Backup-Größe
500 GB, 4 Vollbackups und 3 Kopien benötigen bei 70 % Restgröße und 25 % Zuschlag 5250 GB. Vergleiche drei Sicherungsmethoden.
- Rohdaten pro Sicherungssatz
- 2.000 GB
- Komprimierter Bedarf pro Sicherungssatz
- 1.400 GB
- Alle Sicherungssätze ohne Zuschlag
- 4.200 GB
- Gesamtbedarf in dezimalen TB
- 5,25 TB
- Planungsmodell für eine Kette mit unveränderter Ausgangsdatenmenge. Keine Deduplizierung, Metadaten, Dateisystemkosten oder weitere Vollbackup-Zyklen enthalten. Kompression ist deine Annahme.
- Kopien sind zusätzliche Sicherungssätze; die produktiven Originaldaten sind hier nicht als Sicherungskopie enthalten.
Versionen pro Sicherungssatz (höchstens 20)
| Version | Rohdaten (gewählte Einheit) | Nach Kompression |
|---|---|---|
| 1 | 500 | 350 |
| 2 | 500 | 350 |
| 3 | 500 | 350 |
| 4 | 500 | 350 |
Rechenweg mit deinen Zahlen
- 2000 GB × 70 % Restgröße = 1400 GB pro Sicherungssatz.
- 1400 × 3 × (1 + 25/100) = 5250 GB.
Wie kannst du die Backup-Größe berechnen?
Für die Backup-Größe zählt nicht nur die Ausgangsdatenmenge. Entscheidend sind auch die Methode, die aufbewahrten Versionen, die Zahl der vollständigen Sicherungssätze, die Kompression und deine Reserve. Ein Vollbackup wächst besonders schnell, weil jede Version wieder die komplette Datenmenge enthält. Inkrementelle und differenzielle Sicherungen speichern dagegen Änderungen, aber auf unterschiedliche Weise.
So funktioniert die Rechnung für den Backup-Speicherbedarf
Die Formel lautet in Worten: Summe der Backup-Versionen mal Restgröße nach Kompression mal Kopien mal Reserve-Zuschlag.
Im Beispiel mit Vollbackups entstehen pro Sicherungssatz zunächst 2.000 GB Rohdaten. Danach wird die Kompression berücksichtigt: 2.000 GB × 70 % Restgröße = 1.400 GB pro Sicherungssatz. Für alle Sicherungssätze und die Reserve rechnet der Rechner: 1.400 × 3 × (1 + 25/100) = 5.250 GB.
Wichtig ist der Begriff Restgröße: 70 % bedeutet nicht, dass 70 % gespart werden. Es bleiben 70 % der ursprünglichen Datenmenge übrig.
Vollbackup, inkrementell oder differenziell: Was ändert sich an der Größe?
Bei gleicher Ausgangslage unterscheiden sich die Methoden deutlich. Für 500 GB Ausgangsdaten, vier Versionen, 5 % Änderung je Schritt, drei Sicherungssätze, 70 % Restgröße und 25 % Zuschlag ergeben sich diese Werte:
| Methode | Gesamtbedarf |
|---|---|
| Vollbackup | 5.250 GB |
| inkrementelles Backup | 1.509,38 GB |
| differenzielles Backup | 1.706,25 GB |
Beim inkrementellen Backup wird nach dem ersten Vollbackup nur der jeweilige Änderungsschritt gespeichert. Im Beispiel sind das je weiterer Version 25 GB roh. Beim differenziellen Backup wächst die Änderungsmenge je Version: 25 GB, 50 GB und 75 GB roh. Das Modell unterstellt jeweils zusätzliche geänderte Blöcke und deckelt jeden Differenzstand beim gesamten Datenbestand. Wiederholt geänderte identische Blöcke können real weniger Platz benötigen.
Warum ist ein Backup oft größer als erwartet?
Der Backup-Speicherbedarf steigt, sobald du mehrere Versionen oder mehrere vollständige Sicherungssätze aufbewahrst. Auch die Reserve wirkt auf den gesamten Bedarf, nicht nur auf die Ausgangsdaten. Bei 2.000 GB Daten als Vollbackup mit vier Versionen, vier Sicherungssätzen, 70 % Restgröße und 20 % Zuschlag entstehen 26.880 GB beziehungsweise 26,88 TB.
Datenwachstum, Metadaten und Deduplizierung werden nicht eigens modelliert. Die Kopienzahl bezeichnet vollständige Sicherungssätze; die produktiven Originaldaten zählen nicht dazu. Der Reserve-Zuschlag ist kein gewünschter freier Anteil der Zielfestplatte.
Kompression hilft nur, wenn die Daten gut komprimierbar sind. Bereits komprimierte Daten können nahe 100 % Restgröße liegen.
Typische Fehler beim Backup-Größe berechnen
Verwechsle GB und GiB nicht. Bei 500 GiB Ausgangsdaten, Vollbackup, vier Versionen, drei Sicherungssätzen, 70 % Restgröße und 30 % Reserve zeigt die Rechnung 5.460 GiB, aber 5,8626 TB dezimal.
Plane außerdem nicht nur die sichtbaren Dateien ein. Datenbanken, Container, virtuelle Maschinen und große Archive ändern sich oft blockweise. Dann kann ein inkrementelles Backup größer ausfallen, als die reine Dateiliste vermuten lässt. Prüfe die Änderungsrate deshalb lieber an echten Sicherungsläufen.
Tabellen zum Nachschlagen
500 GB, vier Versionen, drei Kopien: Methodenvergleich
| Methode | Gesamtbedarf GB |
|---|---|
| voll | 5.250 |
| ink | 1.509,38 |
| diff | 1.706,25 |
Beispiele zum Ausprobieren
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Größe eines Vollbackups?
Für ein Vollbackup addierst du jede aufbewahrte Vollversion, berücksichtigst die Kompression, multiplizierst mit den Sicherungssätzen und schlägst die Reserve auf. Bei 500 GB, vier Versionen, drei Sicherungssätzen, 70 % Restgröße und 25 % Reserve ergibt das 5.250 GB beziehungsweise 5,25 TB.
Wie viel Speicher braucht ein inkrementelles Backup mit 1 TB?
Ein inkrementelles Backup mit 1.000 GB Ausgangsdaten, 10 Versionen, 5 % Änderungen je Schritt, drei Sicherungssätzen, 70 % Restgröße und 25 % Zuschlag braucht 3.806,25 GB. Der Rohbedarf pro Sicherungssatz liegt dabei bei 1.450 GB, komprimiert bei 1.015 GB.
Wann ist ein differenzielles Backup größer als ein inkrementelles?
Ein differenzielles Backup wird größer, wenn sich die Änderungen seit dem letzten Vollbackup aufsummieren. Bei 500 GB, vier Versionen, 5 % Änderung je Schritt, drei Sicherungssätzen, 70 % Restgröße und 25 % Zuschlag braucht die differenzielle Variante 1.706,25 GB. Die inkrementelle Variante liegt im gleichen Szenario bei 1.509,38 GB.
Wie viel Reserve sollte ich beim Backup-Speicher einplanen?
Die Reserve gibst du als Zuschlag auf den berechneten Datenbedarf ein. Bei 25 % Zuschlag wird auf den komprimierten Bedarf aller Sicherungssätze aufgeschlagen. Im Beispiel werden aus 4.200 GB ohne Zuschlag insgesamt 5.250 GB. Ohne Reserve kann ein Backup-Ziel schnell voll laufen.
Quellen und Prüfung
- Veeam: Vollbackup und inkrementelle Sicherungsmethoden
- Veeam: Inkrementelle und differenzielle Backups
Diese Seite zitieren
Backup-Größe. Rechner-info.de, Stand 24.09.2026. https://rechner-info.de/technik/backup-groesse-rechner

