Median-Rechner

Median berechnen: Werte sortieren, mittleren Wert nehmen. 2, 4, 4, 6, 8, 9 haben den Median 5. Mit Quartilen, Modus, Häufigkeitstabelle und Rechenweg.

Stand 23.09.2026Quelle: Serlo EducationVon Sebastian Wiercinski

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Reihenfolge egal, der Rechner sortiert. Trennen mit Leerzeichen, Semikolon oder Zeile; Dezimalkomma: 2,5.

Median5
Position in der sortierten Liste
Mittel aus 3. und 4. Wert
Anzahl
6
Sortierte Werte
2; 4; 4; 6; 8; 9
Modus (häufigster Wert)
4 (2-mal)
Unteres Quartil Q1
4
Oberes Quartil Q3
8
Interquartilsabstand Q3 − Q1
4
Zum Vergleich: Mittelwert
5,5
Minimum
2
Maximum
9
Häufigkeitstabelle
WertAnzahlAnteilkumuliert
2116,7 %16,7 %
4233,3 %50 %
6116,7 %66,7 %
8116,7 %83,3 %
9116,7 %100 %
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Sortiert (n = 6): 2; 4; 4; 6; 8; 9
  2. n gerade → Median = (4 + 6) ÷ 2 = 5
  3. Q1 = 4 (25 % der Werte liegen darunter oder darauf), Q3 = 8

Was zeigt der Median-Rechner außer dem Median?

Der Rechner liefert dir den Zentralwert deiner Daten und ordnet ihn direkt ein. Zusätzlich siehst du die sortierte Liste, die Position des Medians, den Modus, Q1, Q3, den Interquartilsabstand, Minimum, Maximum und den Mittelwert zum Vergleich.

Du gibst deine Werte in das Feld ein, die Reihenfolge ist egal, und Dezimalwerte kannst du mit Komma schreiben.

Das hilft besonders, wenn du mehr wissen willst als nur die Mitte. Beim Beispiel 2; 4; 4; 6; 8; 9 liegt der Median bei 5. Gleichzeitig erkennst du: Der häufigste Wert ist 4 (2-mal), Q1 ist 4, Q3 ist 8, der Interquartilsabstand ist 4, das Minimum ist 2 und das Maximum ist 9. Der Mittelwert liegt hier bei 5,5 und ist damit etwas höher als der Median.

Der Median beantwortet die Frage: Welcher Wert liegt in der Mitte, wenn die Daten sortiert sind? Der Modus beantwortet eine andere Frage: Welcher Wert kommt am häufigsten vor? Quartile teilen die Daten zusätzlich in Bereiche auf. Dadurch siehst du schneller, ob die Mitte allein deine Daten gut beschreibt oder ob du Streuung und Ausreißer mit anschauen solltest.

Wie funktioniert median berechnen bei gerader und ungerader Anzahl?

Zum Median berechnen werden die Werte zuerst aufsteigend sortiert. Danach hängt die Rechnung davon ab, ob die Anzahl der Werte ungerade oder gerade ist.

  • Bei ungerader Anzahl ist der Median der mittlere Wert der sortierten Liste.
  • Bei gerader Anzahl ist der Median der Durchschnitt der beiden mittleren Werte.

Als Beispiel nehmen wir 2; 4; 4; 6; 8; 9. Die Liste ist bereits sortiert, die Anzahl ist 6. Weil die Anzahl gerade ist, liegt der Median zwischen dem 3. und 4. Wert. Diese beiden Werte sind 4 und 6. Der Median wird als (4 + 6) ÷ 2 = 5 berechnet.

Bei ungerader Anzahl ist es direkter. Für 1; 3; 5; 7; 9 ist die Anzahl 5, der Median ist der 3. Wert, also 5. Bei 3; 7; 9; 10; 12 ist der Median ebenfalls der 3. Wert, hier also 9.

Wichtig ist: Der Median ist kein Wert, der bei gerader Anzahl zwingend in der Liste vorkommen muss. Bei 2; 4; 6; 8; 10; 12 ist der Median 7, obwohl 7 selbst nicht in den Daten steht. Das ist kein Fehler, sondern die Folge aus dem Mittel der beiden mittleren Werte 6 und 8.

Warum müssen die Daten für den Zentralwert berechnen sortiert werden?

Der Median beschreibt die Mitte nach der Größe der Werte, nicht die Mitte der Eingabereihenfolge. Deshalb musst du die Daten für den Zentralwert berechnen immer sortieren. Wenn du die Reihenfolge unverändert lässt, kann ein zufällig an dritter oder vierter Stelle stehender Wert fälschlich wie die Mitte wirken.

Ein einfaches Beispiel ist 7; 3; 9; 1; 5. Sortiert wird daraus 1; 3; 5; 7; 9. Erst dann ist klar: Der Median ist der 3. Wert, also 5. Ohne Sortierung würdest du die Struktur der Daten nicht sehen.

Das gilt auch für negative Zahlen. Bei -8; -3; -1; 2; 6 ist die sortierte Liste bereits in aufsteigender Reihenfolge. Der Median ist der 3. Wert, also -1. Das Minimum ist -8, das Maximum ist 6, und der Mittelwert liegt bei -0,8. Der Median ist hier also nicht der rechnerische Durchschnitt, sondern der Wert in der Mitte der geordneten Daten.

Bei Dezimalzahlen ist die Sortierung genauso wichtig. Aus 11,5; 11,8; 12; 12,1; 12,4; 12,9; 13,3 wird der 4. Wert als Median genommen: 12,1. Q1 ist 11,8, Q3 ist 12,9, der Interquartilsabstand beträgt 1,1.

Median und Mittelwert: wann unterscheiden sie sich?

Median und Mittelwert messen beide eine Mitte, reagieren aber unterschiedlich. Der Mittelwert nutzt alle Werte rechnerisch. Der Median schaut auf die Lage in der sortierten Liste. Deshalb bleibt der Median oft stabiler, wenn ein einzelner Wert weit außen liegt.

Bei 1; 2; 3; 4; 100 ist der Median 3, der Mittelwert aber 22. Der große Wert 100 zieht den Mittelwert stark nach oben. Der Median zeigt dagegen, welcher Wert in der geordneten Reihe in der Mitte steht.

Noch deutlicher wird das bei Einkommen. Für 2.100; 2.400; 2.650; 2.800; 3.100; 14.500 ist der Median 2.725, der Mittelwert 4.591,67. Beide Zahlen sind korrekt, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Der Median beschreibt die Mitte der sortierten Einkommen. Der Mittelwert verteilt rechnerisch die Gesamtsumme auf alle Werte und reagiert dadurch stark auf 14.500.

Wenn deine Daten gleichmäßig verteilt sind, können Median und Mittelwert identisch sein. Bei 2; 4; 6; 8; 10; 12 sind beide 7. Bei 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7 sind beide 4. Der Unterschied zwischen Median und Mittelwert ist also kein Qualitätsurteil. Er zeigt dir, ob Ausreißer oder Schieflagen die rechnerische Mitte verändern.

Modus berechnen, Quartile berechnen und Interquartilsabstand lesen

Der Modus ist der häufigste Wert. Er kann dir zeigen, ob bestimmte Werte besonders oft auftreten. Bei 5; 5; 6; 6; 6; 8; 9 ist der Modus 6 (3-mal). Der Median ist ebenfalls 6, Q1 ist 5, Q3 ist 8, der Interquartilsabstand ist 3.

Es kann aber auch keinen Modus geben. Bei 3; 7; 9; 10; 12 kommen alle Werte gleich häufig vor, deshalb gibt der Rechner keinen Modus aus. Und es kann mehrere Modi geben: Bei 1; 2; 2; 4; 7; 9; 9; 10 sind 2; 9 (2-mal) die häufigsten Werte. Der Median liegt dort bei 5,5.

Quartile beschreiben die Lage unterhalb und oberhalb der Mitte. Q1 steht für das untere Quartil, Q3 für das obere Quartil. Der Interquartilsabstand ist die Differenz aus Q3 und Q1. Bei 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7 ist Q1 2, Q3 6 und der Interquartilsabstand 4. Bei 11; 13; 15; 17; 19; 21; 23; 25 sind Q1 14, Q3 22 und der Interquartilsabstand 8.

Wenn alle Werte gleich sind, zeigen diese Kennzahlen das ebenfalls klar. Bei 7; 7; 7; 7; 7 sind Median, Mittelwert, Q1 und Q3 jeweils 7; der Interquartilsabstand ist 0. Das bedeutet: In den Daten gibt es keine Streuung zwischen Q1 und Q3.

Typische Fehler beim median berechnen vermeiden

Der häufigste Fehler ist, den Median aus der unsortierten Eingabe abzulesen. Sortiere immer zuerst oder prüfe die sortierte Ausgabe. Gerade wenn Werte durcheinander stehen, ist die sichtbare Mitte der Eingabe nicht automatisch der Zentralwert.

Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von Median und Mittelwert. Bei Daten mit Ausreißern kann der Mittelwert weit weg von der mittleren Position liegen. Das Beispiel 1; 2; 3; 4; 100 zeigt das klar: Median 3, Mittelwert 22. Wenn du typische Werte beschreiben willst, ist der Median oft aussagekräftiger. Wenn dich die rechnerische Gesamtverteilung interessiert, ist der Mittelwert passend.

Achte außerdem auf Dezimaltrennzeichen. Im deutschen Format schreibst du 2,5. Wenn Daten aus anderen Quellen mit Punkt kommen, kann der Rechner sie zwar als Dezimalwerte ausgeben, du solltest die sortierte Liste trotzdem prüfen. Im Beispiel 1,5; 2,5; 2,5; 3,5; 4,5; 5,5 ist der Median 3, der Modus 2,5 (2-mal) und der Mittelwert 3,3333.

Ein weiterer Punkt: Der Median allein sagt wenig über die Streuung. Zwei Datensätze können denselben Median haben, aber sehr unterschiedlich verteilt sein. Schau deshalb bei echten Auswertungen zusätzlich auf Q1, Q3, Interquartilsabstand, Minimum und Maximum. So erkennst du, ob die Mitte kompakt ist oder ob Werte weit auseinanderliegen.

Tabellen zum Nachschlagen

Wo liegt der Median? Position bei 1 bis 1000 Werten

Werte vorher der Größe nach sortieren
Anzahl WerteMedian ist der …
11. Wert
2Mittel aus 1. und 2. Wert
32. Wert
4Mittel aus 2. und 3. Wert
53. Wert
6Mittel aus 3. und 4. Wert
74. Wert
8Mittel aus 4. und 5. Wert
95. Wert
10Mittel aus 5. und 6. Wert
116. Wert
12Mittel aus 6. und 7. Wert
137. Wert
14Mittel aus 7. und 8. Wert
158. Wert
16Mittel aus 8. und 9. Wert
179. Wert
18Mittel aus 9. und 10. Wert
1910. Wert
20Mittel aus 10. und 11. Wert
2513. Wert
50Mittel aus 25. und 26. Wert
9950. Wert
100Mittel aus 50. und 51. Wert
1.000Mittel aus 500. und 501. Wert

Median, Mittelwert und Quartile: Beispiele

Ein einzelner Ausreißer (100, 12000) verschiebt den Mittelwert stark, den Median kaum
WerteMedianMittelwertQ1Q3
1 2 3 4 53324
1 2 3 42,52,51,53,5
2 4 4 6 8 955,548
3 5 7 9 100724,859
1800 2100 2400 2600 120002.4004.1802.1002.600
1 bis 105,55,538
1 bis 10050,550,525,575,5

Beispiele zum Ausprobieren

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Median-Rechner: Für den Median sortierst du die Werte der Größe nach: Bei ungerader Anzahl ist er der mittlere Wert, bei gerader Anzahl der Durchschnitt der beiden mittleren. Aus 2, 4, 4, 6, 8, 9 ergibt sich (4 + 6) ÷ 2 = 5.
Auf einen Blick
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Wo liegt der Median? Position bei 1 bis 1000 Werten (Tabelle)
Wo liegt der Median? Position bei 1 bis 1000 Werten
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Häufige Fragen

Wie berechnet man den Median bei ungerader Anzahl?

Bei ungerader Anzahl ist der Median der mittlere Wert der sortierten Liste. Für `3; 7; 9; 10; 12` ist die Anzahl `5`, die Mitte liegt beim `3. Wert`, also bei `9`. Vorher muss die Liste nach Größe sortiert sein.

Wie berechnet man den Median bei gerader Anzahl?

Bei gerader Anzahl ist der Median der Durchschnitt der beiden mittleren Werte. Für `2; 4; 6; 8; 10; 12` liegt die Mitte zwischen dem `3.` und `4. Wert`, also zwischen `6` und `8`. Daraus ergibt sich der Median `7`.

Was ist der Median von 1, 2, 2, 4, 7, 9, 9, 10?

Der Median ist `5,5`. Die sortierte Liste lautet `1; 2; 2; 4; 7; 9; 9; 10`. Weil die Anzahl `8` ist, wird der Mittelwert aus dem `4.` und `5. Wert` genommen. Der Modus ist `2; 9 (2-mal)`.

Was ist der Unterschied zwischen Median und Mittelwert?

Der Median ist die Mitte der sortierten Werte, der Mittelwert ist der rechnerische Durchschnitt. Bei `1; 2; 3; 4; 100` ist der Median `3`, der Mittelwert aber `22`. Der große Wert `100` verändert den Mittelwert stark, den Median nicht.

Kann es keinen Modus geben?

Ja, es kann keinen Modus geben, wenn alle Werte gleich häufig vorkommen. Bei `1; 3; 5; 7; 9` ist der Median `5`, aber es gibt keinen Modus. Jeder Wert kommt gleich oft vor, deshalb gibt es keinen häufigsten Wert.

Kann es mehrere Modi geben?

Ja, mehrere Modi sind möglich. Bei `1; 2; 2; 4; 7; 9; 9; 10` sind `2` und `9` beide Modus, jeweils `2-mal`. Der Median ist in diesem Beispiel `5,5`, Q1 ist `2` und Q3 ist `9`.

Was sagen Q1, Q3 und Interquartilsabstand aus?

Q1 und Q3 zeigen die unteren und oberen Quartile, der Interquartilsabstand ist der Abstand dazwischen. Bei `1; 2; 3; 4; 5; 6; 7` ist Q1 `2`, Q3 `6` und der Interquartilsabstand `4`. Damit erkennst du die Streuung im mittleren Bereich.

Wie prüfe ich den Median schnell von Hand?

Sortiere die Werte und suche die Mitte. Bei `11; 13; 15; 17; 19; 21; 23; 25` ist die Anzahl `8`, also liegt der Median zwischen dem `4.` und `5. Wert`. Der Median ist `18`. Prüfe danach, ob die Liste wirklich aufsteigend sortiert ist.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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Median-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/mathe/median-rechner