Maximalpuls-Rechner

Maximalpuls mit 35 Jahren: 184 Schläge/min nach Tanaka, 185 nach 220 − Alter. Mit 5 Trainingszonen, Karvonen-Methode und Tabelle nach Alter.

Stand 23.09.2026Quelle: International Journal of Exercise ScienceVon Sebastian Wiercinski

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Tanaka ist für Erwachsene aller Altersgruppen am besten belegt. Einen im Belastungstest gemessenen Wert immer vorziehen.

Zonen berechnen
Maximalpuls184 bpm
Nach Tanaka (208 − 0,7 × Alter)
184 bpm
Nach Faustformel 220 − Alter
185 bpm
Spanne aller Formeln
183-189 bpm
Grundlagenausdauer / Fettstoffwechsel (Zone 2)
110-129 bpm
Schwellenbereich (Zone 4)
147-166 bpm
Deine Trainingszonen
ZoneAnteilPulsWofür
Zone 1: Regeneration50-60 %92-110 bpmErholung, lockeres Ausfahren, Einsteiger
Zone 2: Grundlagenausdauer (Fettstoffwechsel)60-70 %110-129 bpmLange, lockere Einheiten, Basis für alles
Zone 3: Aerobe Zone70-80 %129-147 bpmZügiger Dauerlauf, Tempo-Ausdauer
Zone 4: Anaerobe Schwelle80-90 %147-166 bpmSchwellentraining, Wettkampftempo 10 km bis HM
Zone 5: Maximalbereich90-100 %166-184 bpmKurze Intervalle, Sprints
Maximalpuls nach Formel
050100150200TanakaFaustformel (Fox)GellishNes (HUNT-Studie)
HFmax
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Tanaka: 208 − 0,7 × 35 = 183,5 ≈ 184 bpm
  2. Zone 2 (60-70 %): 0,6 × 184 bis 0,7 × 184 = 110-129 bpm

Was bedeutet maximale Herzfrequenz beim Training?

Die maximale Herzfrequenz ist der höchste Puls, den dein Herz unter maximaler Belastung erreichen kann. Sie ist vor allem ein Richtwert für Trainingszonen. Wenn du deine HFmax kennst, kannst du lockere Dauerläufe, Grundlagenfahrten, Schwellentraining oder kurze Intervalle besser einordnen.

Der Wert ist individuell. Alter, Veranlagung, Sportart, Messmethode, Tagesform und Medikamente können ihn beeinflussen. Deshalb ist eine Formel immer eine Schätzung. Wenn du einen sauber gemessenen Maximalpuls aus einem Belastungstest oder einem sehr harten Sporttest hast, ist dieser Wert für deine Zonen meist besser als eine Altersformel.

Für die Praxis heißt das: Ein berechneter Maximalpuls hilft dir, Trainingsbereiche festzulegen. Er sagt aber nicht allein, ob ein Puls für dich gesund oder riskant ist. Wenn du Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unklare Beschwerden, Schwindel, Brustdruck oder ungewöhnliche Luftnot hast, solltest du intensive Belastungen ärztlich abklären lassen.

Wie berechnet man die maximale Herzfrequenz nach Tanaka?

Die Tanaka-Formel lautet in Worten: Ziehe vom Ausgangswert 208 den Wert ab, der sich aus 0,7 mal deinem Alter ergibt. Als Formel geschrieben: HFmax = 208 - 0,7 × Alter.

Beispiel: Bei 35 Jahre ergibt die Tanaka-Rechnung 208 - 0,7 × 35 = 183,5, gerundet 184 bpm. Daraus wird anschließend jede Pulszone als Anteil des Maximalpulses berechnet. Für Zone 2 werden 60-70 % angesetzt. Im Beispiel sind das 110-129 bpm.

Wenn du den Rechner nutzt, gibst du Alter, Formel und die gewünschte Zonenmethode ein; bei Karvonen kommt zusätzlich dein Ruhepuls dazu.

Die klassische Faustformel 220 minus Alter liefert bei 35 Jahre im gleichen Beispiel 185 bpm. Gellish liegt bei 183 bpm, Nes bei 189 bpm. Die Spanne aller Formeln beträgt hier 183-189 bpm. Du siehst daran: Die Formeln liegen nah beieinander, können aber trotzdem Trainingsbereiche verschieben.

Welche Trainingszonen ergeben sich aus der maximalen Herzfrequenz?

Die Pulszonen werden meist als Prozentbereiche der HFmax angegeben. Bei 35 Jahre und Tanaka mit 184 bpm ergeben sich diese Bereiche:

Zone Bereich Puls Typischer Einsatz
Zone 1 50-60 % 92-110 bpm Regeneration, sehr locker
Zone 2 60-70 % 110-129 bpm Grundlagenausdauer, Fettstoffwechsel
Zone 3 70-80 % 129-147 bpm zügiger Dauerlauf
Zone 4 80-90 % 147-166 bpm Schwellentraining
Zone 5 90-100 % 166-184 bpm kurze Intervalle, Sprints

Für viele lockere Einheiten ist Zone 2 der Bereich, in dem du dich kontrolliert belasten kannst. Bei 60 Jahre nach Tanaka liegt die maximale Herzfrequenz bei 166 bpm, Zone 2 bei 100-116 bpm und der Schwellenbereich bei 133-149 bpm. Bei 30 Jahre nach Tanaka sind es 187 bpm, Zone 2 liegt bei 112-131 bpm und der Schwellenbereich bei 150-168 bpm.

Die Zonen sind Trainingshilfen, keine festen medizinischen Grenzen. Wenn sich eine Einheit deutlich schwerer anfühlt als der Puls vermuten lässt, zählt dein Körpergefühl mit. Hitze, Schlafmangel, Stress oder Infekte können den Puls verändern, ohne dass sich deine Fitness tatsächlich verändert hat.

Tanaka, 220 minus Alter, Gulati: Welche Formel passt zu dir?

Tanaka ist für Erwachsene eine gut nutzbare Standardschätzung. Die bekannte Formel 220 minus Alter ist einfach, kann aber je nach Alter und Person abweichen. Bei 20 Jahre ergibt die Faustformel 200 bpm, Tanaka 194 bpm. Bei 40 Jahre liefern beide im Beispiel 180 bpm. Bei 50 Jahre liegen Tanaka mit 173 bpm und die Faustformel mit 170 bpm auseinander.

Für Frauen gibt es zusätzlich die Gulati-Formel. Bei einer Frau mit 35 Jahre ergibt Gulati 175 bpm. In derselben Rechnung liegen Tanaka bei 184 bpm und die Faustformel bei 185 bpm. Bei einer Frau mit 50 Jahre und Gulati ergibt sich 162 bpm, während Tanaka 173 bpm und die Faustformel 170 bpm liefern.

Auch andere Formeln können andere Ergebnisse liefern. Ein Mann mit 45 Jahre nach Gellish kommt auf 176 bpm; Tanaka liegt in diesem Beispiel bei 177 bpm, die Faustformel bei 175 bpm. Nach Nes ergibt sich bei 50 Jahre ein Maximalpuls von 179 bpm, während Tanaka 173 bpm und 220 minus Alter 170 bpm ergeben.

Wähle deshalb nicht jede Woche eine andere Formel. Nutze eine Methode konsequent, vergleiche sie mit deinem Belastungsgefühl und passe sie an, wenn du einen gemessenen Wert hast.

Karvonen, gemessener Maximalpuls und typische Fehler

Die Prozentmethode rechnet direkt mit der maximalen Herzfrequenz. Die Karvonen-Methode nutzt zusätzlich den Ruhepuls. Sie rechnet mit der Herzfrequenzreserve, also der Differenz zwischen Maximalpuls und Ruhepuls. Dadurch können die Trainingsbereiche höher liegen als bei der einfachen Prozentmethode.

Beispiel Karvonen: Bei einer Frau mit 50 Jahre, Gulati, Ruhepuls 62 bpm und Maximalpuls 162 bpm beträgt die Herzfrequenzreserve 100 bpm. Zone 2 liegt dann bei 122-132 bpm, der Schwellenbereich bei 142-152 bpm. Bei einem gemessenen Maximalpuls von 170 bpm und Ruhepuls 55 bpm liegt Zone 2 bei 124-136 bpm und der Schwellenbereich bei 147-159 bpm.

Wenn du deinen Maximalpuls gemessen hast, kannst du diesen direkt verwenden. Bei gemessenen 192 bpm liegt Zone 2 bei 115-134 bpm und der Schwellenbereich bei 154-173 bpm. Bei gemessenen 180 bpm liegt Zone 2 bei 108-126 bpm und der Schwellenbereich bei 144-162 bpm.

Typische Fehler:

  • Ruhepuls irgendwann am Tag messen. Besser ist ein ruhiger Zeitpunkt direkt nach dem Aufwachen im Liegen.
  • Trainingszonen als starre Grenze sehen. Ein Puls am Rand einer Zone ist kein automatischer Fehler.
  • Die Formel mit einem echten Maximaltest verwechseln. Die Rechnung schätzt, sie misst nicht.
  • Hohe Intensität trotz Krankheit, Schmerzen oder Warnzeichen erzwingen.
  • Laufpuls, Radpuls und andere Sportarten gleich behandeln, obwohl dein Körper unterschiedlich reagiert.

Tabellen zum Nachschlagen

Maximalpuls-Tabelle nach Alter

Schätzwerte in Schlägen pro Minute; individuelle Abweichung etwa ±10-12 bpm
AlterTanaka (208 − 0,7 × Alter)220 − AlterGulati (Frauen)Nes (211 − 0,64 × Alter)
15 Jahre198205193201
20 Jahre194200188198
25 Jahre191195184195
30 Jahre187190180192
35 Jahre184185175189
40 Jahre180180171185
45 Jahre177175166182
50 Jahre173170162179
55 Jahre170165158176
60 Jahre166160153173
65 Jahre163155149169
70 Jahre159150144166
75 Jahre156145140163
80 Jahre152140136160

Pulszonen nach Alter (Tanaka-Formel)

Puls in bpm, Zonen als Prozent der geschätzten HFmax
AlterHFmaxZone 1 (50-60 %)Zone 2 (60-70 %)Zone 3 (70-80 %)Zone 4 (80-90 %)Zone 5 (90-100 %)
20 Jahre19497-116116-136136-155155-175175-194
25 Jahre19196-115115-134134-153153-172172-191
30 Jahre18794-112112-131131-150150-168168-187
35 Jahre18492-110110-129129-147147-166166-184
40 Jahre18090-108108-126126-144144-162162-180
45 Jahre17789-106106-124124-142142-159159-177
50 Jahre17387-104104-121121-138138-156156-173
55 Jahre17085-102102-119119-136136-153153-170
60 Jahre16683-100100-116116-133133-149149-166
65 Jahre16382-9898-114114-130130-147147-163
70 Jahre15980-9595-111111-127127-143143-159
75 Jahre15678-9494-109109-125125-140140-156
80 Jahre15276-9191-106106-122122-137137-152

Herzfrequenzzonen bei gemessenem Maximalpuls 150 bis 210

MaximalpulsZone 1 (50-60 %)Zone 2 (60-70 %)Zone 3 (70-80 %)Zone 4 (80-90 %)Zone 5 (90-100 %)
150 bpm75-9090-105105-120120-135135-150
155 bpm78-9393-109109-124124-140140-155
160 bpm80-9696-112112-128128-144144-160
165 bpm83-9999-115115-132132-149149-165
170 bpm85-102102-119119-136136-153153-170
175 bpm88-105105-122122-140140-158158-175
180 bpm90-108108-126126-144144-162162-180
185 bpm93-111111-130130-148148-167167-185
190 bpm95-114114-133133-152152-171171-190
195 bpm98-117117-137137-156156-176176-195
200 bpm100-120120-140140-160160-180180-200
205 bpm103-123123-144144-164164-185185-205
210 bpm105-126126-147147-168168-189189-210

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

Du darfst die Grafiken kostenlos in Blogs, Artikeln, Präsentationen oder im Unterricht verwenden - einzige Bedingung ist ein Link auf diese Seite als Quelle (Lizenz CC BY 4.0).

Maximalpuls-Rechner: Die maximale Herzfrequenz lässt sich mit 208 − 0,7 × Alter schätzen (Tanaka): mit 35 Jahren sind das rund 184 Schläge pro Minute, mit 50 Jahren 173. Die alte Faustformel 220 − Alter liegt unter 40 Jahren etwas zu hoch und unterschätzt den Maximalpuls ab 40 Jahren zunehmend.
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Maximalpuls-Tabelle nach Alter (Tabelle)
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Häufige Fragen

Wie hoch ist mein Maximalpuls mit 30 Jahren?

Mit 30 Jahren liegt dein Maximalpuls nach Tanaka bei 187 bpm. Die Faustformel 220 minus Alter ergibt 190 bpm. In diesem Beispiel reicht die Spanne aller Formeln von 186-192 bpm. Für Zone 2 nach Prozentmethode ergeben sich 112-131 bpm.

Was ist besser: Tanaka oder 220 minus Alter?

Tanaka ist meist die sinnvollere Standardschätzung für Erwachsene. Die Faustformel 220 minus Alter ist leicht zu merken, kann aber abweichen. Bei 20 Jahre ergibt sie 200 bpm, Tanaka 194 bpm. Bei 50 Jahre ergibt Tanaka 173 bpm, die Faustformel 170 bpm.

Wie hoch ist der Maximalpuls einer Frau mit 35 Jahren nach Gulati?

Eine Frau mit 35 Jahren hat nach Gulati einen geschätzten Maximalpuls von 175 bpm. Zum Vergleich: Tanaka ergibt 184 bpm, die Faustformel 185 bpm. Die Zone 2 liegt mit dem Gulati-Wert bei 105-122 bpm, der Schwellenbereich bei 140-158 bpm.

Welche Pulszone ist Fettverbrennung oder Grundlagenausdauer?

Die Grundlagenausdauer oder Fettstoffwechselzone ist Zone 2. Sie liegt bei 60-70 % der maximalen Herzfrequenz. Bei 35 Jahre nach Tanaka und 184 bpm entspricht das 110-129 bpm. Bei 60 Jahre nach Tanaka sind es 100-116 bpm.

Wie berechne ich Pulszonen mit Karvonen?

Bei Karvonen rechnest du mit der Herzfrequenzreserve aus Maximalpuls und Ruhepuls. Bei 170 bpm Maximalpuls und 55 bpm Ruhepuls beträgt die Herzfrequenzreserve 115 bpm. Daraus ergibt sich für Zone 2 ein Bereich von 124-136 bpm und für den Schwellenbereich 147-159 bpm.

Soll ich einen gemessenen Maximalpuls oder eine Formel verwenden?

Wenn du einen verlässlichen gemessenen Maximalpuls hast, solltest du diesen für deine Zonen verwenden. Bei gemessenen 192 bpm liegt Zone 2 bei 115-134 bpm. Die Tanaka-Schätzung für 35 Jahre läge dagegen bei 184 bpm, die Faustformel bei 185 bpm.

Verändert Training meine maximale Herzfrequenz?

Training verändert die maximale Herzfrequenz meist weniger als Ruhepuls, Ausdauerleistung und Erholung. Deine Zonen können sich trotzdem anders anfühlen, weil du bei gleichem Puls schneller läufst oder länger durchhältst. Wenn sich deine Belastung stark verändert, prüfe Messung, Tagesform und gegebenenfalls die Zonenmethode.

Wann ist ein hoher Puls beim Sport gefährlich?

Ein hoher Puls ist nicht automatisch gefährlich, aber Beschwerden sind ein Warnzeichen. Bei Brustdruck, Schwindel, ungewöhnlicher Luftnot, Herzrasen außerhalb der Belastung oder bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen solltest du intensive Einheiten ärztlich abklären lassen. Der Rechner ersetzt keine medizinische Untersuchung.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026

Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.

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