Matratzen-Härtegrad

Bis 60 kg H1, 60-80 kg H2, 80-100 kg H3, 100-130 kg H4, darüber H5. Härtegrad nach Gewicht, Größe und Schlafposition berechnen, auch für Paare.

Stand 23.09.2026Quelle: Stiftung WarentestVon Sebastian Wiercinski

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Das wichtigste Kriterium: Je schwerer, desto fester sollte die Matratze stützen.

Schlafposition

Die Lage, in der du meist einschläfst und aufwachst.

Empfohlener HärtegradH2 bis H3 - weich bis mittelfest
Rechnerische Stufe?
2,25
Gewichtsklasse laut Tabelle
60 bis 80 kg
Body-Mass-Index
24,5 kg/m²
Tipp zur Schlafposition
Wer die Position oft wechselt, ist mit einem mittleren Härtegrad und guter Punktelastizität meist am besten bedient.
Wichtig
Härtegrade sind nicht genormt: Ein H3 des einen Herstellers kann sich wie ein H2 eines anderen anfühlen. Probeliegen (mindestens 10 Minuten in deiner Schlafposition) und das Rückgaberecht nutzen.
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. Gewichtsstufe bei 75 kg: 2,25
  2. Wechselnd: ±0,0; BMI 24,5: ±0
  3. Stufe 2,25 → gerundet auf halbe Stufen: H2 bis H3 - weich bis mittelfest

Was sagt die Härtegrad-Matratze-Tabelle wirklich aus?

Die Härtegrad-Matratze-Tabelle ordnet dein Körpergewicht grob einem Matratzen-Härtegrad zu. H1 steht für sehr weich, H2 für weich, H3 für mittelfest, H4 für fest und H5 für sehr fest. Als Gewichtsbereiche gelten: H1 bis 60 kg, H2 bei 60 bis 80 kg, H3 bei 80 bis 100 kg, H4 bei 100 bis 130 kg und H5 über 130 kg.

Diese Einteilung ist aber nur der Startpunkt. Entscheidend ist, wie dein Körper auf der Matratze liegt. Seitenschläfer brauchen meist mehr Nachgiebigkeit im Schulter- und Beckenbereich. Rückenschläfer brauchen eine gleichmäßige Stütze, damit die natürliche S-Form gehalten wird. Bauchschläfer liegen oft besser etwas fester, weil das Becken sonst zu stark einsinkt.

Dazu kommt: Härtegrade sind nicht genormt. Ein H3 des einen Herstellers kann sich wie ein H2 eines anderen anfühlen. Deshalb ist der berechnete Wert eine sinnvolle Vorauswahl, aber keine endgültige Kaufentscheidung.

Wie funktioniert der Matratze-Härtegrad-Rechner?

Du gibst Körpergewicht, Körpergröße und Schlafposition ein; bei einem gemeinsamen Bett kannst du zusätzlich die zweite Person eintragen.

Die Rechnung startet mit einer Gewichtsstufe. Dafür werden die bekannten Gewichtsbereiche zwischen den Stufen linear eingeordnet. Anschließend wird die Schlafposition berücksichtigt: Seite wird weicher bewertet, Bauch fester, Rücken und wechselnde Schlafposition bleiben in der Mitte. Zusätzlich fließt der Body-Mass-Index ein, wenn der Körperbau deutlich von der mittleren Einordnung abweicht.

Ein Beispiel: Bei 75 kg, 175 cm und wechselnder Schlafposition liegt die Gewichtsstufe bei 2,25. Die wechselnde Schlafposition verändert den Wert nicht, der Body-Mass-Index von 24,5 kg/m² ebenfalls nicht. Die rechnerische Stufe bleibt also 2,25. Daraus ergibt sich H2 bis H3 - weich bis mittelfest.

Das Ergebnis ist bewusst als Bereich formuliert, wenn du zwischen zwei Stufen liegst. Genau dort solltest du besonders auf das Liegegefühl achten. Sinkst du im Becken zu tief ein, ist die Matratze wahrscheinlich zu weich. Liegen Schulter oder Hüfte seitlich auf Druck, ist sie eher zu fest oder passt in der Zonierung nicht zu dir.

H2 oder H3 - wie entscheidest du dich?

Die Frage H2 oder H3 taucht häufig auf, weil viele Menschen im Übergang zwischen weich und mittelfest liegen. Bei 70 kg, 175 cm und wechselnder Schlafposition ergibt die Rechnung H2 - weich. Bei 75 kg, 175 cm und wechselnder Schlafposition liegt das Ergebnis dagegen bei H2 bis H3 - weich bis mittelfest. Bei 80 kg, 175 cm und Rückenschlaf ergibt sich ebenfalls H2 bis H3 - weich bis mittelfest.

Der Unterschied klingt klein, kann sich im Alltag aber deutlich anfühlen. Wenn du hauptsächlich auf der Seite schläfst, darf die Matratze eher nachgeben. Schulter und Becken sollen einsinken können, ohne dass die Wirbelsäule seitlich abknickt. Bei 90 kg, 175 cm und Seitenschlaf ergibt die Rechnung H2 bis H3 - weich bis mittelfest, obwohl die Gewichtsklasse bei 80 bis 100 kg liegt. Die Schlafposition verschiebt die Empfehlung also spürbar.

Bei Bauchschlaf ist es umgekehrt. Bei 95 kg, 182 cm und Bauchlage kommt H4 - fest heraus. Der Grund: Das Becken darf nicht zu weit absinken, sonst entsteht leicht ein Hohlkreuz. Auch bei 55 kg, 175 cm und Bauchlage liegt die Empfehlung nicht bei der weichsten Variante, sondern bei H1 bis H2 - sehr weich bis weich.

Wenn du zwischen H2 und H3 schwankst, prüfe vor allem zwei Punkte: Liegt deine Wirbelsäule gerade, und fühlst du Druck an Schulter, Hüfte oder Lendenbereich? Der Tabellenwert hilft dir bei der Vorauswahl, die passende Oberfläche und Zonierung entscheiden mit.

Welcher Härtegrad passt zu Paaren mit unterschiedlichem Gewicht?

Bei zwei Personen im selben Bett ist ein einheitlicher Härtegrad oft ein Kompromiss. Das funktioniert nur gut, wenn Gewicht, Körperbau und Schlafposition ähnlich sind. Sind die Werte deutlich verschieden, ist eine gemeinsame Matratze mit nur einem Härtegrad häufig für eine Person zu weich oder zu fest.

Ein Beispiel: Bei 65 kg, 175 cm und Seitenschlaf ergibt sich H1 bis H2 - sehr weich bis weich. Für die zweite Person mit 95 kg, 185 cm und Rückenschlaf ergibt sich H3 bis H4 - mittelfest bis fest. In so einem Fall sind zwei Matratzen mit unterschiedlichem Härtegrad sinnvoll - oder eine Partnermatratze mit zwei Härteseiten.

Ähnlich ist es bei 75 kg und 110 kg, beide mit wechselnder Schlafposition. Für die erste Person ergibt sich H2 bis H3 - weich bis mittelfest, für die zweite Person H4 - fest. Eine durchgehend gleiche Liegefläche würde hier sehr unterschiedliche Bedürfnisse abdecken müssen.

Wichtig ist auch die Bewegungsübertragung. Eine Matratze kann rechnerisch für beide ungefähr passen, sich aber trotzdem unruhig anfühlen, wenn eine Person sich häufig dreht. Dann hilft der Blick auf Punktelastizität, Zonierung und getrennte Liegeflächen oft mehr als ein Wechsel um eine Härtestufe.

Typische Fehler beim Matratze-Härtegrad vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Annahme: fester ist automatisch besser für den Rücken. Das stimmt so nicht. Eine zu feste Matratze kann in Seitenlage Druck auf Schulter und Hüfte erzeugen. Eine zu weiche Matratze kann Becken oder Rumpf absinken lassen. Richtig ist der Härtegrad, bei dem dein Körper gestützt wird und gleichzeitig an den passenden Stellen einsinken kann.

Ein weiterer Fehler ist, nur auf das Gewicht zu schauen. Die Körpergröße verändert die Verteilung des Gewichts. Deshalb kann die gleiche Kilozahl je nach Körperbau unterschiedlich liegen. Der Body-Mass-Index im Rechner dient genau dieser Einordnung. Bei 45 kg, 175 cm und Seitenschlaf ergibt sich H1 - sehr weich. Bei 120 kg, 175 cm und Rückenschlaf ergibt sich H4 bis H5 - fest bis sehr fest. Zwischen diesen Fällen liegen sehr unterschiedliche Anforderungen an Stützkraft und Einsinktiefe.

Auch die Herstellerangabe allein reicht nicht. Härtegrade sind nicht genormt. Wenn du H3 gewohnt bist, heißt das nicht automatisch, dass jede neue H3-Matratze gleich passt. Teste die Matratze in deiner üblichen Schlafposition, nicht nur kurz im Sitzen oder im Liegen auf dem Rücken. Als Orientierung gilt: Probeliegen mindestens 10 Minuten in deiner Schlafposition und das Rückgaberecht im Blick behalten.

Achte außerdem auf den Lattenrost oder die Unterlage. Eine weiche Matratze auf einer sehr nachgiebigen Unterlage kann sich noch weicher anfühlen. Eine feste Matratze auf einer starren Unterlage kann Druck verstärken. Der Härtegrad ist also ein wichtiger Wert, aber er wirkt immer zusammen mit Material, Aufbau, Zonen und Unterlage.

Tabellen zum Nachschlagen

Härtegrad-Matratze-Tabelle nach Gewicht und Schlafposition (40 bis 160 kg)

Orientierung nach Handelskonvention, ohne BMI-Korrektur; H2/H3 = zwischen zwei Härtegraden
GewichtRücken / wechselndSeiteBauch
40 kgH1H1H1
45 kgH1H1H1/H2
50 kgH1H1H1/H2
55 kgH1/H2H1H2
60 kgH1/H2H1H2
65 kgH2H1/H2H2/H3
70 kgH2H1/H2H2/H3
75 kgH2/H3H2H3
80 kgH2/H3H2H3
85 kgH3H2/H3H3/H4
90 kgH3H2/H3H3/H4
95 kgH3/H4H3H4
100 kgH3/H4H3H4
105 kgH3/H4H3H4
110 kgH4H3/H4H4/H5
115 kgH4H3/H4H4/H5
120 kgH4H3/H4H4/H5
125 kgH4/H5H4H5
130 kgH4/H5H4H5
135 kgH4/H5H4H5
140 kgH5H4/H5H5
145 kgH5H4/H5H5
150 kgH5H4/H5H5
155 kgH5H5H5
160 kgH5H5H5

Härtegrad nach Gewicht und Körpergröße (Rückenschläfer)

Mit BMI-Korrektur: kompakter Körperbau eine Viertelstufe fester, sehr schlanker eine Viertelstufe weicher
Gewicht155 cm160 cm165 cm170 cm175 cm180 cm185 cm190 cm195 cm
50 kgH1H1H1H1H1H1H1H1H1
55 kgH1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1H1H1H1H1
60 kgH1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1/H2H1/H2
65 kgH2H2H2H2H2H2H2H1/H2H1/H2
70 kgH2H2H2H2H2H2H2H2H2
75 kgH2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3
80 kgH3H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3H2/H3
85 kgH3H3H3H3H3H3H3H3H3
90 kgH3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3H3H3H3H3
95 kgH3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3/H4H3/H4
100 kgH4H4H4H4H4H4H3/H4H3/H4H3/H4
110 kgH4H4H4H4H4H4H4H4H4
120 kgH4/H5H4/H5H4/H5H4/H5H4/H5H4/H5H4/H5H4/H5H4/H5
130 kgH5H5H5H5H5H5H5H5H5
140 kgH5H5H5H5H5H5H5H5H5

Matratzen-Härtegrade H1 bis H5 erklärt

Verbreitete Zuordnung im Handel; die Grenzen schwanken je Hersteller
HärtegradLiegegefühlKörpergewicht
H1sehr weichbis 60 kg
H2weich60 bis 80 kg
H3mittelfest80 bis 100 kg
H4fest100 bis 130 kg
H5sehr festüber 130 kg

Beispiele zum Ausprobieren

Grafiken für deine Website

Du darfst die Grafiken kostenlos in Blogs, Artikeln, Präsentationen oder im Unterricht verwenden - einzige Bedingung ist ein Link auf diese Seite als Quelle (Lizenz CC BY 4.0).

Matratzen-Härtegrad: Als Faustregel gilt: bis 60 kg H1, 60 bis 80 kg H2, 80 bis 100 kg H3, 100 bis 130 kg H4 und über 130 kg H5. Seitenschläfer liegen etwa eine halbe Stufe weicher, Bauchschläfer eine halbe Stufe fester - da Härtegrade nicht genormt sind, entscheidet am Ende das Probeliegen.
Auf einen Blick
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Härtegrad-Matratze-Tabelle nach Gewicht und Schlafposition (40 bis 160 kg) (Tabelle)
Härtegrad-Matratze-Tabelle nach Gewicht und Schlafposition (40 bis 160 kg)
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Häufige Fragen

Welcher Matratze-Härtegrad passt bei 60 kg?

Bei 60 kg und Seitenschlaf passt H1 - sehr weich. In der Tabelle liegt 60 kg zwar im Bereich 60 bis 80 kg, die Seitenlage verschiebt die Empfehlung aber weicher. Entscheidend ist, dass Schulter und Becken einsinken können und die Wirbelsäule gerade bleibt.

Welchen Härtegrad brauche ich bei 80 kg als Rückenschläfer?

Bei 80 kg, 175 cm und Rückenschlaf ergibt sich H2 bis H3 - weich bis mittelfest. Die Gewichtsklasse liegt bei 80 bis 100 kg. Achte beim Testen darauf, dass das Becken nicht durchhängt und die Lendenwirbelsäule aufliegt.

Matratze 100 kg - welcher Härtegrad ist sinnvoll?

Bei 100 kg, 175 cm und wechselnder Schlafposition ergibt sich H4 - fest. Die Rechnung berücksichtigt neben der Gewichtsklasse 100 bis 130 kg auch den Body-Mass-Index von 32,7 kg/m². Wenn du oft die Position wechselst, ist zusätzlich gute Punktelastizität hilfreich.

H2 oder H3 - was passt bei 70 kg?

Bei 70 kg, 175 cm und wechselnder Schlafposition passt H2 - weich. H3 kann sinnvoll sein, wenn du dich auf H2 zu tief einsinkend fühlst. Bei Seitenlage wäre eher Nachgiebigkeit wichtig, bei Bauchlage eher Stützkraft.

Welcher Härtegrad ist für Seitenschläfer sinnvoll?

Für Seitenschläfer fällt die Empfehlung oft weicher aus als nach Gewicht allein. Bei 90 kg, 175 cm und Seitenschlaf ergibt sich H2 bis H3 - weich bis mittelfest. Schulter und Becken brauchen genug Einsinktiefe, damit die Wirbelsäule nicht seitlich abknickt.

Welcher Härtegrad passt bei 120 kg?

Bei 120 kg, 175 cm und Rückenschlaf ergibt sich H4 bis H5 - fest bis sehr fest. Die Gewichtsklasse liegt bei 100 bis 130 kg. Wichtig ist eine stabile Stütze, damit das Becken nicht absinkt und der Rücken gleichmäßig getragen wird.

Was tun, wenn zwei Personen unterschiedliche Härtegrade brauchen?

Wenn die Ergebnisse deutlich auseinanderliegen, sind zwei Matratzen oder zwei Härteseiten sinnvoll. Bei 65 kg seitlich ergibt sich H1 bis H2, bei 95 kg auf dem Rücken H3 bis H4. Eine einzige durchgehende Härte wäre dann meist ein Kompromiss.

Sind Matratzen-Härtegrade genormt?

Nein, Matratzen-Härtegrade sind nicht genormt. Ein H3 des einen Herstellers kann sich wie ein H2 eines anderen anfühlen. Nutze die Berechnung deshalb als Vorauswahl und teste die Matratze mindestens 10 Minuten in deiner normalen Schlafposition.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026
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Matratzen-Härtegrad. Rechner-info.de, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/haushalt/matratzen-haertegrad-rechner