Vitamin-D-Rechner

Vitamin D berechnen: DGE-Bedarf 800 IE (20 µg) pro Tag, Auffülldosis nach van Groningen, Obergrenze (EFSA) und Blutwert in ng/ml oder nmol/l einordnen.

Stand 23.09.2026Quelle: Deutsche Gesellschaft für ErnährungVon Sebastian Wiercinski

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Empfohlene Zufuhr pro Tag800 IE
In Mikrogramm
20 µg
Pro Woche
5.600 IE
Obergrenze (UL, EFSA) pro Tag
4.000 IE
Hinweis
Die 20 µg gelten, wenn der Körper kein Vitamin D selbst bildet (Herbst/Winter, wenig Sonne). Im Sommer reicht oft Sonnenlicht auf Gesicht, Hände und Arme.
Rechenweg mit deinen Zahlen
  1. DGE-Schätzwert Erwachsene 18-64 Jahre: 20 µg × 40 = 800 IE pro Tag
  2. Obergrenze (EFSA): 100 µg = 4.000 IE pro Tag

Was berechnet der Vitamin-D-Rechner?

Der Vitamin-D-Rechner hilft dir bei drei typischen Fragen: Wie hoch ist die empfohlene tägliche Zufuhr, wie lässt sich eine Auffülldosis aus einem Laborwert abschätzen, und wie ist ein gemessener Vitamin-D-Spiegel einzuordnen. Gemeint ist dabei der Laborwert 25(OH)D, auch Calcidiol genannt. Er zeigt, wie gut dein Körper aktuell mit Vitamin D versorgt ist.

Für den Tagesbedarf unterscheidet der Rechner nach Personengruppe, etwa Säugling, Kind, Erwachsene, Schwangere oder Stillende. Für die Auffüllung nutzt er zusätzlich Körpergewicht, Istwert, Zielwert, Zeitraum und Präparatstärke. Für die Einordnung des Blutwerts reicht der gemessene Wert in ng/ml oder nmol/l.

Du wählst oben einfach den passenden Modus und trägst die Werte so ein, wie sie auf deinem Präparat oder Laborbefund stehen. Die Rechnung ersetzt keine ärztliche Diagnose, besonders wenn du Erkrankungen hast, Medikamente einnimmst, schwanger bist oder für ein Kind rechnest.

Wie funktioniert die Vitamin-D-Berechnung?

Die Umrechnung zwischen den Einheiten ist der einfachste Teil: Internationale Einheiten und Mikrogramm hängen fest zusammen. Die Formel lautet in Worten: Mikrogramm werden mit 40 multipliziert, daraus ergeben sich IE. Für Blutwerte gilt: ng/ml werden mit 2,496 multipliziert, daraus ergeben sich nmol/l.

Ein einfaches Beispiel ist der Tagesbedarf für Erwachsene: Der Schätzwert beträgt 20 µg. Umgerechnet sind das 20 µg × 40 = 800 IE pro Tag. Pro Woche entspricht das 5.600 IE. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei 4.000 IE pro Tag, also 100 µg.

Für eine Auffülldosis nutzt der Rechner die van-Groningen-Formel: Auffülldosis in IE = 40 × Abstand zum Zielwert in nmol/l × Körpergewicht in kg. Beispiel: Bei 70 kg, einem Istwert von 15 ng/ml und einem Zielwert von 30 ng/ml ergibt sich ein Istwert von 37,4 nmol/l und ein Zielwert von 74,9 nmol/l. Der Abstand beträgt 37,4 nmol/l. Daraus ergibt die Rechnung 104.832 IE insgesamt. Verteilt auf 60 Tage sind das 1.747 IE pro Tag, also 44 µg pro Tag. Bei einem Präparat mit 1.000 IE je Tablette entspricht das 1,7 Tabletten pro Tag.

Die Formel ist eine rechnerische Annäherung. Sie berücksichtigt nicht, wie stark dein Körper Vitamin D bildet, speichert oder abbaut. Auch Ernährung, Sonnenlicht, Körperzusammensetzung und individuelle Aufnahme aus dem Darm können abweichen.

Vitamin-D-Bedarf nach Alter: DGE-Werte und EFSA-Obergrenze

Die DGE-Werte gelten für Situationen, in denen dein Körper kein oder kaum Vitamin D über Sonnenlicht bildet. Das betrifft vor allem Zeiten mit wenig Sonne oder wenn du selten draußen bist. Im Sommer kann Sonnenlicht auf Gesicht, Hände und Arme oft einen Teil der Versorgung übernehmen.

Gruppe Bedarf pro Tag Obergrenze pro Tag
Säugling 0-6 Monate 10 µg / 400 IE 1.000 IE
Säugling 7-11 Monate 10 µg / 400 IE 1.400 IE
Kind 1-10 Jahre 20 µg / 800 IE 2.000 IE
Kind/Jugendliche 11-17 Jahre 20 µg / 800 IE 4.000 IE
Erwachsene 18-64 Jahre 20 µg / 800 IE 4.000 IE
Erwachsene ab 65 Jahre 20 µg / 800 IE 4.000 IE
Schwangere 20 µg / 800 IE 4.000 IE
Stillende 20 µg / 800 IE 4.000 IE

Der Unterschied zwischen Empfehlung und Obergrenze ist wichtig: Die empfohlene Zufuhr beschreibt, was bei fehlender körpereigener Bildung als tägliche Versorgung angesetzt wird. Die Obergrenze ist kein Zielwert. Sie markiert die Menge, die dauerhaft nicht überschritten werden sollte.

Vitamin-D-Spiegel richtig einordnen: ng/ml und nmol/l

Laborbefunde nutzen meist ng/ml oder nmol/l. Beide Einheiten beschreiben denselben 25(OH)D-Wert, nur in anderer Schreibweise. Ein Wert von 15 ng/ml entspricht 37,4 nmol/l und wird als unzureichend eingeordnet. Ein Wert von 50 nmol/l entspricht 20 ng/ml und gilt als ausreichend. Ein Wert von 100 nmol/l entspricht 40,1 ng/ml und liegt ebenfalls im ausreichenden Bereich.

Die Einordnung hängt an Grenzbereichen: Unter 30 nmol/l beziehungsweise 12 ng/ml wird von Mangel gesprochen. Von 30 bis unter 50 nmol/l beziehungsweise 12-20 ng/ml gilt die Versorgung als unzureichend. Ab 50 nmol/l beziehungsweise 20 ng/ml gilt sie nach den hier verwendeten Grenzen als ausreichend. Manche Labore setzen andere Zielwerte an, etwa 30 ng/ml beziehungsweise 75 nmol/l. Deshalb kann die Bewertung auf deinem Laborblatt anders klingen als im Rechner.

Achte besonders auf die Einheit. 20 ng/ml und 20 nmol/l sind nicht dasselbe. Wenn du die Einheit verwechselst, fällt die Einordnung falsch aus und eine Auffülldosis kann deutlich danebenliegen.

Wann ist die Vitamin-D-Auffülldosis sinnvoll?

Der Modus Auffülldosis passt, wenn du einen gemessenen 25(OH)D-Wert hast und wissen möchtest, welche rechnerische Gesamtmenge nötig wäre, um einen Zielwert zu erreichen. Ohne Laborwert ist dieser Modus weniger sinnvoll, weil der Abstand zum Zielwert fehlt.

Beispiel bei 70 kg: Wenn der Wert von 12 ng/ml auf 30 ng/ml in 60 Tagen steigen soll, ergibt die Rechnung 125.798 IE insgesamt. Pro Tag sind das 2.097 IE, also 52 µg. Bei 1.000 IE je Tablette sind das 2,1 Tabletten pro Tag. Der Ausgangswert wird als Mangel eingeordnet.

Ein anderes Beispiel: Bei 80 kg, 18 ng/ml als Istwert, 40 ng/ml als Zielwert und 90 Tagen ergibt sich eine Gesamtmenge von 175.718 IE. Verteilt sind das 1.952 IE pro Tag, also 49 µg. Bei 2.000 IE je Tablette entspricht das 1,0 Tabletten pro Tag. Der Ausgangswert ist unzureichend.

Nach dem Auffüllen ist die Rechnung nicht automatisch dauerhaft passend. Danach geht es meist um eine Erhaltungsdosis, zum Beispiel 800 IE beziehungsweise 20 µg pro Tag. Der Blutwert sollte nach etwa 8-12 Wochen kontrolliert werden, wenn du gezielt auffüllst oder höhere Mengen nimmst.

Typische Fehler bei Vitamin-D-Dosierung vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von IE und µg. Auf Präparaten steht oft IE, während Empfehlungen auch in µg angegeben werden. 1.000 IE entsprechen 25 µg, 2.000 IE entsprechen 50 µg und 4.000 IE entsprechen 100 µg.

Auch Tagesmenge und Wochenmenge werden leicht vermischt. 800 IE pro Tag entsprechen 5.600 IE pro Woche. Wenn du ein Präparat seltener einnimmst, solltest du prüfen, ob die Summe zur geplanten Zufuhr passt. Das gilt besonders bei hoch dosierten Produkten wie 10.000 IE, 20.000 IE oder 50.000 IE.

Weitere typische Punkte:

  • Prüfe, ob dein Laborwert in ng/ml oder nmol/l angegeben ist.
  • Verwende beim Auffüllen einen Zielwert, der zu deinem Befund und zur ärztlichen Empfehlung passt.
  • Rechne Tabletten nicht blind auf ganze Stücke hoch, wenn du damit die Obergrenze überschreitest.
  • Behandle die Obergrenze nicht als empfohlene Tagesdosis.
  • Berücksichtige, dass Sonnenlicht die eigene Bildung verändern kann.

Bei Kindern, Schwangerschaft, Stillzeit, Nierenerkrankungen, erhöhtem Calciumwert oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest du eine Dosierung medizinisch abklären lassen. Der Rechner liefert eine rechnerische Orientierung, keine individuelle Therapieentscheidung.

Tabellen zum Nachschlagen

Vitamin-D-Bedarf nach Alter (DGE) und Obergrenze (EFSA)

GruppeBedarf µg/TagBedarf IE/TagObergrenze IE/Tag
Säugling 0-6 Monate104001.000
Säugling 7-11 Monate104001.400
Kind 1-10 Jahre208002.000
Kind/Jugendliche 11-17 Jahre208004.000
Erwachsene 18-64 Jahre208004.000
Erwachsene ab 65 Jahre208004.000
Schwangere208004.000
Stillende208004.000

Vitamin D: IE in µg umrechnen

1 µg = 40 IE, 1 IE = 0,025 µg
IEµg
1002,5
2005
40010
50012,5
80020
1.00025
2.00050
4.000100
5.000125
10.000250
20.000500
50.0001.250

Vitamin-D-Spiegel: ng/ml in nmol/l mit Einordnung

1 ng/ml = 2,496 nmol/l; Einordnung nach DGE/BfR
ng/mlnmol/lEinordnung
512,5Mangel
1025,0Mangel
1230,0Mangel
1537,4Unzureichend
2049,9Unzureichend
2562,4Ausreichend
3074,9Ausreichend
4099,8Ausreichend
50124,8Ausreichend
60149,8Hoch
80199,7Hoch
100249,6Hoch

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Vitamin-D-Rechner: Die DGE empfiehlt 20 µg Vitamin D (800 IE) pro Tag, wenn der Körper mangels Sonne selbst keins bildet, Säuglingen 10 µg (400 IE). Ein Blutwert ab 50 nmol/l (20 ng/ml) gilt als ausreichend, dauerhaft mehr als 100 µg (4.000 IE) täglich sollten Erwachsene laut EFSA nicht zu sich nehmen.
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Vitamin-D-Bedarf nach Alter (DGE) und Obergrenze (EFSA) (Tabelle)
Vitamin-D-Bedarf nach Alter (DGE) und Obergrenze (EFSA)
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Häufige Fragen

Wie viel Vitamin D pro Tag brauchen Erwachsene?

800 IE pro Tag beziehungsweise 20 µg gelten für Erwachsene, wenn der Körper selbst kein Vitamin D bildet. Pro Woche sind das 5.600 IE. Die dauerhafte Obergrenze liegt für Erwachsene bei 4.000 IE pro Tag. Im Sommer kann Sonnenlicht einen Teil der Versorgung übernehmen.

Wie rechne ich Vitamin D IE in µg um?

800 IE entsprechen 20 µg. Die Umrechnung lautet: IE = µg × 40. Beispiele aus der Tabelle sind 400 IE = 10 µg, 1.000 IE = 25 µg, 2.000 IE = 50 µg und 4.000 IE = 100 µg.

Was bedeutet der Vitamin-D-Wert 25(OH)D?

25(OH)D ist der Laborwert, mit dem dein Vitamin-D-Spiegel im Blut beurteilt wird. Er wird in ng/ml oder nmol/l angegeben. Für die Umrechnung gilt: nmol/l = ng/ml × 2,496. Deshalb entsprechen 15 ng/ml einem Wert von 37,4 nmol/l.

Wie ist ein Vitamin-D-Wert von 15 ng/ml einzuordnen?

15 ng/ml entsprechen 37,4 nmol/l und werden als unzureichend eingeordnet. Dieser Bereich liegt bei 30 bis unter 50 nmol/l beziehungsweise 12-20 ng/ml. Für eine Dosierung ist entscheidend, ob du nur erhalten oder gezielt auffüllen möchtest.

Ist ein Vitamin-D-Spiegel von 50 nmol/l ausreichend?

50 nmol/l entsprechen 20 ng/ml und gelten nach den verwendeten Grenzen als ausreichend. Manche Labore setzen erst 30 ng/ml beziehungsweise 75 nmol/l als Ziel an. Deshalb kann dein Befund eine andere Bewertung enthalten als die rechnerische Einordnung.

Wie funktioniert die van-Groningen-Formel?

Die van-Groningen-Formel berechnet die Auffülldosis aus Körpergewicht und Abstand zum Zielwert: 40 × Abstand in nmol/l × Körpergewicht in kg. Bei 70 kg, 15 ng/ml und Ziel 30 ng/ml ergibt das 104.832 IE insgesamt beziehungsweise 1.747 IE pro Tag über 60 Tage.

Welche Auffülldosis brauche ich bei 70 kg von 12 ng/ml auf 30 ng/ml?

Bei 70 kg, 12 ng/ml als Istwert, Ziel 30 ng/ml und 60 Tagen ergibt sich eine Gesamtmenge von 125.798 IE. Verteilt sind das 2.097 IE pro Tag beziehungsweise 52 µg. Bei 1.000 IE je Tablette sind es rechnerisch 2,1 Tabletten pro Tag.

Wie viel Vitamin D brauchen Säuglinge?

Säuglinge brauchen 400 IE beziehungsweise 10 µg pro Tag. Die Obergrenze liegt bei 1.000 IE für 0-6 Monate und bei 1.400 IE für 7-11 Monate. Bei Säuglingen sollte die Gabe immer zur kinderärztlichen Empfehlung passen.

Quellen und Prüfung

Erstellt von
Sebastian Wiercinski, Herausgeber
Stand
23.09.2026, Werte gültig ab 01.01.2023

Die Berechnung ist eine Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.

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Vitamin-D-Rechner. Rechnerinfo, Stand 23.09.2026. https://rechner-info.de/gesundheit/vitamin-d-rechner