichen“. Das ergibt „60 %“ Zuwachs. Bei „benutzer:geheim“ sind es „15 Bytes“ und „20 Zeichen“, also „33,3 %“. Der Unterschied kommt daher, ob die Eingabe genau in die Blöcke passt oder ob Padding nötig ist.

Wenn du Base64 in E-Mails oder älteren MIME-Kontexten verwendest, kann zusätzlich ein Zeilenumbruch nach „76 Zeichen“ gesetzt werden. Das ändert die Lesbarkeit und das Transportformat, aber nicht den eigentlichen Inhalt der dekodierten Bytes.

Base64url, JWT und normale Base64-Zeichenfolgen unterscheiden

Normales Base64 und base64url sehen sehr ähnlich aus, sind aber nicht immer austauschbar. Standard-Base64 nach RFC 4648 Abschnitt 4 verwendet das Alphabet mit „A-Z, a-z, 0-9, + und /“. base64url nach RFC 4648 Abschnitt 5 ist für URL- und Token-Kontexte gedacht und wird häufig ohne Padding ausgegeben.

Ein einfaches Beispiel: Der Text „JWT Test 123“ wird als base64url zu „SldUIFRlc3QgMTIz“. Die Rechnung zeigt „12 Bytes“, „16 Zeichen“ und „33,3 %“ Zuwachs. Bei JWT-Teilen ist base64url besonders häufig. Ein JWT-Header aus dem Beispiel „eyJhbGciOiJIUzI1NiIsInR5cCI6IkpXVCJ9“ wird zu „{„alg“:„HS256“,„typ“:„JWT“}“ und hat „27 Bytes“ sowie „36 Zeichen“.

Wenn ein JWT-Teil oder ein URL-Parameter im normalen Decoder scheitert, prüfe zuerst die Variante. Besonders auffällig sind fehlende „=“-Zeichen am Ende oder Zeichen, die im URL-Kontext vorkommen. Der base64url-Modus ist dann meist die passende Wahl.

Noch ein Praxisfall: „ZXlKcGJtTnZaR1Z5SWpwYkltVjRjR2x5WlQwPQ“ wird im base64url-Modus zu „eyJpbmNvZGVyIjpbImV4cGlyZT0=“. Die Rechnung zeigt „28 Bytes“, „38 Zeichen“ und „35,7 %“ Zuwachs. Dass im dekodierten Text wieder ein „=“ auftaucht, ist kein Widerspruch. Es ist dann Teil des dekodierten Inhalts.

Typische Fehler beim Base64 dekodieren vermeiden

Der häufigste Irrtum: Base64 wird mit Verschlüsselung verwechselt. Base64 schützt nichts. Wenn du einen API-Schlüssel, ein Passwort oder einen Token in Base64 siehst, ist der Inhalt nur anders dargestellt. Wer die Zeichenfolge hat, kann sie ohne Schlüssel zurückwandeln. Für Geheimhaltung brauchst du ein anderes Verfahren.

Achte außerdem auf diese Punkte:

  • Falsche Richtung: Wenn du lesbaren Text eingibst, brauchst du Encode. Wenn du eine Base64-Zeichenfolge eingibst, brauchst du Decode.
  • Falsche Variante: JWTs und URL-Parameter nutzen oft base64url, nicht normales Base64.
  • Falscher Zeichensatz: UTF-8 ist der übliche Standard. ISO-8859-1 passt eher zu alten Latin1-Daten.
  • Padding falsch bewertet: „=“ am Ende ist häufig nur Füllung und kein Inhalt.
  • Zeilenumbrüche falsch kopiert: MIME kann Zeilenumbrüche enthalten. Beim reinen Vergleich von Zeichenfolgen können sie stören.

Umlaute zeigen gut, warum der Zeichensatz zählt. „Füße, Öl und Grüße“ wird mit UTF-8 zu „RsO8w59lLCDDlmwgdW5kIEdyw7zDn2U=“. Die Rechnung meldet „23 Bytes“, obwohl der sichtbare Text weniger Zeichen enthält. Der Grund: Zeichen wie „ü“, „ß“ oder „Ö“ benötigen in UTF-8 andere Bytefolgen als einfache ASCII-Buchstaben.

Wenn du beim Dekodieren nur kryptische Zeichen erhältst, prüfe daher zuerst: Ist es wirklich Text? Ist die Variante korrekt? Passt UTF-8 oder ISO-8859-1? Erst danach lohnt sich die Suche nach einer beschädigten Eingabe.

Tabellen zum Nachschlagen

Base64-Alphabet nach RFC 4648: Werte 0 bis 31

Wert6 BitBase64base64url
0000000AA
1000001BB
2000010CC
3000011DD
4000100EE
5000101FF
6000110GG
7000111HH
8001000II
9001001JJ
10001010KK
11001011LL
12001100MM
13001101NN
14001110OO
15001111PP
16010000QQ
17010001RR
18010010SS
19010011TT
20010100UU
21010101VV
22010110WW
23010111XX
24011000YY
25011001ZZ
26011010aa
27011011bb
28011100cc
29011101dd
30011110ee
31011111ff

Base64-Alphabet nach RFC 4648: Werte 32 bis 63

Wert6 BitBase64base64url
32100000gg
33100001hh
34100010ii
35100011jj
36100100kk
37100101ll
38100110mm
39100111nn
40101000oo
41101001pp
42101010qq
43101011rr
44101100ss
45101101tt
46101110uu
47101111vv
48110000ww
49110001xx
50110010yy
51110011zz
5211010000
5311010111
5411011022
5511011133
5611100044
5711100155
5811101066
5911101177
6011110088
6111110199
62111110+-
63111111/_

Base64-Beispiele: Text in Base64 umwandeln

UTF-8; base64url ohne Padding
TextBase64base64url
aYQ==YQ
abYWI=YWI
abcYWJjYWJj
HalloSGFsbG8=SGFsbG8
Hallo WeltSGFsbG8gV2VsdA==SGFsbG8gV2VsdA
TestVGVzdA==VGVzdA
test123dGVzdDEyMw==dGVzdDEyMw
admin:passwortYWRtaW46cGFzc3dvcnQ=YWRtaW46cGFzc3dvcnQ
äw6Q=w6Q
üw7w=w7w
ßw58=w58
4oKs4oKs
<<???>>PDw/Pz8+Pg==PDw_Pz8-Pg

Wie groß wird Base64? Bytes und Zeichen

OriginalgrößeBase64-ZeichenZuwachs
1 Byte4300 %
2 Bytes4100 %
3 Bytes433,3 %
10 Bytes1660 %
100 Bytes13636 %
1 kB1.33633,6 %
1 KiB1.36833,6 %
1 MB1.333.33633,3 %
1 MiB1.398.10433,3 %

Beispiele zum Ausprobieren

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Base64-Konverter: Base64 wandelt je 3 Bytes in 4 Zeichen aus A-Z, a-z, 0-9, + und / um - der Text wird dadurch rund 33 % länger. „Hallo“ wird zu SGFsbG8=, das „=“ füllt den letzten Block auf. Base64 ist keine Verschlüsselung: Jeder kann es ohne Schlüssel zurückverwandeln.
Auf einen Blick
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Base64-Alphabet nach RFC 4648: Werte 0 bis 31 (Tabelle)
Base64-Alphabet nach RFC 4648: Werte 0 bis 31
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Häufige Fragen

Was ist base64 decode?

base64 decode wandelt eine Base64-Zeichenfolge zurück in Bytes und daraus, wenn möglich, in Text. „SGFsbG8gV2VsdCE=“ ergibt zum Beispiel „Hallo Welt!“. Die Rechnung zeigt dazu „11 Bytes“, „16 Zeichen“ und „45,5 %“ Größenzuwachs der Base64-Darstellung gegenüber den ursprünglichen Daten.

Wie kann ich Text in Base64 kodieren?

Du kodierst Text in Base64, indem du die Richtung Text zu Base64 wählst und den Text mit passendem Zeichensatz verarbeitest. Aus „Hallo“ wird „SGFsbG8=“. Dazu gehören „5 Bytes“, „8 Zeichen“ und „60 %“ Größenzuwachs, weil der letzte Block mit „=“ aufgefüllt wird.

Warum steht am Ende von Base64 ein Gleichheitszeichen?

Das Gleichheitszeichen ist Padding, also Füllung für den letzten Block. Bei „Hallo“ entstehen „5 Bytes“, daraus „2 Blöcke à 3 Bytes“ und „8 Zeichen“. Weil der letzte Block nicht vollständig ist, erscheint „1 × „=“ als Füllung“ im Ergebnis „SGFsbG8=“.

Ist Base64 eine Verschlüsselung?

Nein, Base64 ist keine Verschlüsselung. Es gibt keinen geheimen Schlüssel und jede passende Base64-Zeichenfolge lässt sich wieder dekodieren. Ein Basic-Auth-Text wie „benutzer:geheim“ wird zu „YmVudXR6ZXI6Z2VoZWlt“, bleibt aber inhaltlich rekonstruierbar. Base64 eignet sich für Darstellung und Transport, nicht für Geheimhaltung.

Warum wird Base64 größer?

Base64 wird größer, weil je 3 Bytes als 4 Zeichen dargestellt werden. Bei „benutzer:geheim“ sind es „15 Bytes“ und „20 Zeichen“, also „33,3 %“ Zuwachs. Bei kurzen Eingaben kann der Anteil höher sein, etwa „60 %“ bei „10 Bytes“ und „16 Zeichen“.

Was ist der Unterschied zwischen Base64 und base64url?

base64url ist eine URL-taugliche Variante von Base64 und wird häufig ohne Padding verwendet. „JWT Test 123“ wird als base64url zu „SldUIFRlc3QgMTIz“. Die Rechnung nennt „12 Bytes“, „16 Zeichen“ und „33,3 %“. Für JWT-Teile und URL-Parameter ist base64url oft die richtige Auswahl.

Warum kommt beim Base64 dekodieren unlesbarer Text heraus?

Unlesbarer Text entsteht oft durch einen falschen Zeichensatz, die falsche Base64-Variante oder dadurch, dass die dekodierten Bytes gar kein Text sind. UTF-8 ist meist passend, ISO-8859-1 eher für alte Latin1-Daten. Prüfe außerdem, ob deine Eingabe normales Base64 oder base64url ist.

Kann Base64 Umlaute wie ä, ü und ß kodieren?

Ja, Base64 kann Umlaute kodieren, wenn der Zeichensatz korrekt ist. Mit UTF-8 wird „Füße, Öl und Grüße“ zu „RsO8w59lLCDDlmwgdW5kIEdyw7zDn2U=“. Die Rechnung zeigt „23 Bytes“ und „32 Zeichen“. Umlaute belegen in UTF-8 andere Bytefolgen als einfache Buchstaben.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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Base64-Konverter. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/technik/base64-konverter